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Dank gnadenlosem Clickbaiting: Heftig-Macher verkaufen ihr Startup an Traditionsverlag

(Foto: DS Ventures)

„Dieses Startup ging mit gnadenlosem Clickbaiting viral. Was dann passierte, wird dich überraschen“: So oder so ähnlich hätten die Heftig-Macher wohl den Verkauf an den Funke-Verlag angeteasert.

Heftig: Funke übernimmt die Mehrheit an Media Partisans

Die Heftig-Macher haben mit ihrem Viral-Startup eine beispiellose Erfolgsgeschichte in der deutschen Social-Media-Landschaft hingelegt. Das Erfolgsrezept: Clickbaiting par excellence, reißerische Themen, animierende Anreißer. Heftig.co ist aber nicht alles, das dahinterstehende Medienunternehmen Media Partisans der Heftig-Gründer Michael Glöß und Peter Schilling betreiben 23 Portale in zehn unterschiedlichen Sprachräumen. Mittlerweile 64 Mitarbeiter holen nach eigenen Angaben monatlich 73,8 Millionen Unique Visitors auf die Websites, 31,8 Millionen Fans hat Media Partisans. Kein Wunder, dass daran auch die Konkurrenz Interesse hat. Jetzt hat der Traditionsverlag Funke zugeschlagen.

Heftig: Mit Clickbaiting zum Erfolg und jetzt Teil des Funke-Verlags. (Screenshot: heftig.co/t3n.de)
Heftig: Mit Clickbaiting zum Erfolg und jetzt Teil des Funke-Verlags. (Screenshot: heftig.co/t3n.de)

Regionale Tageszeitungen und Programmzeitschriften, das ist eigentlich das Hauptgeschäft der Funke Mediengruppe. Allerdings arbeitet der Verlag schon seit geraumer Zeit daran, das Print-Angebot um digitale Dienste zu erweitern. Heftig und die Media Partisans sollen zu einem wichtigen Teil der Funke-Angebote ausgebaut werden, teilte der Verlag mit – gemeinsam mit den Gründern. Glöß und Schilling sollen „einen relevanten Anteil“ am Unternehmen behalten. Funke übernimmt die Mehrheit an Heftig, über den Kaufpreis wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Heftig: Clickbaiting nicht mehr das Mittel der Wahl

In Deutschland ist Media Partisans nicht nur mit Heftig unterwegs. Das Startup betreibt auch das Food-Portal Leckerschmecker und die Life-Hack-Seite Geniale Tricks. Neben aufbereiteten Themen von anderen Medienangeboten, die zu Beginn das Angebot der Heftig-Macher dominierten, sind auf den Plattformen des Startups zunehmend selbst produzierte Inhalte zu finden. Auch von dem gnadenlosen Clickbaiting ist man mittlerweile etwas abgekommen. Scheinbar funktionieren die reißerischen Titel und Teaser nicht mehr so gut wie zuvor. Klassische Recherche macht Heftig aber ausdrücklich nicht. Die Plattform gehe datengetriebener an Themen als Online-Redakteure, sagte Schilling im vergangenen Jahr.

via meedia.de

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