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Coronavirus: Microsoft muss Umsatzprognose senken

(Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock)

Microsoft korrigiert seine Umsatzprognose für das kommende Geschäftsquartal nach unten. Grund sind durch das Coronavirus verursachte Beeinträchtigungen in der Lieferkette der PC-Sparte.

In einer nachbörslichen Mitteilung vom Mittwoch gibt der Software-Hersteller aus Redmond bekannt, dass die für das kommende Geschäftsquartal zunächst in der Größenordnung von 10,75 bis 11,15 Milliarden US-Dollar prognostizierten Umsätze der PC-Sparte nicht erreicht werden können.

Vorsichtige Anfangsprognose muss noch einmal unterschritten werden

Schon die ungewöhnliche Breite der Prognose sei Ausfluss der Vorsichtsüberlegungen wegen des Coronavirus gewesen, so Microsoft. Nun aber habe sich gezeigt, dass die eingetretenen Beeinträchtigung in der Lieferkette durch den Virenausbruch in China deutlicher als erwartet seien. So werde immer noch daran gearbeitet, die Kapazitäten wieder auf das Normalmaß zurück zu bringen. Das vollziehe sich allerdings langsamer als erwartet.

Besonders betroffen seien die Bereiche „Windows OEM“ sowie die Produktion der Surface-Hardware. Ebenso gehören Xbox und Bing zum betroffenen „More-Personal-Computing“-Segment, der PC-Sparte Microsofts. Für alle anderen Geschäftsbereiche bleiben die bisherigen Umsatzprognosen gültig. Vor allem die Windows-Nachfrage erweise sich als weiterhin hoch, so der Hersteller.

Microsoft unterstützt globale Bemühungen

Oberste Priorität räume Microsoft dem Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Partner im Umgang mit dem Coronavirus ein. Zudem unterstütze das Unternehmen aktiv die Bemühungen der Gesundheitsbehörden in aller Welt durch Spenden und die Bereitstellung von Technik.

Die Microsoft-Aktie reagierte auf die Mitteilung nachbörslich mit Verlusten und drehte ins Minus. Am heutigen Donnerstagvormittag notiert die Aktie bei 170,17 Dollar und damit um über 20 Dollar niedriger als noch im Februar. Dem war allerdings auch ein überproportionaler Anstieg vorhergegangen.

Microsoft ist nicht der einzige Hersteller, der seine Umsatzprognosen nach unten korrigieren muss. So hatte Apple schon vor einer knappen Woche auf die durch das Coronavirus vor allem beim iPhone auftretenden Lieferengpässe reagiert und seine Umsatzerwartung abgeschwächt.

Passend dazu: Weniger iPhone-Verkäufe: Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose

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2 Kommentare
Meda

Die aktuelle Situation zeigt deutlich welche Auswirkungen es haben kann, sich bei kritischen Teilen der Lieferkette auf nur eines oder wenige Länder zu beschränken. Die Produktion in China ist für viele Firmen mittlerweile so wichtig, dass eine lokale Krise massiv die Aktienmärkte beeinflussen kann.

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Dieter Petereit

Kaum zu glauben, wie eindimensional Wirtschaftslenker denken. Hauptsache billig.

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