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Etsy, Amazon Handmade und Co.: Diese Dawanda-Alternativen gibt es

Dawanda-Alternativen: Was können Etsy, Palandu und andere? (Foto: Katalin Balassa / Shutterstock)

Seit Ende August ist Dawanda, der Online-Marktplatz für Selbstgemachtes, nun Geschichte. Wir stellen euch alternative Plattformen vor, auf denen ihr als Händler eure Handmade-Produkte verkaufen könnt.

Zwölf Jahre lang war Dawanda der Inbegriff für handgemachte Produkte und Do-it-yourself-Projekte. Ende August 2018 musste der Marktplatz jedoch seine Pforten schließen. Das Aus für den Marktplatz bedeutet natürlich nicht das Aus für die ganze Handmade-Szene. Wir zeigen euch, welche anderen Marktplätze sich als Dawanda-Alternative anbieten.

Etsy

Das amerikanische Portal Etsy galt lange als größter Dawanda-Konkurrent und hat das deutsche Pendant nach dessen Aus übernommen. Dafür erstellte Dawanda für seine Händler ein Tool, das den Umzug zu Etsy vereinfacht, in dem es Bewertungen und Produktbeschreibungen automatisch migrierte. Nur Rechtstexte, wie die AGB, mussten manuell übernommen und angepasst werden.

Etsy
Dawanda empfiehlt Verkäufern und Kunden den Umzug zu Etsy. (Screenshot: Etsy / t3n)

Konditionen bei Etsy:

  • Einstellgebühr: 0,17 Euro (Die Gebühr wird mit 0,20 US-Dollar abgerechnet und dann je nach Wechselkurs in die jeweilige Landeswährung umgerechnet.)
  • Kosten bei Verkauf: fünf Prozent Transaktionsgebühr und vier Prozent + 0,30 Euro Zahlungsbearbeitung
  • Zahlungsmöglichkeiten: Klarna, Sofortüberweisungen, Paypal, verschiedene Kredit- und Debitkarten, Google Wallet, Apple Pay und Etsy-Gutscheine
  • Beträge aus den Verkäufen werden direkt auf das Bankkonto des Händlers überwiesen
  • App „Verkaufen auf Etsy“ ermöglicht Shop-Verwaltung unterwegs
  • Statistiken zum Shop helfen bei der Optimierung
  • Verkauft werden darf Handgemachtes, Vintage-Artikel (mindestens 20 Jahre alt) und Material sowie Werkzeug

In der Standardvarianten kommen keine zusätzlichen monatlichen Kosten auf euch zu. Bei Etsy Plus erhaltet ihr für 8,50 Euro im Monat (ab Januar 2019 17,10 Euro) mehr Gestaltungsmöglichkeiten für euren Shop, könnt Kunden auf eure eigene Internetseite weiterleiten oder benachrichtigen, wenn Produkte wieder verfügbar sind und ihr spart euch die Einstellgebühr. Außerdem erhaltet ihr 4,30 Euro als Guthaben für gesponserte Produkte.

Productswithlove

Productswithlove ging erst Mitte Juli 2018 an den Start. Der Marktplatz richtet sich an DIY-Fans aus dem DACH-Raum. Privatverkäufer oder Händler von Massenware aus Übersee passen laut Gründer Marco Beckmann nicht ins Konzept von Productswithlove.

Auch Productswithlove bietet Interessierten ein Konverter-Tool an, um Produktdaten von Etsy, Gambio, Dawanda oder Epages zu übernehmen und im eigenen Productswithlove-Shop wieder hochzuladen.

Productswithlove
Productswithlove startete direkt nach dem Aus von Dawanda. (Screenshot: Productswithlove / t3n)

Konditionen bei Productswithlove:

  • keine Einstellungsgebühr
  • Provision: drei Prozent
  • Standard-Shop begrenzt auf 50 Artikel
  • Premium-Shop für monatlich fünf Euro mit bis zu 100.000 Artikeln

Darüber hinaus bietet Productswithlove unabhängig von der Shop-Kategorie kostenpflichtige Zusatzleistungen an:

  • Artikel farblich hervorheben: 0,05 Euro
  • Untertitel: 0,05 Euro
  • Logenplatz, Kategorie: 0,10 Euro
  • Logenplatz, Startseite: 0,20 Euro

Besonders interessant für Anbieter dürfte die Kooperation von Productswithlove mit verschiedenen Anwaltskanzleien sein, bei der abmahnsichere Rechtstexte erstellt und monatlich aktualisiert und geprüft werden können. Die Kosten dafür liegen bei acht bis zehn Euro monatlich.

Amazon Handmade

Dass auch Amazon seine Fühler in den Selfmade-Markt ausstreckte, dürfte 2016, als Amazon Handmade in Deutschland an den Start ging, kaum überrascht haben. Vor allem die große Reichweite macht Amazon Handmade so attraktiv. Immerhin tummeln sich über 300 Millionen Kunden aus 180 Ländern auf Amazon. Ebenso groß ist jedoch auch die Konkurrenz. Um auf Amazon Handmade verkaufen zu können, müssen sich Interessierte bewerben. Erst nach positiver Prüfung erfolgt eine Einladung zum Marktplatz. Als Voraussetzung nennt Amazon: „Alle im Amazon-Handmade-Shop angebotenen Produkte müssen handgefertigt sein, das heißt, sie müssen vollständig von Hand erstellt, geändert oder zusammengefügt sein (Bausätze sind nicht zulässig). Die Produkte müssen von ihnen (dem Kunsthandwerker), einem ihrer Mitarbeiter (wenn ihr Unternehmen bis zu 20 Mitarbeiter hat) oder einem Mitglied ihrer Genossenschaft (wenn ihre Genossenschaft bis zu 100 Personen umfasst) handgefertigt werden.“ Massenware oder Produkte von anderen Handwerkern sind nicht gestattet.

Amazon Handmade
Amazon Handmade überzeugt vor allem mit seiner großen Reichweite. (Screenshot: Amazon / t3n)

Konditionen bei Amazon Handmade:

  • Keine Grundgebühr und keine monatlichen Gebühren
  • Verkaufsgebühr in Höhe von zwölf Prozent

Palundu

Palandu ging im Januar 2017 an den Start und hat bereits über 6.000 Mitglieder versammelt. Palandu wirbt damit, dass alle Produkte genau daraufhin geprüft werden, ob sie auch tatsächlich handgemacht sind.

Palandu
Palandu ist eine verhältnismäßig kleine Plattform mit dennoch hoher Produktvielfalt. (Screenshot: Palandu / t3n)

Konditionen bei Palandu:

  • Keine Einstell- und Verkaufsgebühren
  • Silber-Mitgliedschaft: 6,66 Euro im Monat, sechs Monate Laufzeit, 150 Produkte
  • Gold-Mitgliedschaft: 5,00 Euro im Monat, zwölf Monate Laufzeit, 150 Produkte
  • Upgrades für mehr Produkte ab fünf Euro bis zum Ende der Mitgliedschaft

Fairmondo

Nicht nur Selbstgemachtes, sondern vor allem Fairtrade- und Ökoprodukte von kleinen Herstellern und gebrauchte Raritäten gibt es auf Fairmondo. Außerdem können auf Fairmondo Produkte auch getauscht, verliehen oder verschenkt werden. Der Marktplatz agiert dabei als Genossenschaft, die bereits über 2.000 Mitglieder vereint.

Fairmondo
Fairmondo setzt auf Öko und Fairtrade. (Screenshot: Fairmondo / t3n)

Konditionen bei Fairmondo

  • Keine Einstellgebühren
  • Keine Verkaufsgebühren für private Verkäufer
  • Für gewerbliche Händler: sieben Prozent Verkaufsgebühr, maximal jedoch 30 Euro; vier Prozent (maximal 15 Euro) bei fair gehandelten Produkten

Je ein Prozent der Provisionen wird von Fairmondo an Initiativen gespendet, die sich für Korruptionsbekämpfung einsetzen.

Dohero

Hinter Dohero stehen die Macher von Stoffwelten.de. Bei der Anmeldung für das Verkaufen müssen Nutzer einen Gewerbeschein hochladen. Hobbyverkäufer, die häufig an der Steuer vorbei arbeiten, gibt es hier also nicht. Verkauft werden dürfen handgefertigte Produkte und Material sowie Download-Produkte wie Anleitungen. Dohero arbeitet außerdem mit verschiedenen Anbietern zusammen, die bei der Erstellung von Rechtstexten helfen.

Dohero
Dohero wurde von den Stoffwelten-Machern ins Leben gerufen. (Screenshot: Dohero / t3n)

Konditionen bei Dohero

  • Keine Grund- oder Einstellgebühren
  • Verkaufsprovision in Höhe von acht Prozent

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4 Reaktionen
Karin

Palundu ist sehr unseriös. Ich habe am 18. September die 60 Euro plus 20 Euro für mehr Produkte überwiesen und kann bis jetzt kein einziges Produkt einstellen, weil mir angezeigt wird, ich soll die Premium Mitgliedschaft kaufen. Von palundu bekomme ich keine Antwort

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Maike

Ich denke auch, dass man da noch Tahai erwähnen müsste, aber Emerondo wird wohl doch nichts, der Blog ist jetzt leer und es ist Oktober. Schade, denn das Genossenschaftsmodell fand ich eine sehr gute Idee :-(

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Angie

Dohero ist beim Abmahnverband IDO!!! Das ist das Allerletzte und das wissen SIe auch, deshalb beantworten SIe keine Fragen dazu, sondern löschen Sie. Ich hatte mich sehr auf Dohero gefreut, aber das und der Umgang mit Händlern ist eine Frechheit. Davor kann mna nur warnen!

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Kati

Ich verkaufe neben Palundu und PWL auch auf Tahai. Und Emerondo steht auch in den Stsrtlöchern. Die könnte man noch erwähnen...

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