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Delivery-Hero-Gründer steckt Millionen in die Lieferando-Konkurrenz Wolt

Seriengründer und Investor Lukasz Gadowski. (Foto: dpa/Andreas Gebert)

Lesezeit: 1 Min.
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Der Delivery-Hero-Mitgründer Lukasz Gadowski steckt 7,5 Millionen Euro in den Essenslieferdienst Wolt. Seine Expertise soll dem finnischen Startup bei der gerade gestarteten Deutschlandexpansion helfen.

Eigentlich hatte Takeaway.com die Schlacht um den deutschen Markt mit Essenslieferungen schon Ende 2018 für sich entschieden. Nachdem das holländische Unternehmen das Deutschlandgeschäft von Delivery Hero für 930 Millionen Euro übernommen und im Rahmen des Zukaufs die Marken Lieferheld, Pizza.de und Foodora eingestellt hatte, gab es im Grunde nur noch den ungleich kleineren Konkurrenten Deliveroo. Der zog sich kurz darauf aber ebenfalls aus Deutschland zurück. Seit August 2020 versucht es jetzt jedoch auch der finnische Konkurrent Wolt in Deutschland – und erhält dazu jetzt prominente Unterstützung.

Ausgerechnet der Delivery-Hero-Mitgründer Lukasz Gadowski investiert 7,5 Millionen Euro in Wolt. Gadowski steckt aber nicht nur einen Teil seines Vermögens in das finnische Startup. Nach Informationen des Handelsblatts will Gadowski auch sein Wissen über den deutschen Markt einbringen. Für Lieferando-Betreiber Takeaway.com eher unschöne Aussichten. Immerhin hat das holländische Unternehmen vor zwei Jahren viel Geld bezahlt, um sich hierzulande eine marktbeherrschende Stellung zu sichern.

Als Teil des Deals hatte sich Delivery Hero bereiterklärt, den eigenen Heimatmarkt ganz aufzugeben und nicht mehr in Konkurrenz zu Takeaway.com-Tochter Lieferando zu treten. Allerdings investiert Gadowski mit seinem Privatvermögen in Wolt. Weswegen die Beteiligung von der Abmachung mit Takeaway.com nicht betroffen ist.

Noch ist Wolt in Deutschland keine große Gefahr für Takeaway.com

Noch bleibt Wolts Engagement in Deutschland überschaubar. Der Dienst ist vorläufig nur in Teilen von Berlin aktiv. Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Demnächst soll nach Frankfurt und München expandiert werden. Erste Stellen sind bereits ausgeschrieben.

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Langfristig zieht es Wolt-Chef Miki Kuusi an die Börse. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es jedoch nicht. Sein Unternehmen ist derzeit in rund 80 Städten in 23 Ländern aktiv. Die meisten davon liegen in Europa. Seit März 2020 ist der finnische Anbieter aber auch in Japan aktiv und seit September konkurriert Wolt dort auch mit dem von Gadowski mitgegründeten Unternehmen Delivery Hero.

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