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Studie: Welches Schicksal erwartet die Telekom-Branche?

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Szenario „Schalterhalle“

Ein weiteres Szenario beschreibt den umgekehrten Fall. Hier haben die Telcos die Verantwortung für die Netze an sogenannte Vendoren, also Dienstleister, abgegeben und fokussieren sich allein auf die Kundenbeziehungen. Sie bieten den Nutzern innovative und netzunabhängige Services aus der Cloud.

Ihr Kapital sind dabei die umfassenden Kenntnisse der Kundenerwartungen und -bedürfnisse, die sie mit maßgeschneiderten Angeboten erfüllen können. Dazu betreiben sie aufwendige Datenanalysen und Segmentierungen, bieten hybride Pricing-Modelle und agieren grenzübergreifend. Auch hier unterhalten sie eine Cloud-gestützte Plattform in einem offenen Ökosystem.

Szenario „Abstieg zum Marken-Zombie“

Im vierten und letzten Szenario haben Telco-Unternehmen die Kernkompetenz sowohl im technischen Bereich an Vendoren als auch bei den Kunden an andere Player wie Internet- oder Tech-Konzerne verloren. Ihre Rolle beschränkt sich auf die einer „Sales-Division“ im Rahmen einer größeren Struktur. Ihre Existenzberechtigung liegt dabei hauptsächlich in der Markenreputation, die sie sich in besseren Zeiten erwerben konnten. Hauptsächlich werden sie Account-Manager an wenigen europäischen Hubs beschäftigen – und in die sogenannte Brand-Awareness investieren.

„Die Telekommunikationsunternehmen müssen sich entscheiden, welche Rolle sie zukünftig einnehmen wollen“, rät Alexander Mogg von Deloitte vorsorglich schon jetzt. Je nach Szenario erfordere das „natürlich unterschiedliche Strategien und Fähigkeiten“. Unabhängig davon sei es aber in jedem Fall ratsam, „bereits heute aktiv an regulatorischen Diskursen zu partizipieren, virtuelle und offene Plattformen zu entwickeln – und den potenziellen Nutzen von Technologien wie Künstliche Intelligenz und Automatisierung gezielt zu prüfen“. Außerdem gelte es, die Marke zu stärken und das Employer-Branding auszubauen, „um sich die besten Talente im Markt zu sichern“.

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Rolf Lorenz
Rolf Lorenz

Sehr interessaner Artikel

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