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Das hat Salesforce aus Demandware gemacht: Die Commerce-Cloud in der Übersicht

Suitsupply, ein Händler, der die Salesforce-Commerce-Cloud nutzt. (Screenshot: Salesforce)

Demandware geht vollständig in der Salesforce Commerce-Cloud auf. Ein Überblick über die laufende Transformation und die Features der Commerce Cloud.

Nach dem Kauf von Demandware geht die Software und das Unternehmen voll in der Salesforce-Welt auf, die Website in den USA und Deutschland ist bereits auf Salesforce umgestellt. Es ist also klar, was bisher nur angenommen wurde: Demandware existiert als Marke bald nicht mehr weiter. Die SaaS-Lösung wird vollständig in die Salesforce-Welt integriert.

Wir haben für euch einen Live-Bericht vom Salesforce-Hausevent Dreamforce aus San Francisco über den Fortschritt der Integration – und über den Funktionsumfang der neuen Commerce Cloud von Salesforce.

Aus Demandware wird die Salesforce-Commerce-Cloud. (Screenshot: Salesforce)

Wie weit Demandware schon in die Salesforce-Welt integriert ist

Was ist also bisher passiert mit Demandware? Seit dem Zukauf arbeiten Salesforce und Demandware intensiv an der Integration der SaaS-Lösung in die Salesforce-Welt. Da schon umfangreiche Salesforce-Integrationen zum Zeitpunkt der Übernahme bestanden, ist auf der Dreamforce schon viel präsentiert worden, dass darauf schließen lässt, dass Kunden schon jetzt auf ein eng verzahntes System zugreifen können. Trotzdem ist die Übernahme erst einige Monate alt, aus Unternehmenskreisen ist deshalb auch zu hören, dass noch einige Arbeit vor den Commerce-Cloud-Mitarbeitern steht.

Ein gutes Beispiel für die Integration der Salesforce-Welt ist der interaktive Customer-Journey-Builder: Ein Salesforce-Drag-and-Drop-Tool, das mit wenigen Klicks eine Automatisierung verschiedener Marketing- und Service-Aktionen ermöglicht. Zum Beispiel für Retargeting-Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg. Dieses visuelle Tool wurde bereits funktionierend demonstriert – ebenso intelligente Produktempfehlungen aus der AI-Küche von Einstein, Salesforces neuer Artificial-Intelligence-Cloud. Ausgeliefert wird aus der Commerce Cloud an alle Touchpoints: Facebook, Pinterest, FB-Messenger, Stationär, Onlineshop oder App.

Salesforce for Commerce: Aktuelle Zahlen

Salesforce lieferte auch aktuelle Zahlen, die einen Einblick ermöglichen, wie groß die Salesforce-E-Commerce-Welt ist.

  • 16 Milliarden US-Dollar E-Commerce-Handelsumsatz wird jährlich über die Plattform bewegt (Gross Merchandise Volume, GMV).
  • 8,5 Milliarden US-DOllar stationärer Handelsumsatz wird jährlich über die Plattform bewegt (Gross Merchandise Volume, GMV).
  • 1800 E-Commerce-Websites in 53 Ländern.
  • Rund 200 Partner-Integration, die im Salesforce-AppExchange zur Verfügung stehen.

Die Salesforce-Commerce-Cloud in der Übersicht

(Screenshot: Salesforce)

In einer eigenen Keynote liefert Salesforce eine Funktionsübersicht über die Commerce Cloud, das wichtigste nachfolgend in der Übersicht.

Features

  • Mobile-First-Point-of-Sale für das stationäre Geschäft.
  • Mobile-First-Onlineshop.
  • Gemeinsame, globale, Datenhaltung für alle Kanäle.
  • Multi-Site und -Währungsfähig und mehrsprachig.
  • Globale Infrastruktur: 45 Auslieferungspunkte weltweit und ein Content-Delivery-Network.
  • Apple Pay Mobile Web+, bezahlen mit dem neuen Apple-Pay-Dienst im Onlineshop.
  • Kontext-Commerce-Integrationen für Pinterest, Facebook und andere Messenger-Kanäle.
  • Offene APIs.

Backend-Features

Eine eigene Business-Manager-App, die eine simple Verwaltung des Produktkatalogs, Warenbestandes, Werbeaktionen und der Preisgebung ermöglicht. Visueller Editor für die Automatisierung von Marketing-Kampagnen, für's A/B-Testing und das SEO-Management.

Predictive Commerce mit „Einstein“

Die Predictive-Commerce-Funktionen der Commerce Cloud kommen aus der neuen AI-Cloud von Salesforce, die auf den Namen „Einstein“ hört. Einstein stellt zum einen Händlern vom Start weg ein Set an speziellen Datenmodellen für den Handel zur Verfügung, welche auf Verhaltensmustern basieren, die auf der gesamten Salesforce-Plattform gesammelt und erzeugt wurden. Zum anderen erzeugt Einstein Vorhersagen, wie sich jeder einzelne Kunde verhalten wird und bezieht das aktuelle Kundenverhalten in seine Berechnungen mit ein, was zu immer kundenspezifischeren Empfehlungen führt.

Predicitve Commerce ist bereits ohne Aufpreis in der Commerce-Cloud-Lizenz enthalten und steht auch existierenden Salesforce-Kunden zur Verfügung.

  • Mit „Predicitve Sort“ erhalten Shopbetreiber automatisierte Generierung und Sortierung der Produktfeeds und Suchergebnisse im Onlineshop.
  • Predictive Analytics: Ein Handels-Daten-Modell für alle in der Cloud, integrationsfrei.
  • Jede E-Commerce-Seite sendet automatisch Clickstream-Daten zu „Einstein“.
  • Zugriff auf den App Exchange, den Saleforce-App-Store für Zusatzanwendungen und Features.
  • Community-Cloud-Integration.
  • Service-Cloud-Integration.
  • Instant-Messenger-Integration für Facebook, WhatsApp, etc.

Demandware, beziehungsweise die Salesforce-Commerce-Cloud, wird aktuell von S.Oliver, Puma, Adidas und vielen anderen genutzt. Zwei kreative Anwendungsbeispiele von Onlinehändlern werden wir euch in einem späteren Artikel detaillierter beschreiben.

Dieses Thema von der Dreamforce wird dich auch interessieren: Die mobile Revolution ist vorbei, Revoluzzer pack deinen Koffer.

Disclosure: Die Reise unseres Autors zur Dreamforce-Konferenz in San Francisco wurde von Salesforce.com finanziert. Einfluss auf die Berichterstattung hat das nicht.

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Eine Reaktion
Christian Fischer,

Die Integration unterliegt einem ambitionierten Zeitplan. Das bisher so reibungslose und zügige Fortschreiten läßt auf eine sehr gute Vorplanung und wirklich gutes IT-Projektmanagement schließen.

Was ich mich bloß frage ist, wie lange die KI Einstein einen Wettbewerbsvorteil darstellt, wenn Ihre Daten von den Shops und Kunden der Salesforceplattform stammen. Je mehr Wettbewerber mit der gleichen Zielgruppe und ähnlichen Produkten und Dienstleistungen auf der Plattform sind, umso ähnlicher dürften die Kampagnen aussehen. Das wird sicher langfristig den Erfolg am Kunden schmälern. Fraglich wie da dauerhaft durch KI Umsatz gesteigert werden soll - zumindest für mich als Unternehmen.

Es steht außer Frage, das Salesforce dabei nicht zu den Umsatzverlierern zählt. Ich glaube perspektivisch wird die Wahl der Softwareplattform nicht nur von seinen Funktionen und technischen Features abhängen.

Es wird bedeutend sein, ob sich viele meiner Konkurrenten ebenfalls auf der Plattform befinden. Damit sollte ich eventuelle auf die beste Plattform verzichten, wenn ich mir damit als Unternehmen, die Transparenz bzw. das Kundenverhalten besser zu nutze machen kann.

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