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Ratgeber

Designer, Finger weg von neuen Web-Technologien

Lass mal. Ich baue lieber ein Float ein. (Bild: Solirisys/Shutterstock)

Natürlich sind wir Designer gerne immer ganz vorne dabei. Wenn es um den Einsatz neuer Technologien geht, sollten wir aber durchaus zurückhaltend sein.

Wenn der Evangelist ruft...

Und schon wieder erscheint ein neues Framework mit dem gleichen Anwendungszweck wie die drei Frameworks davor und die sechs davor. LESS nehmen wir nicht mehr, wir nehmen jetzt SCSS. Flexbox ist super, aber CSS Grid ist sogar noch besser. Am besten verwenden wir beide zusammen. Sicher, wir sind im Grunde nur noch am Lernen, aber ist das nicht das tolle an diesem Beruf? Die Technologien entwickeln sich so schnell, dass wir kaum Schritt halten können. Diejenigen unter uns, die das schaffen, werden Evangelisten für diverse Unternehmen oder machen sich als Speaker einen Namen beim fröhlichen Konferenz-Hopping. Wenn es gut läuft, verdienen sie sogar Geld damit.

Evangelist: „Ich verspreche euch blühende Landschaften.” (Bild: Freedom Studio/Shutterstock)

Und die anderen von uns, die mit echter Kundenarbeit echtes Geld verdienen müssen, schauen etwas verunsichert auf das Spektakel und fragen sich, ob sie etwas falsch machen. In kaum einer anderen Branche ist das Impostor-Syndrom (Hochstapler-Syndrom) so verbreitet, wie in unserer, und auch der Anteil psychischer Erkrankungen ist beachtlich. Damit will ich nicht sagen, dass der rasante technologische Fortschritt zwangsläufig die Ursache dafür sein muss. Aber klar ist für mich, dass ohnehin schon belastete Gemüter durch die Situation nicht eben beruhigt werden.

Selbst, wenn es dir psychisch ganz prima geht und du mit Freude jeden Beitrag zu brandneuen Tools oder anderen Entwicklungen verschlingst, solltest du vorsichtig sein. Ich erwähnte weiter oben schon die Begriffe „echte Kundenarbeit” und „echtes Geld”. Und genau darum geht es doch wohl für die meisten von uns.

Wir wollen nicht nur professionell auf der Höhe der Zeit sein. Wir wollen und vor allem müssen damit auch Geld verdienen. Die Geschichte des Web ist voll mit Erfahrungen, die belegen, dass das Geldverdienen sich nicht uneingeschränkt mit dem Beherrschen der neuesten Technologien verträgt.

Kommt natürlich immer darauf an, was man unter „Geldverdienen” versteht. (Bild: KevinWood/Shutterstock)

Denn die Kunden sind weitaus weniger begeisterungsfähig für den neuesten Hype. Sie legen weit mehr Wert auf die möglichst breite Verfügbarkeit ihrer digitalen Angebote als darauf, mit ihren Präsenzen den Benchmark des technisch Machbaren zu markieren.

Der Fortschritt ist rasant, die Browserunterstützung nicht

Wenn wir davon ausgehen, dass sich auch der Kunde wiederum einen ROI (Return on Investment) von seinen Ausgaben für Design verspricht, dann müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir keinen Browser außen vor lassen dürfen. Schauen wir dann auf eine aktuelle Übersicht der Marktanteile gängiger Browser, wird klar, zu was uns diese Erkenntnis bringt.

Laut Marktanteilsmessung von Netmarketshare waren im Juni 2017 immer noch fast 17 Prozent aller Nutzer mit einer Version des Internet Explorer unterwegs. Selbst Uralt-Browser, wie Konqueror, werden (mit minimaler Verbreitung) noch zum Surfen benutzt. Natürlich dominieren Chrome mit fast 60 und Firefox mit rund 12 Prozent. Auch Edge kommt inzwischen auf einen Anteil von rund sechs Prozent. Alle Werte gelten für die Desktop-Nutzung.

Selbst bei den auf den ersten Blick modernen Browsern Chrome und Firefox stellen wir bei näherem Hinsehen fest, dass eine große Vielfalt unterschiedlicher Versionen der beiden Marktführer im Einsatz sind. Dabei ist die Version mit der höchsten Verbreitung immer jene, für die es bereits drei bis vier Updates gibt. Wir können also nicht einmal mit Blick auf einen einzelnen Browser von Kompatibilität über die gesamte installierte Basis ausgehen.

Chrome war schon immer beliebt. (Bild: April Dunn/Shutterstock)

Dieses Problem war in der Vergangenheit noch größer. Es existiert jedoch nach wie vor und hält uns davon ab, den jeweils nächsten Schritt in Sachen technologischer Umsetzung zu gehen. Selbst ein Anteil von 16 Prozent ergibt bei 1.000 Kaufinteressenten schon die absolute Zahl von 160 BesucherInnen, die im Zweifel nicht zu Käufern werden, weil du die Website auf zu aktuelle Standards gegründet hast. Kannst du nicht machen.

Du magst mir jetzt entgegen halten, dass es doch haufenweise Polyfills für dieses und jenes gibt. Da hast du zwar Recht, aber bezahlt dein Kunde dich wirklich dafür, dass du teils viel Aufwand in die Umsetzung eines Workaround steckst, von dem er nicht einmal wusste, dass es erforderlich ist? Meine Erfahrung ist, dass genau diese Art von Aufwand eher ungern gesehen, geschweige denn bezahlt wird.

Vermeide den Pseudo-Fortschritt

Abseits der echten Fortschritte in Sachen Standardisierung werden wir täglich begleitet von etwas, dass ich am ehesten als Pseudo-Fortschritt bezeichnen würde. Damit meine ich die ganzen Tools, Frameworks, Boilerplates und andere Klimmzüge, denen allen das grundlegende Anliegen gemeinsam ist, aber die die Umsetzung jeweils nach ihren eigenen Vorstellungen definieren. Bei t3n findest du etwa diesen Beitrag zum Thema.

(Quelle: Dr. Web / Dieter Petereit)

Von diesem Pseudo-Fortschritt hältst du dich am besten gleich komplett fern. Denn an dieser Stelle investierst du immer wieder aufs neue einen Lernaufwand, der sich niemals amortisieren wird. Definiere deinen Werkzeugkasten für echte Kundenarbeit sorgfältig und baue ihn nur dann um, wenn es wirklich triftige Gründe dafür gibt.

Stelle sicher, dass dein Basiswissen breit auf Standards fußt

Wenn du gerade ins Designerleben einsteigst, dann mach bloß nicht den Fehler, dich direkt etwa Bootstrap in die Arme zu werfen. Ich kann mich noch gut an die Zeit davor erinnern. So lange ist das nicht her. Und es wird auch eine Zeit nach Bootstrap geben. Konzentriere dich lieber auf die Standards selber und nicht auf spezielle Vereinfachungen. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass du etwa Bootstrap gar nicht verwenden solltest. Schwierig wird es erst, wenn du gar nichts anderes mehr kannst, weil du dich direkt darauf festgelegt hast.

Links React, rechts hinten Angular, vorne rechts Ember. Nicht. (Bild: Syda Productions/Shutterstock)

Spätestens dann, wenn du nicht (mehr) als Einzelkämpfer arbeitest, ergeben sich Prozesse fast von selber. In größeren Teams bedarf es klarer Richtlinien, welches Tool-Set in der Agentur eingesetzt wird. Das ist schließlich auch eine Frage des Projektmanagement und der Fortbildungsplanung. Spätestens hier geht es nicht mehr um die Faszination des Neuen, sondern um harte Euro, die es mit der Arbeit so rationell wie möglich einzuspielen geht.

Fazit: Nicht so forsch, wenn es um Zukunftstechnologien geht

Die Einführung neuer Technologien in den Projektablauf sollte deshalb stets im Rahmen einer sauberen Kosten-Nutzen-Analyse stehen und nicht nur aus Faszinationsgründen erfolgen oder um zu beweisen, dass man auf dem neuesten Stand des Wissens ist. Der wichtigste Zielfaktor sollte ohnehin stets die Kundenzufriedenheit sein. Auf Dauer wird uns dieser Aspekt immer wieder in unseren Möglichkeiten limitieren. Und das ist auch richtig so.

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16 Reaktionen
Benjamin Damm

Was ist das denn für ein Quatsch? Das muss ich wirklich mal so polemisch fragen. Genau wegen solchen Einstellungen sehe ich dann in der Praxis total zusammengefrickelte Webanwendungen, die kaum zu warten sind. Weil jemand keine Lust hatte, sich damit zu beschäftigen, dass der Rest der Welt schon etwas weiter ist. Was spricht dagegen moderne Frameworks einzusetzen nachdem man sich mit ihnen eingehend beschäftigt hat? Gerade im Web haben sich so viele Frameworks herausgebildet, die absolut Sinn machen. Wo es an der Zeit war, einen professionelleren Weg einzuschlagen. Was spricht gegen Dependency Injection in Angular? Etwa die zusammengeschusterten jQuery Mobile Anwendungen? Selbst die Industrie setzt auf diese neuen Technologien. Weil sie aus Sicht der Software-Entwicklung ein Schritt zu mehr Professionalität sind. Und auch Frameworks wie Angular laufen im alten Internet Explorer wenn man sich damit richtig beschäftigt. Gerade in Teams erleichtert es die Arbeit ungemein, wenn es Standards und Design-Richtlinien gibt.

Man kann auch allen Leuten, für die das neumodischer Mist ist, auch einreden sie sollen das mit der Weiterbildung sein lassen. Es kommen ohnehin jeden Tag neue Frameworks heraus. Stimmt. Aber bedeutet das gleichzeitig diese Zeit nicht mehr zu investieren? Aus so einem Hype kann auch schnell mal der Standard werden und dann ist man beispielsweise als Freelancer schnell mal raus.

Und ich weiß sehr genau wie der Agentur-Alltag aussieht. Da wird einfach schnell schnell etwas geliefert nach dem Motto Hauptsache es geht. Ich kenne auch sehr gut den Willen dort, seine Mitarbeiter weiter zu entwickeln, er ist so gut wie nicht vorhanden. Letztendlich geht es darum saubere und gut wartbare Software zu entwickeln. Und was dafür notwendig ist, kann aus einem Framework stammen oder auch nicht. Und mal ganz ehrlich, ich kenne keinen guten Designer der sich ausschließlich auf Bootstrap gestürzt hat. Das Zeug ist Ware von der Stange und in der Praxis, wenn man komplexe Anwendungen baut, kaum zu gebrauchen. Wer darauf maßgeblich aufbaut, ist kein Designer.

Was krankt ist die Agentur-Branche mit ihrer Gier nach Hippness und billigen Preisen an Kunden. Würde man seinen Kunden klar machen, was Qualität bedeutet, statt für eine handvoll Euro Websites zum Dumpingpreis an sie zu verscheuern, gäbe es viele Probleme nicht. Im Agenturumfeld schuften alle bis in die Nacht um dem Kunden irgendwas tolles zu verkaufen. Damit kann man keine Fachkräfte ausbilden, wenn man immer nur an den nächsten Kundenauftrag denkt. Sich immer mit neuen Dingen zu beschäftigen
Ich würde sagen, man muss das ganze reflektiert angehen und Frameworks nur einsetzen wenn man die Grundtechnik versteht und auch ohne zurechtkommen würde. Aber das hier in dieser Allgemeinheit zu Formulieren, mit einem Credo aus "Schuster bleib bei deinen Leisten", halte ich für absolut überzogen.

Antworten
lrrm

Als Freelancer ist man übrigens auch mal schnell weg vom Fenster, wenn man auf das falsche Framework setzt. Das von dir gelobte Angular wurde erst von Google gepusht, dann zerbrochen (Abwärtskompatibilität von v2 zu v1?) und jetzt so halb am Leben gehalten während sich viele schon wieder nach React, bzw. dem Nachfolger von React umschauen. Und? Was machst Du jetzt mit dem Kunden, dem Du für 15k eine Anwendung auf AngularJS aufgesetzt hast?

Sachen Vanilla zu schreiben ist absolut in Ordnung. Statt eines Frameworks sollte man lieber auf eine saubere Dokumentation setzen.

Antworten
Benjamin Damm

AngularJS und Angular(2, 4) verfolgen völlig andere Konzepte und werden beide weiterentwickelt. Ich nutze je nach Anforderung eines der beiden (wie man das übrigens so macht, die Anforderung bestimmt das Framework). Zerbrochen ist da gar nichts. AngularJS ist eher für Webseiten und Angular2 für große Anwendungen. Ich arbeite mit Kunden, die Komponenten in Angular2 zuliefern. Demnach ist mir dein Beitrag wieder zu kurzsichtig. Solche Entscheidungen trifft man auch mit dem Kunden und nicht nur allein.
React ist übrigens eine Library und kein Framework und verfolgt auch völlig andere Ziele.

Ich kann natürlich eine Anwendung mit Rollenverwaltung, JWT Authorization, Routing etc. natürlich auch in React machen. Aber findest du Drittanbieter-Plugins oder eigene Entwicklungen wirklich stabiler und zukunftssicherer?

Ich gebe dem Schreiber des Artikels Recht bei Dingen wie Elm. Hype Driven Development ist definitv ein Fehler.

Und du kannst das sehen wie du willst. Aber auch Angular ist Modular genug, dass du ganz normales Vanilla integrieren kannst. Alles in allem, das ist kein Streit was das bessere Framework ist. Das muss ein begabter Entwickler anhand der Anforderungen festmachen. Ich kritisiere den Artikel, der ziemlich plumb Frameworks allgemein in ungnade stellt. Und das Stock-Image mit der Bildunterschrift unterstreicht das sehr deutlich. Ich finde das ziemlich unreflektiert.

Das ist dieselbe Diskussion wie mit Clouds. Du kannst alles selbst onPremise machen, weil du dich auf keinen Fall an AWS binden willst. Aber wenn du die Vorteile nutzen willst, musst du dich auch binden, das ist ganz normal. Und wenn du alles in Vanilla schreibst, bindest du dann den Kunden nicht an dich und deinen Code, weil ihn vielleicht niemand anderes mehr weiterentwickeln kann?

Versteh mich bitte nicht falsch, aber ein solcher Artikel vertritt eine sehr subjektive Meinung, die einen Anfänger vielleicht in dieselbe Richtung treibt, der darüber nachgedacht hat, sich hier und damit zu beschäftigen. Und er bestätigt jene (zum Beispiel aus dem Management, meistens "alte Hasen", die alles besser wissen, und "früher-war-alles-besser"), die das als Argumentation gegen die Wünsche ihrer Mitarbeiter oder tatsächlicher Anforderungen einsetzen.

Viel Spaß beim Vanilla JavaScript.

Rene Woerz

This! +1

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Markus

Seit nur über 15 Jahre arbeite ich an WebZeugs. Ich gönnen mir den Spaß und probiere viele neue Sachen aus (vielleicht zu viele) und muss aber schon sagen, dass im Enterprise-Segment ich immer stärker wieder zurück ruder, weil es sich bewährt hat, wenn man nicht immer den neusten Kram verbaut. Ist schon komisch, aber viele der neuen Versprechen bleiben bei uns im Team an denen hängen, die den Blick für einen effektiven IT-Betrieb verloren haben. Und "übersichtlicher" oder "besser" ist übrigens immer NUR das, was man selbst beherrscht.

Es klaffen aber auch zwei Welten .. ich persönlich würde gern noch mehr anders machen und in meinen freien Projekten mache ich es auch, aber ich kann nicht behaupten, dass es besser ist. Durch die immer aufwändigeren Sets wird das Gerüst auch durch viele Abhängigkeiten zunehmend fragil.

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Martin

Ich arbeite auch seit einer Dekade in der Webentwicklung und kann den Beitrag nur voll unterschreiben. Ehrlich gesagt halte ich es andersherum für super kurzsichtig, immer wieder neue Techniken einzuführen, wenn man die Seiten später noch warten muss. Da hat man schnell viele Dutzend verschiedene Techniken an der Backe, was den Aufwand am Ende exponentiell erhöht statt ihn zu senken.
Moderat immer mal neue Sachen (sowas wie SCSS z.b. oder grunt) einführen ist natürlich sinnvoll und nötig, aber nicht in der Geschwindigkeit wie sie aktuell teilweise vorherrscht. Das kann nicht richtig sein. Rumspielen kann man auch zu Hause. Oder im Rahmen von freien Probierzeiten auf der Arbeit, da merkt man dann ja was wirklich Sinn macht auch für Kundenprojekte.

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Rene Wörz

"Denn an dieser Stelle investierst du immer wieder aufs neue einen Lernaufwand, der sich niemals amortisieren wird. Definiere deinen Werkzeugkasten [...] und baue ihn nur dann um, wenn es wirklich triftige Gründe dafür gibt."

Das ist einfach falsch. So dachten die "vorsichtigen" Herren damals auch als man von tables auf divs in der Templateerstellung umgestiegen ist. Baukasten... Wer nicht ständig dazulern bleibt kleben. Fakt!

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Werner

Ohne permanente Fortbildung bist du in wenigen Jahren arbeitslos. Ich wundere mich immer über die Festangestellten die meinen, Sie beträfe das nicht..

Antworten
Nico

Der eine bevorzugt LESS, der andere SASS. Wo die Unterschiede genau liegen können mir diese "Profis" dann auch nicht nennen. Ich bleibe dann lieber bei meinem eigenen Standard und nehme das, was ich seit Jahren benutze und womit jeder klar kommt: CSS. Gerade im Support kann man es sich nicht leisten jedes mal etwas neues zu lernen und es den anderen auch noch beizubringen, nur weil es gerade ein Webdesigner Trend ist.
Weiterentwickeln muss man sich, aber man darf die Tools nicht alle paar Monate wechseln!

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Werner

Less ist Javascript - Sass Ruby basierend. Zwischen den beiden gibt ansonsten wenig Unterschied(Syntax). CSS pur ist bei größeren Projekten aufwändig zu schreiben und noch umständlicher zu pflegen. Aber auch für einen OnePager würde ich immer Sass/Less nehmen. Da es völlig kompatibel zu CSS ist...
=> http://sass-lang.com/
Zeigt dir die Vorteile.

Antworten
Rene Wörz

Von einem Trend kann man hier überhaupt sprechen. Die Vorteile von SASS oder Less sind signifikant wenn man nur mal kurz den Guide überfliegt und sich anschaut welche Möglichkeiten es einem bietet: http://sass-lang.com/guide

Ich selber nutze scss für alle Projekte, weil es sich einfach schon wegen der Verschachtelung lohnt. Alleine die Struktur und Übersicht die man sich damit schafft sollte Grund genug sein von nativem CSS abzurücken wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Ein kleines Praxisbeispiel für die Entwicklung von responsiven Webseiten bietet ein unglaublichen Vorteil für die Übersicht deines "Codes" da du so alles was z.B. eine bestimmte Klasse betrifft direkt und gesammelt in einen Selektor schreiben kannst : https://pastebin.com/4xAnn9SK

Wenn man dazu noch eine ordentliche IDE nutzt, welche das Kompilieren beim Speichern übernimmt hat man null Mehraufwand.

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Pat

Ich finde den Beitrag super kurzsichtig und sehe ständig den erhobenen Zeigefinger vor mir. Die Idee nicht jeden Scheiß mitzumachen ist ja richtig, aber wie soll man denn "wirklich triftige Gründe" haben, wenn man nicht mal etwas ausprobiert? Wir können ja auch wieder mit Photoshop statt Sketch digitale Produkte gestalten, oder das HTML mit Tabellen aufbauen. Hat doch funktioniert.

In einer Branche, in der es beinahe täglich neue Anforderungen gibt entwickeln sich auch unsere Werkzeuge stetig weiter oder werden ersetzt. Wenn eure Kunden diese Anforderungen nicht haben: Super, macht weiter so. Aber irgendwann kommt vielleicht der Tag, an dem auch eure Kunden von diesem responsiven Internet hören. Und dann seit ihr leider nicht vorbereitet. Schon verrückt, dass so ein Beitrag in einem Medium erscheint, dass von diesen Neuerungen lebt. Würden wir nicht stetig nach Verbesserung streben hättet ihr diesen Beitrag wohl in Stein gemeißelt.

Komischer Beitrag.

Antworten
Dieter Petereit

Ich plädiere nicht dafür, nichts auszuprobieren oder sich nicht fortzuentwickeln. Ich warne lediglich vor zwei Dingen. Zum einen davor, immer den Cutting Edge Standard ins Live-Projekt zu nehmen und zum anderen, jedem neuen Tool hinterher zu laufen. Eine konservativere Herangehensweise ist beim typischen Kundenprojekt nicht nur finanziell attraktiver, sondern auch seriöser dem Kunden gegenüber.

Komischer Kommentar.

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Werner

=> LESS nehmen wir nicht mehr, wir nehmen jetzt SCSS. Flexbox ist super, aber CSS Grid ist sogar noch besser.
Witzige Vergleiche..

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Tim

Danke für diesen Artikel, ich arbeite seit 15 Jahren in der Webentwickling und habe die Erfahrung gemacht, das gerade die Agenturen, die ihren Kunden immer das "neueste heiße Ding" verkaufen, kurz über lang vom Markt verschwinden. Weil a) die eigenen Ressourcen immer in Beherrschung dieser gesteckt werden statt in die Optimierung ihrer eigenen worksets ( was nicht heißen soll das man nicht neue Sachen implementiert, aber eben dann wenn es Sinn macht) und b) 99% der Kunden nicht bereit sind diesem Mehraufwand zu bezahlen. Am Ende gräbt man sich den eigenen Gewinn ab.

Antworten
lrrm

Ich gebe dem Autor recht, allerdings muss man den Kunden klar machen, dass es dann kein Webseiten für 60 Euro als Thema gibt.

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