Ratgeber

Digital-Experience-Plattform: Was ist das eigentlich?

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Globale Unternehmen profitieren von Cloud-Anbindung

Global aktive Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Serverkapazitäten und Website-Infrastruktur weltweit verteilt vorzuhalten. Kosten können jedoch schnell steigen, Agilität und operatives Handling darunter leiden. Allerdings benötigen gerade diese Unternehmen eine stets verfügbare, performante und in Hinblick auf Kampagnensteuerung und Nutzerzahlen gut skalierbare Auslieferung aller digitalen Inhalte. Mit einer DXP ist vor allem Unternehmen gedient, die nicht in eigene Serverkapazitäten investieren wollen. Viele Anbieter stellen ihr DXP-Angebot als Cloud-Service inklusive integrierter Content-Delivery-Systematik zur Verfügung. So lassen sich Inhalte über Landesgrenzen hinweg kostengünstig spiegeln und bedarfsgerecht um weitere Kapazitäten ergänzen. Das hilft, auf hohe Lasten zu reagieren.

Langfristige Bindung an eine Infrastruktur

Bevor Unternehmen die Entscheidung für eine DXP treffen, sollten sie bedenken, dass sie sich damit wahrscheinlich über mehrere Jahre an ein System binden. Aktuell ist nur bedingt absehbar, wie sich diese Plattformen am Markt entwickeln. Zwar sind sie derzeit im Gartner-Quadranten für Web-Content-Management gut positioniert, die Tendenz für die kommenden Jahre ist jedoch bisher nicht vollständig prognostizierbar. Ein weiterer Nachteil besteht in einem eher fixen Set an Funktionalitäten, das zur Verfügung steht. Dieses hängt stark von der Produktentwicklungsstrategie des DXP-Herstellers ab. Darüber hinaus müssen Unternehmen teilweise hohe Lizenzkosten zum Erwerb von DXP-Kapazitäten in ihre Entscheidung einbeziehen.

Je nach System sind Lizenzmodelle mit Zeit-, Nutzer- oder Kapazitätsbezug üblich. Vor allem Unternehmen mit bisher quelloffener Infrastruktur müssen sich umstellen. Wenn sie neben einem quelloffenen CMS weitere Open-Source-Anwendungen wie ERP, CRM und PIM benutzen, macht sich schnell bemerkbar, dass die bisherige Flexibilität beim Wechsel auf eine DXP nicht mehr vollständig gegeben ist. Die meisten DXPs verfügen zwar über Schnittstellenfunktionen, die schnelle Integration eines anderen Systems ist jedoch eingeschränkt.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Unternehmen sollten eine Entscheidung zugunsten einer DXP gut durchdenken. Für diese Systeme sprechen der globale Ansatz, die funktionale Vielfalt und die Personalisierungs- und Automatisierungsoptionen – Themen, die zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Zudem überzeugt eine DXP durch einen anderen Fokus: Im Mittelpunkt steht eine möglichst optimale Kundenansprache, die die Nutzerbedürfnisse in den Fokus rückt. Gleich welche Branche und welches Unternehmen: Für alle empfiehlt sich eine möglichst objektive Auswahl – über die reinen Nutzenversprechen der Systemanbieter hinaus.

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