Anzeige
Anzeige
News

Digital Wallets ermöglichen es, mit gestohlenen Kreditkarten zu zahlen

Sicherheitsexpert:innen haben ein beunruhigendes Szenario gezeichnet: Laut ihnen können Digital Wallets wie Google Pay verwendet werden, um Transaktionen mit gestohlenen Kreditkarten durchzuführen.

Von Christian Bernhard
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

(Foto: dennizn / Shutterstock)

Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in einem Artikel mit dem Titel „In Wallet We Trust: Bypassing the Digital Wallets Payment Security for Free Shopping“, welcher auf „kritische Mängel in den Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Zugriffskontrollmechanismen wichtiger digitaler Wallet-Apps und US-Banken“ stieß.

Anzeige
Anzeige

So gelingt den Cyberkriminellen der Betrug

Darin zeigen sie auch, wie ein solches Szenario aussehen kann. Ein Angreifer stiehlt einer Person eine Kreditkarte. Anhand des Namens des Karteninhabers, der auf der Karte aufgedruckt ist, ermittelt der Angreifer anhand von Online-Datenbanken die Adresse des Opfers. Daraufhin versucht der Cyberkriminelle, die Karte zu verschiedenen digitalen Wallets hinzuzufügen.

Da Wallets unterschiedliche Authentifizierungsmethoden verwenden, ist jedes Wallet, das zur Authentifizierung eine Adresse oder Postleitzahl erfordert, für den Angriff geeignet. Sobald der Angreifer die Karte zu seinem Wallet hinzugefügt hat, kann er laut den Expert:innen damit Transaktionen durchführen, selbst wenn der Karteninhaber die Karte sperren lässt.

Anzeige
Anzeige

Expert:innen: Die Karte zu sperren, hilft nicht

Banken würden beim Authentifizierungsprozess oft Daten wie das Geburtsdatum, die letzten vier Ziffern der Sozialversicherungsnummer oder die Rechnungsadresse abfragen. An solche Daten kommen Cyberkriminelle oft über Datenleaks.

Sobald die gestohlene Karte zum Wallet des Cyberkriminellen hinzugefügt wurde, kann er damit Einkäufe tätigen. Die Karte zu sperren, hilft laut The Register nicht – denn wenn die Karte authentifiziert wird, stellt die Bank ein Token aus, das Einkäufe autorisiert und in der digitalen Wallet gespeichert wird. Derselbe Token wird auch der Ersatzkarte zugeordnet, wenn die Bank sie neu ausstellt.

Anzeige
Anzeige

Sinnvolle und weniger sinnvolle Passworttipps

Sinnvolle und weniger sinnvolle Tipps für Passwörter Quelle: Shutterstock/ Vitalii Vodolazskyi

Ergebnisse wurden an Banken und Anbieter weitergeleitet

„Wenn der Benutzer den Kartenverlust meldet, sperrt die Bank die verlorene Karte und stellt dem Benutzer eine neue Karte aus“, heißt es in dem Dokument. „Sie aktualisiert jedoch nicht den zugehörigen Token, sondern verknüpft den alten Token mit der neuen Karte.“ Grundsätzlich überprüfe die Bank nicht, ob das Wallet, das den aktualisierten Token erhält, auch der Karteninhaber:in gehört.

Die Sicherheitsexpert:innen erklärten, dass sie ihre Ergebnisse im April 2023 an relevante US-Banken und Anbieter digitaler Geldbörsen weitergegeben hätten. „Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Dokuments arbeitet Google von seiner Seite aus mit den Banken zusammen, um die gemeldeten Probleme bei Google Pay zu beheben“, heißt es in dem Dokument.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige