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Digitalisierung und neue Berufe: Junge Unternehmen suchen Nachwuchs

Smartphones sind schon lange allgegenwärtig – aber junge Firmen suchen IT-Fachkräfte. (Foto: dpa)

Das Smartphone ist im Alltag allgegenwärtig. Was fehlt: IT-Nachwuchs, selbst in jungen Firmen. Was tun?

Alle reden über die Digitalisierung – doch was heißt das im Beruf, Alltag oder in der Freizeit? Neue Geschäftsmodelle und Ideen gibt es viele – ob automatische Fehlersuche wie beim Auto via Tablet, Nachhilfe per Computer oder gar ein Holzkohlegrill, der sich auf der Party mit dem Smartphone steuern lässt. Apps gibt es wie Sand am Meer, kostenlos oder als profitables Geschäftsmodell.

Digitalisierung: Es fehlen Informationen zu neuen Berufen

Doch selbst junge Firmengründer bekommen mitunter graue Haare, wenn sie an die Zukunft denken. Denn: Es fehlt an ausreichenden Informationen für Schulabgänger über neue Berufe, die mit der Digitalisierung entstehen. „Das ist noch zu wenig bekannt“, räumt Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA), ein. Es müsse mehr und eher in den Schulen erklärt und dafür geworben werden, welche Möglichkeiten und Karrierechancen eine Ausbildung im Zuge der Digitalisierung bietet.

So sei ein Kfz-Mechaniker heute und in der Zukunft viel mehr mit komplizierter Technik konfrontiert als noch vor Jahren. Dennoch spielten klassische Berufsbilder wie im Handwerk nach wie vor eine große Rolle, moderne Technik mache aber auch dort nicht Halt.

„Es geht nicht nur darum, bestimmt Dinge zu automatisieren, sondern zu vernetzen“, erklärt Mathias Dögel in Dölbau/Kabelsketal bei Halle. Die Komplexität mache die Digitalisierung aus. Vor 13 Jahren hat er seine IT- und Softwarefirma Dögel gegründet. Heute zählen rund 70 Mitarbeiter und Partner im Ausland dazu, sagt er als Geschäftsführer. Der Umsatz betrug nach Firmenangaben 2017 rund 2,9 Millionen Euro (2016: 2 Millionen Euro). Firmen und Vereine nutzen die Leistungen. Eine von der Firma entwickelte Internetplattform rund um das Thema Hundesport werde weltweit genutzt, von etwa 250.000 Usern in 22 Sprachen.

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2 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die technischen Handwerke hinken der Entwicklung ca 30 Jahre hinterher. Wer sich die Lehrpläne ansieht, kann nur mit dem Kopf schütteln. Selbst wenn man jetzt beginnt das Wissen um SPS, KNX, LON, CAN (und wie sie alle heißen) mit vertieftem Wissen um IP zu ergänzen, dauert es mindestens 15 Jahre bis diese nächste Generation als Ausbilder und Führungskraft die Ruder in der Hand hat. Zumal ein großer Teil der Chefs den „neumodischen Scheiß“ nach wie vor aus tiefster Überzeugung ablehnt.

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Frank Theilen

Das macht keinen Sinn. Wenn mehr Menschen einen Ausbildungsplatz suchen als angeboten wird, dann ist dort kein bedarf für neue Ausbildungsberufe sondern für Plätze. Die vielen verschiedenen Berufsbezeichnungen und Bereiche machen es auch nicht besser und bieten keine Karriere oder Zukunft. Dadurch will jeder so hoch wie möglich einsteigen um auszusorgen. Die lange Suche nach Spezialisten ist meistens eine Frage des Geldes nicht der Möglichkeiten. Das war schon immer so und ist nicht neu.

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