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Ratgeber

E-Fuchs hilft: Was tun, wenn das Amazon-Verkäuferkonto gesperrt ist

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Worauf müssen Händler achten, wenn Amazon das Konto verifiziert?

  • Die E-Mail von Amazon möglichst sorgfältig lesen. Dort sind alle benötigten und akzeptierten Dokumente aufgeführt.
  • Sorgfältig prüfen, ob alle Angaben, die in der Sellercentral hinterlegt sind, aktuell sind. Alles, was dort zu finden ist, muss mit den Angaben auf den Geschäftsdokumenten übereinstimmen. Falls beispielsweise die Angaben auf dem Gewerbeschein veraltet sind, ist ein Gang zum Gewerbeamt unvermeidlich. Dort sollte man die Angaben aktualisieren lassen und einen neuen Schein mitnehmen.
  • Eine Gewerbeanmeldung oder ein Handelsregisterauszug darf nicht älter als 90 Tage sein. Gegebenfalls auf handelsregister.de einen neuen Auszug bestellen. Wenn die Gewerbeanmeldung älter als 90 Tage ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder druckt das Amt einfach eine neue Anmeldung mit heutigem Datum aus oder es wird auf dem Briefpapier der Gemeinde eine maschinengeschriebene und gestempelte Bestätigung ausgestellt, dass die „Gewerbeanmeldung Nummer 1234" von „Firma Xyz“ immer noch aktuell ist. Es ist ratsam, davon Abstand zu nehmen, einfach alte Dokumente neu zu stempeln, unterschreiben und mit Datum versehen zu lassen. Offiziell sieht Amazon diese Lösung vor, die Übermittlung einer solchen handschriftlichen Änderung ist jedoch fehleranfällig und kann zu Problemen führen.
  • Unter keinen Umständen „mal ausprobieren, ob Amazon nicht doch den alten Gewerbeschein nimmt“. Das führt, wie bei unserem Händler im vorliegenden Fall geschehen, zu Verzögerungen in der Prüfung.

Roter Hahn 112 ist wieder freigeschaltet

Nachdem t3n.de Amazon kontaktiert hat, ist uns Hilfe vom US-Konzern zugesagt worden. Tatsächlich wurde der Verifikationsprozess schnell abgeschlossen. Torsten Lippke verkauft jetzt nach knapp einer Woche Sperrung wieder Feuerwehr-Kleidung und Zubehör auf Amazon. Auch seine Weihnachtsgeschenk-Artikel für Feuerwehr-Männer und  -Frauen sind wieder verfügbar.

Lippke freut sich, betont aber, dass er es sehr schade finde, dass Amazon keine Vorwarnung gegeben hat und seine Kunden seine Artikel während der wichtigsten Geschäftszeit des Jahres eine Woche lang nicht kaufen konnten.

In der Tat wäre es wünschenswert, das Amazon während der Verifikation nur das Backend des Händlers sperrt, den Verkauf der Artikel aber weiterhin erlaubt. Dass während einer Prüfung keine Gelder abgehoben werden können, wäre leichter zu verschmerzen für Händler als ein Umsatzverlust. Zwar ist der Verifikationsprozess von Amazon im Vergleich zu 2015 deutlich schneller geworden, stellt aber immer noch ein erhebliches Ärgernis für Händler dar.

Über die Ratgeber-Kolumne „E-Fuchs hilft“

In der Ratgeber-Kolumne „E-Fuchs hilft“ helfen regelmäßig Experten Händlern bei ihren Alltagsproblemen. Von A wie Amazon-SEO über K wie Kontosperrung bis hin zu Z wie Zollbestimmungen. Ihr habt eine Frage? Stellt sie einfach in den Kommentaren oder sendet eine E-Mail an efuchshilft@t3n.de. Alle Fragen werden vertraulich und anonym behandelt, oder auf Wunsch unter Angabe des Onlineshops beziehungsweise des Händlernamens veröffentlicht.

Das Ratgeber-Team: Johannes Altmann (Shop-Usability, Shoplupe.de), Jochen G. Fuchs aka E-Fuchs, (Redakteur E-Commerce t3n), Peter Höschl (Betriebswirtschaft und KPI für Händler, Shopanbieter.de), Mark Steier (Marktplätze, wortfilter.de), Heidi Kneller-Gronen (Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrecht, Rechtsanwältin kanzlei-kneller.de).

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