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E-Scooter-Sharing: Lime gibt 12 Städte auf, entlässt rund 100 Mitarbeiter

E-Tretroller von Lime. (Foto: Lime)

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E-Tretroller-Verleiher Lime entlässt mit rund 100 Mitarbeitern etwa 14 Prozent seiner Angestellten und zieht sich aus zwölf Märkten zurück, darunter ist auch Linz in Österreich.

Einem Axios-Bericht zufolge stellt der weltgrößte Verleiher elektrischer Tretroller seinen Betrieb in zwölf Großstädten weltweit ein und entlässt in diesem Zuge rund 100 Mitarbeiter sowie ungezählte Juicer. Juicer nennt Lime die Freiberufler, die sich um das Einsammeln, Wiederaufladen und erneutes Ausbringen der E-Scooter kümmern.

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Lime stoppt Geschäft in Linz, Österreich

Sieben der zwölf Städte liegen in Lateinamerika, darunter Riesen wie Buenos Aires, Rio de Janeiro und Sao Paulo. In den USA sind mit Atlanta, Phoenix, San Diego und San Antonio teils Städte betroffen, die bislang als Vorreiter neuer Mobilität galten. In Europa stellt Lime den Betrieb in der österreichischen Stadt Linz ein. Dort war Lime erst im März 2019 gestartet. „Als Teil unserer Profitabilitäts- und Unternehmensziele für das Jahr 2020 hat Lime die schwierige Entscheidung getroffen, die Stadt Linz bis auf Weiteres zu verlassen und Ressourcen auf die Standorte zu bündeln, die uns dabei helfen, unser ambitioniertes Ziel für 2020 zu erreichen“, lässt sich Estuardo Escobar, General Manager Lime in Österreich, zitieren.

In Wien ist Lime weiterhin tätig, wird sich dort aber ab dem kommenden Sommer mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog auseinandersetzen müssen, der den Einsatz der umstrittenen Fahrgeräte eingehend reguliert. Zudem plant die Stadt Wien die Konzessionierung des Leih-E-Scooter-Marktes, was den Kostendruck auf die bislang zehn Verleiher in der österreichischen Hauptstadt nicht mindern wird.

Lime will erster profitabler Verleiher weltweit werden

Der Rückzug des Anbieters ist Teil des Versuches, das Unternehmen nach zwei Jahren des schieren Wachstums im Laufe des Jahres 2020 profitabel zu machen. Dabei will sich Lime auf die Märkte konzentrieren, die aus Unternehmenssicht die Hoffnung rechtfertigen, zu diesem Ziel positiv beitragen zu können.

Auch technische Änderungen an den Tretrollern sollen dabei helfen. So hat ein durchschnittlicher Lime-Scooter laut Lime-Chef Joe Kraus inzwischen eine Lebensdauer von 14 statt wie bislang nur sechs Monaten.

Trotz des Rückzugs aus einem Dutzend Märkten will Lime auch im laufenden Jahr weiter expandieren. Möglich sind dabei laut Kraus ausdrücklich auch Übernahmen. Eine neue Investorenrunde soll derzeit indes nicht in Planung sein.

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3 Kommentare
simon
simon

Ich bin ja echt gespannt, wie lange sich dieser Trend hält.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Roller in ein, zwei Jahren so gut wie gar nicht mehr benutzt werden.

Antworten
J
J

Dieser unheilvolle Trend, der nur dazu führt, dass Fußgänger auf Akku-Tretroller umsteigen, wird sich dieses Jahr schon erledigt haben. Ich habe jetzt in Düsseldorf nur noch einen damit fahren sehen. Aber natürlich stehen die ungenutzten weiterhin immer schön im Weg herum.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die dann Opfer von gezieltem Vandalismus antikapitalistischer Gruppierungen werden. ^^

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