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Ebay: Diese Neuerung bereitet Händlern in den USA Kopfzerbrechen

20 Jahre gibt es Ebay in Deutschland bereits. Die Anfänge waren bescheiden, aber liebenswert. (Bild: Ebay)

Wer bei Ebay Anzeigen schaltet, will damit mehr Sichtbarkeit erreichen. Doch in den USA könnte sich gerade das nach einer Änderung der Ausspielungsmechanismen ins Gegenteil umkehren.

Eine Veränderung bei der Ausspielung von Werbung bereitet Ebay-Kunden in den USA gerade Probleme. Sie führt dazu, dass gerade Nutzer, die ihre Produkte zusätzlich bei Ebay bewerben, oft weniger Reichweite haben als zuvor. Der Grund ist offenbar, dass einige Ad-Blocker, die von Kunden für das allgemeine Unterbinden von Werbung genutzt werden, auch Ebays Promoted Listing Ads unterbinden. In der Vergangenheit wurden solche Anzeigen doppelt auf Google ausgespielt – einerseits als Anzeige selbst, andererseits aber auch als organisches Ergebnis. Jetzt werden diese Produkte allerdings nur noch einmal, sofern als Anzeige gebucht, dann auch wirklich als  Anzeige ausgespielt – offenbar, um keine doppelten Einträge zu haben. Das dient ja im Prinzip der Übersichtlichkeit, ist aber in diesem Fall ein Problem.

Ebay: Käufer sollen relevantere Liste sehen

Die Änderung ist bei der US-Variante von Ebay erst seit 4. September im Einsatz und wurde dort als „Removal of duplicated promoted and non-promoted listings in search“ angekündigt: „Wenn Sie Werbeeinträge verwenden, wird nur eines Ihrer Angebote, ob beworben oder nicht, in einer bestimmten Reihe von Suchergebnissen angezeigt, was den Käufern eine sauberere und relevantere Sucherfahrung bietet.“

Aufmerksam geworden ist ein Ebay-Experte aus den USA, der in einem Youtube-Video erklärt, warum Werbung nun zum Bumerang für Händler werden kann. Harry Temkin, Head of Seller Experience, hat sich in einem Kommentar unter dem Video zu Wort gemeldet: „Wir haben unsere Werbeanzeigen so konzipiert, dass sie sich nativ an unserer Website-Erfahrung orientieren, und die meisten Werbeblocker blockieren diese Art von unaufdringlichen Inhalten nicht. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Werbeblockern auf dem Markt, die jeweils ihre eigenen Benutzereinstellungen und Richtlinien pflegen und zwischen aufdringlichen Anzeigen und akzeptablen nativen Inhalten unterscheiden. Derzeit deuten unsere Daten darauf hin, dass beworbene Angebote für weniger als zwei Prozent des Verkehrs blockiert werden.“

Es ist davon auszugehen, dass Ebay hier kurzfristig eine Lösung finden wird. Auch wenn nicht genau bekannt ist, wie viele der jeweiligen potenziellen Kunden tatsächlich auf Adblocker setzen, klingt die von Ebay kommunizierte Zahl doch etwas sehr niedrig. Immerhin: Für den deutschen Ebay-Marktplatz besteht das Problem derzeit offenbar noch nicht – und es ist auch davon auszugehen, dass Ebay daraus gelernt hat.

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