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Diese Neuerungen kommen bald auf die Ebay-Verkäufer zu

(Foto: JHVEPhoto / Shutterstock.com)
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Zweimal im Jahr informiert Ebay seine Händler über Neuerungen. Demnächst stehen insbesondere ein paar Elemente zur Kundenbindung auf dem Plan – sowie eine umsatzsteuerliche Veränderung, die auch Gelegenheitsverkäufer und Händler auf anderen Marktplätzen betrifft.

Ebay hat in den nächsten Wochen einige wichtige Neuerungen für gewerbliche Verkäufer geplant, mit denen die Händler ihre Umsätze auf der Plattform verbessern können sollen. Das soll die Verkaufschancen und das Kauferlebnis auf dem Online-Marktplatz weiter verbessern. Beispielsweise sollen Händler mit einem Shop-Abonnement ab April die Möglichkeit bekommen, kostenfrei Gutscheincodes für ihre Angebote zu erstellen, die die Kunden direkt bei der Bezahlung einlösen können. Zwar sind diese nur begrenzt personalisierbar, stehen aber für Rabatte unterschiedlicher Art (Betrag, Prozentsatz oder Mengenrabatt) zur Verfügung. Das Sortiment und die Anforderungen an den Gutschein, wie zum Beispiel einen Mindestbestellwert, bestimmen Verkäufer individuell.

Zu den Gutscheinen lassen sich auch Maximalbudgets für die Nutzung definieren. Außerdem entscheiden die Händler frei, ob ein solcher Gutschein öffentlich bei Ebay auftaucht oder nur durch den Verkäufer ausgewählten Kunden zur Verfügung gestellt wird. Mit den gezielten Preisnachlässen sollen Verkäufer mehr Aufmerksamkeit erzeugen und die Kundenbindung intensivieren können.

Neue Berichte im Verkäufer-Cockpit-Pro

Die Sichtbarkeit der Angebote soll sich außerdem durch das Erstellen von Anzeigen auf bestimmte Angebote erhöhen lassen. Neben den bisher individuell steuerbaren Kampagnen wird es ab April auch automatisierte Anzeigenkampagnen geben, die regelbasiert arbeiten (und gerade größeren Händlern Zeit sparen können).

Die automatisieren Kampagnen finden Verkäufer innerhalb des Verkäufer-Cockpits-Pro, die Ebay als zentrale Anlaufstelle positioniert. Dort können ausgewählte Angebote automatisch zu bestehenden Kampagnen hinzugefügt oder aus diesen entfernt werden. Auch der gewählte Anzeigentarif lässt sich automatisch anpassen. Ob Kategorie oder Preis, Verkäufer wählen die passenden Filter und legen fest, welche Angebote automatisch beworben werden sollen.

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Im bereits genannten Verkäufer-Cockpit-Pro wird es außerdem einige Detailverbesserungen geben. So nutzt das von Ebay vor einigen Jahren integrierte Tool Terapeak-Insights Daten wie Artikelmerkmale, um besonders nachgefragte Kategorien und meistverkaufte Produkte zu identifizieren. Ein neuer Traffic-Bericht soll Verkäufern ab sofort Kennzahlen wie Impressions in der Suche im Vergleich zu Impressions, die Angebote außerhalb der Suche bekommen, liefern. Ersichtlich wird dann auch der prozentuale Anteil der Impressions, die von den Top 20 Suchergebnissen stammen, sowie die prozentuale Veränderung bei den Impressions. Der Bericht lässt sich nutzen, um die Zahl an Klicks und Verkäufen zu erhöhen – sicherlich ein Tool, mit dem ambitionierte Verkäufer etwas spielen können, um die eigenen Waren häufiger unter den Top-Ergebnissen zu positionieren.

Außerdem erfahren Verkäufer, ob und warum Angebote nicht als Google-Shopping-Anzeigen dargestellt werden und wie sie im Wettbewerb abschneiden. Der Bericht kann einfach heruntergeladen werden und wird ab März 2021 schrittweise für alle im Verkäufer-Cockpit-Pro zur Verfügung stehen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Was sich bei der Umsatzsteuer ändert

Eine neue Herausforderung, die übrigens nicht nur Ebay, sondern auch andere Plattformen – namentlich sicher die Verkäufer auf Amazon Marketplace – betrifft, ist eine Gesetzesänderung, nach der sich ab Juli 2021 alle Verkäufer in Deutschland für die Umsatzsteuer registrieren lassen müssen – auch wenn sie letztlich als Kleinunternehmer gar keine Umsatzsteuer abführen müssen. Zugeteilt wird dazu die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), die ab dem Zeitpunkt im Ebay-Konto hinterlegt sein muss. Umgekehrt ist es aber nicht mehr nötig, eine Bescheinigung nach § 22f UStG in Papierform einzureichen. Aber: Verkäufer, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, werden ab dem 1. Juli 2021 gesperrt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Doch es gibt noch mehr Neuerungen um die Umsatzsteuer: Ebenfalls ab Juli gelten für E-Commerce-Unternehmen neue Regeln, nach denen für bestimmte Einfuhren in die EU sowie Lieferungen innerhalb der EU Ebay selbst (wie auch andere Marktplätze) von Verkäufern, die nicht in der EU ansässig sind, die Umsatzsteuer einziehen und an die Steuerbehörden abführen wird. Worauf die Regelung abzielt, dürfte klar sein. Die derzeitige Umsatzsteuerbefreiung für die Einfuhr von Waren bis zu einem Wert von 22 Euro in die EU wird dabei ebenso abgeschafft wie die aktuellen Lieferschwellen für den Fernabsatz bei grenzüberschreitenden Lieferungen innerhalb der EU für EU-Verkäufer.

Eher unter „Sonstiges“ abzuhandeln sind weitere Artikelmerkmale in den Kategorien Kleidung, Schuhe und Accessoires, Sammlerstücke, Medien, Musikinstrumente, Fahrzeugteile und Zubehör sowie für Sportartikel, die Ebay ab Mai einführen will. Die sollen wie üblich die Auffindbarkeit von Angeboten in den Suchergebnissen und in externen Suchmaschinen verbessern. Zusätzliche gibt es von Ebay selbst einen Überblick aller Informationen zu den Neuerungen für gewerbliche Ebay-Verkäuferinnen und Verkäufer im Frühjahr 2021.

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