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Ebay übernimmt Rücksendekosten für Ebay-Plus-Mitglieder und Händler

Die alljährliche Herbst-Generalüberholung des Marktplatzes bringt kostenlose Rücksendungen für Ebay-Plus-Kunden. (Bild: Ebay)

Ebays alljährlicher Herbstputz bringt diesmal kostenlose Rücknahmen für Kunden und Händler sowie einige Verbesserungen im Verkäuferschutz. 

Ebay hat wie in jedem Jahr den Start einiger Neuerungen in den Herbst gelegt. Die größte Änderung betrifft diesmal die Rücksendung von Ebay-Artikeln. Kunden, die sich für das Kundenbindungsprogramm Ebay-Plus entschieden haben, dürfen künftig alle Artikel kostenfrei zurücksenden. Auch für Ebay-Plus-Händler gibt es positive Entwicklungen zu vermelden: Ebay verbessert den Verkäuferschutz noch mal deutlich.

Kostenlose Rücksendungen für Ebay-Plus-Kunden

Ebay-Plus-Kunden können nicht nur Ebay-Plus-Artikel, sondern ab sofort alle Artikel von allen Händlern kostenlos zurücksenden. Zu beachten ist dabei die Rücksendefrist des Händlers, die auch von Ebay-Plus-Kunden eingehalten werden muss.

Das Hermes-Rücksendelabel, das Ebay-Kunden zur Verfügung steht, ist 60 Tage gültig. Die Rücksendungen sind auch für den Händler kostenfrei.

Verbesserter Verkäuferschutz für Ebay-Plus-Händler

Neben dem bestehenden Verkäuferschutz vor ungerechtfertigten Bewertungen und für unverschuldet verspäteten Versand erweitert Ebay den Schutz jetzt auf Rücknahmen. Der Schutz gilt für jedes Ebay-Plus-Listing, auch wenn es von nicht an Ebay-Plus teilnehmenden Kunden erworben wird.

Wenn der Käufer einen unzutreffenden Rückgabegrund angibt, beteiligt sich Ebay an den Retourenkosten. Wenn der Verkäufer den Rückgabegrund im Rückgabeprozess zurückweist, werden bis zu 3,50 Euro gutgeschrieben und alle in diesem Zusammenhang entstehenden Mängel und Bewertungen (neutral oder negativ) entfernt.

Eine weitere Verbesserung betrifft Artikel, die beschädigt oder benutzt zurückgesendet werden: Verkäufer können eine aufgetretene Wertminderung von der Rückerstattung an den Kunden bis maximal 50 Prozent in Abzug bringen. Vor Mängeln und Bewertungen in diesem Zusammenhang wird Ebay Verkäufer ebenfalls automatisch schützen. Der Kunde kommuniziert ab diesem Zeitpunkt nur noch mit Ebay, die sich um den weiteren Verlauf kümmern, der Verkäufer muss nicht mehr reagieren.

Weitere Neuerungen: Marketingtools verbessert, Terapeak kommt, Ebay-Grundsätze werden vereinfacht

Das Handling der Marketingstools wurde durch zusätzliche Filter verbessert, um Händlern mit einer größeren Anzeigenanzahl die Bedienung zu erleichtern. Das Marktanalysetool Terapeak ist in den USA schon im Verkäufercockpit integriert, jetzt kommt das Tool mit vielen kostenlosen Datenpunkten auch ins deutsche Verkäufercockpit.

Für den strukturierten Katalog von Ebay sind spezifische Artikelmerkmale unverzichtbar. Ab dem 8. Oktober sind in den Kategorien Fashion, Feinschmecker, Haushaltsgeräte, Möbel und Wohnen Bearbeitungen oder Einstellungen ohne diese Merkmale nicht mehr möglich.

Die Ebay-Grundsätze werden vereinfacht und verschlankt. Bei Verdacht auf einen Verstoß erhalten Händler E-Mails, die klar über den Verdacht eines Verstoßes informieren. Dabei wird der verletzte Grundsatz klar genannt und der Verkäufer erhält eine konkrete Erklärung, gegen welchen Grundsatz verstoßen wurde und wie das Problem behoben werden kann.

Verkäufer, die mehrfach gegen Grundsätze verstoßen, wurden bisher suspendiert, dabei wurden alle Listings suspendiert und Käufer benachrichtigt. Zukünftig werden Artikel nur noch unsichtbar gemacht. Verkäufer erhalten dann eine Frist von drei, sieben oder zehn Tagen, um Verfehlungen zu beseitigen. Die Verkaufshistorie und die Angebote bleiben erhalten.

Händler ohne Umsatzsteuerbescheinigungen werden am 1. Oktober gesperrt

Deutliche Worte findet Ebay für den Stichtag 1. Oktober. Ab diesem Zeitpunkt haften Marktplätze für die Umsatzsteuer ihrer Händler. Deshalb müssen Händler bis zu diesem Datum ihre Umsatzsteuerbescheinigung hochgeladen haben – Ebay wird ausnahmslos jeden Verkäuferaccount sperren, der keine Bescheinigung vorgelegt hat. Das hat zur Folge, dass alle Angebote gelöscht werden und der Händler nicht mehr handeln kann.

Die Bescheinigung nach §22f UStG erhalten Händler auf Antrag von ihrem zuständigen Finanzamt.

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