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Ego Mobile ist vor der Insolvenz gerettet

Ein holländischer Investor hat den Mehrheitsanteil an dem Aachener Elektroautohersteller übernommen.

Von Golem.de
2 Min. Lesezeit
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(Foto: e.GO Mobile AG)

Ego Mobile kann weitermachen: Der Aachener Elektroautohersteller hat einen Investor gefunden, der das Startup aus der Insolvenz rettet. Gründer Günther Schuh wird das neue Unternehmen nicht leiten, bleibt ihm aber erhalten.

Der Investor ist die Beteiligungsgesellschaft ND Group aus Eindhoven in den Niederlanden. Sie übernimmt einen Mehrheitsanteil. Das Managementteam um Schuh behält einen Anteil. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Zuletzt wurde Ego Mobile mit einer Milliarde Euro bewertet.

Günther Schuh leitet den Verwaltungsrat

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Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Next Ego Mobile. Auch die Rechtsform ändert sich: Aus der Aktiengesellschaft (AG) nach deutschem Recht wird eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, kurz SE), also eine Aktiengesellschaft nach europäischem Recht. Leiten wird sie Ulrich Hermann. Er war bis Anfang des Jahres Vorstandsmitglied der Heidelberger Druckmaschinen und dort für die Digitalisierung zuständig. Ego-Gründer Schuh wird Chef des Verwaltungsrates.

Der Kaufvertrag wurde laut Ego am 31. August 2020 notariell beurkundet. Am 1. September hat Next Ego Mobile das gesamte Geschäft von Ego Mobile inklusive aller Tochtergesellschaften und aller Angestellten übernommen.

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„Wir wollten die Krise nicht nur überleben, sondern gestärkt daraus hervorgehen, um Ego als deutsche Marke auf dem Markt zu etablieren. Dazu mussten wir einen professionellen und strategischen Partner finden, mit dem wir unser großes Wachstumspotenzial realisieren können. Diesen haben wir in unserem neuen Partner und seiner visionären Führung gefunden“, sagte Schuh.

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Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. Es hat ein elektrisch angetriebenes Stadtauto entwickelt, dessen erste Exemplare im vergangenen Jahr an Kunden übergeben wurden. Einer der ersten Ego Live ging an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Die Produktion stoppte wegen Corona

Im Winter wurde bekannt, dass Ego Mobile in Schwierigkeiten steckt. Ende März musste das Unternehmen wegen der Covid-19-Pandemie – ebenso wie die anderen Autohersteller – die Produktion stoppen.

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Die Pandemie verhinderte auch eine Rettung des Unternehmens: Neue Investoren zogen sich plötzlich zurück, und so musste Schuh Anfang April schließlich Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. „Ego Mobile war kein klassischer Sanierungsfall, sondern ein gut aufgestelltes Startup, das es geschafft hat, ein neues Auto auf die Straße zu bringen, und dem vor allem durch die beispiellose Situation während der Covid-19-Pandemie das Wachstumskapital ausging“, sagte Paul Fink, der Generalbevollmächtigte von Ego Mobile im Insolvenzverfahren.

Service und Vertrieb sind nach Unternehmensangaben „bereits wieder aktiv“. Die Produktion im Werk im Aachener Stadtteil Rothe Erde soll in Kürze wieder aufgenommen werden. Vorher braucht das neue Unternehmen Next Ego Mobile die Zulassung als Fahrzeughersteller. Zudem müssen die Lieferverträge umgestellt werden.

Autor des Artikels ist Werner Pluta.

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