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Ukraine-Krieg: Esa stellt Zusammenarbeit mit Russland auf den Prüfstand

Die Europäische Weltraumagentur leistet den Sanktionen gegen Russland Folge und hält einen Start des Kooperationsprojektes Exomars für „ sehr unwahrscheinlich“.

2 Min.
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Die eigens gebaute Startrampe der Ariane 6 – sie soll Ausfälle der russischen Weltraumbehörde kompensieren. (Foto: Esa)

Den Start der Exomars-Mission im September 2022 hält die Esa für „sehr unwahrscheinlich“. Grund sind die Russland-Sanktionen infolge des Ukraine-Krieges. Man habe noch keine finale Entscheidung getroffen, erklärt die Organisation in einer Stellungnahme. Sie werde die Konsequenzen der europäischen Sanktionen genau überprüfen. Der russische Rückzug vom Sojus-Programm auf Französisch-Guayana spielt bei den Überlegungen ebenfalls eine Rolle.

Das Ende der Sojus-Zusammenarbeit

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Die Esa will sich zunächst mit den Mitgliedsstaaten beraten, wie es nun weitergeht. Die Konsultationen fallen mit dem Ausstieg Russlands vom Sojus-Programm auf dem europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, zusammen. Die russische Weltraumagentur Roskosmos hatte ihn vor wenigen Tagen aufgrund von Sanktionen gegen die russische Raumfahrt verkündet. Deutsche Verantwortliche hatten angekündigt, das deutsche Instrument eRosita abzuschalten, das auf dem russischen Weltraumteleskop Spektr_RG sitzt. Russland beschäftigt in Kourou 87 Mitarbeiter:innen; sie sollen jetzt zurückkehren.

Ariane 6 soll Lücken auffangen

Eine Sojus-Rakete sollte am 10. April zwei europäische Galileo-Satelliten von Kourou aus ins All schießen. Nun sucht die Esa nach einem anderen Startdienst und bringt die kommende Ariane-6-Trägerrakete ins Spiel. Nach vielen Verschiebungen soll die Ariane 6 in diesem Jahr den Jungfernflug antreten – sie befindet sich seit 2015 in der Entwicklung.

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Ariane 6 mit Stufen

Die Ariane 6 soll in verschiedenen Booster-Konfigurationen starten. (Bild: ESA)

Exomars auf der Kippe

Bei der Exomars-Mission sollte Russland entscheidende Bausteine liefern. So war geplant, den europäischen Mars-Rover mit einer Startrakete des Typs Proton zu transportieren. Der Start sollte von Baikonur aus erfolgen. Den Rover wollten die Verantwortlichen mit der russischen Landeplattform „Kazachok“ auf die Oberfläche bringen. Kazachok sollte zudem selbst wissenschaftliche Untersuchungen ausführen. Der Beginn der Mission sollte im September 2022 erfolgen, das nächste Startfenster ergibt sich erst in zwei Jahren.

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Ukraine-Krieg erfasst Hardliner der Weltraumbehörde

Die Auseinandersetzungen im Zuge des Ukraine-Konflikts gingen so weit, dass Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin die Aufkündigung der Zusammenarbeit bei der ISS ins Spiel brachte. Die stellvertretende Nasa-Administratorin für den Raumfahrtbetrieb, Kathy Lueders, gab jedoch am 28. Februar Entwarnung: Der Betrieb sei bisher nicht beeinträchtigt. „Wir arbeiten genauso weiter wie vor drei Wochen“, so Lueders. Rogosin ist Hardliner und vertritt laut Wikipedia in seinem Buch „Volksfeind“ die Meinung, dass große Teile der Ukraine „Stammterritorium der russischen Nation“ seien.

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