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EU-Kommission plant Kartellverfahren gegen Amazon

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Hat Amazon die Daten seiner Marktplatzhändler ausgenutzt und ihnen damit selbst Konkurrenz gemacht? Das soll jetzt ein Kartellverfahren klären.

Die EU-Wettbewerbshüter planen laut einem Pressebericht nach langen Ermittlungen nun ein offizielles Kartellverfahren gegen Amazon wegen des Verdachts illegaler Geschäftspraktiken im Umgang mit Händlern auf der Plattform. Es könne in der kommenden Woche eingeleitet werden, berichtet das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Amazon mit Doppelfunktion als Händler und Marktplatz

Vor etwa einem Jahr hatte die EU-Kommission gegen den US-Onlinehändler eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Dabei geht es zentral um die Frage, ob Amazon Daten anderer Händler, die ihre Artikel auf der Plattform des Konzerns anbieten, ausgenutzt hat, um ihnen mit eigenen Angeboten Konkurrenz zu machen.

Amazon habe als Plattform eine doppelte Funktion, betonte die EU-Kommission vergangenes Jahr. Zum einen verkaufe das Unternehmen selbst als Einzelhändler Produkte auf seiner Internetseite. Zum anderen stelle es einen Online-Marktplatz zur Verfügung, über den andere Händler ihre Waren direkt an Kunden verkaufen könnten. Dabei sammele Amazon laufend Daten über die Produkte der anderen Anbieter und das Kundenverhalten. dpa

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