Interview

Parkhaus-Startup Evopark: „Wir glauben, das Parkhaus wird zum Mobilitäts-Hub“

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Nein, nicht der Beginn. Es war das Resultat. Wir haben schon 2015 in einem einjährigen Pilotprojekt damit begonnen, mit Audi und Porsche zusammenzuarbeiten. Das Thema Venture Capital und Beteiligungen stand damals schon im Raum. Wir setzen im Moment sehr viele Projekte gemeinsam um.

t3n.de: An was bastelt ihr aktuell?

Grundsätzlich geht es um die Integration unserer Evopark-Services in die „Porsche-Welt“, unter anderem auch um kleine, aber wichtige Themenfelder wie das Parken für Mitarbeiter und das Abrechnen von Parkgebühren im Spesenprozess. 

t3n.de: Habt ihr euch gewundert, dass Porsche seit Neuestem auf das Thema Parken steht? Das hätte vermutlich nicht jeder von einem Sportwagenhersteller erwartet…

Wir sind hoffentlich selbst schuld daran, dass Porsche vom Thema Parken so begeistert ist. Es ist nun einmal so, dass das Problem der Parkplatzsuche einen Porsche-Fahrer ebenso betrifft wie alle anderen Verkehrsteilnehmer.

t3n.de: Eure Kooperation mit Porsche ist nicht exklusiv. Es gibt auch andere Unternehmen, mit denen ihr zusammenarbeitet…

Ja, zum Beispiel mit Mercedes, und zwar im Rahmen eines Pilotprojekts von „Startup Autobahn“, einem Inkubator von Daimler. Dass wir nicht exklusiv für Porsche arbeiten, war natürlich gerade für uns wichtig. Ein Geschäftsmodell wie das von Evopark kann nur funktionieren, wenn man es über mehrere Plattformen bespielen kann. Diesbezüglich sind natürlich auch Carsharing- und Mietwagen-Unternehmen für uns spannend, als Partner.

t3n.de: Wie ist die Konkurrenzsituation auf dem Markt des Smart Parkings, auf dem ihr aktiv seid?

Wir teilen den Markt in drei Teile: das Straßenparken, bei dem es schon sehr viele etablierte Player gibt, etwa auf dem Gebiet des SMS-Payments. Daneben gibt es das Private Parking, also das „Airbnb für Parkplätze“, und das klassische „Off-Street-Parken“, auf dem unser Geschäftsmodell basiert. Hier sind wir ganz gut aufgestellt, was auch mit der Technik zusammenhängt. Denn bislang sind wir die einzigen, die sich komplett in die Park-Management-Systeme integrieren können.

t3n.de: Wie lange dauert denn die „Umrüstung“ eines Parkhauses mit eurer Technik?

Das hängt von der Größe und Komplexität des Parkhauses ab. Wenn die Antennen schon verbaut sind, sprechen wir von einem wenige Minuten dauernden Konfigurationsaufwand. Dann docken wir uns über einen VPN-Tunnel an. Wenn die Antennen allerdings noch verbaut werden müssen, dauert es um die drei bis vier Stunden, bis das Parkhaus am Netz ist. 

t3n.de: Was war für euch der Grund, RFID als Technologie zu verwenden?

Zunächst einmal ist RFID technisch weit verbreitet. Unser Ziel war ja von Anfang an, dass der Kunde möglichst nichts tun muss, außer durch die Schranke im Parkhaus zu fahren. Er braucht also weder die App, noch muss er irgendwelche Knöpfe drücken. Was RFID in Sachen Nutzungsfreundlichkeit allerdings noch übertrifft, ist die Kennzeichenerkennung. Hierdurch würde der Anmeldeprozess noch einfacher. Diese Herangehensweise ist allerdings datenschutzrechtlich komplex. Außerdem sind die Erkennungsraten hier schlechter als bei unserem derzeitigen Modell mit RFID.

Vielen Dank für das Gespräch, Sven!

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