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Facebook denkt über eigene Chipentwicklung nach

Aktuell noch mit Hardware von Qualcomm ausgestattet, könnten zukünftige Oculus Go VR-Brillen auch Chips aus der Facebook-Produktion enthalten. (Bild: Facebook/Oculus)

Facebook ist dabei, ein Expertenteam aus dem Bereich Chipdesign und Verschlüsselung zusammenzustellen. Der Social-Media-Gigant möchte damit offenbar nicht nur Know-how ansammeln, sondern seinen Einstieg als Chipentwickler vorbereiten.

Facebook ist intensiv auf der Suche nach Experten aus dem Bereich Chip- und ASIC-Design, Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen sowie Treiber- und Firmwareentwicklung. Das jedenfalls kann man den aktuellen Stellenausschreibungen von Facebook auf der Unternehmenswebsite entnehmen.

Facebook folgt damit dem Trend vieler Technologieunternehmen, sich durch Eigenentwicklungen unabhängiger von Chipproduzenten wie Intel, AMD oder Qualcomm zu machen. 2010 begann beispielsweise Apple mit der neuerlichen Entwicklung und Produktion von elektronischen Bauteilen, und auch Alphabet-Google verfügt inzwischen über eigene Chip-Produktionslinien.

Experten vermuten, dass Facebook damit zukünftige Pläne im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) unterstützen will. Denkbar ist ebenfalls eine Anwendung im Rahmen der Weiterentwicklung des demnächst erscheinenden Virtual-Reality-Headsets Oculus Go. Aktuell ist Facebook bei der Oculus Go noch auf die Hardware von Qualcomm angewiesen.

Ein weiterer Anwendungsbereich könnte im Bereich der „intelligenten“ Display-Lautsprecher liegen. Facebooks unter der Projektbezeichnung „Aloha“ vorgestellte und als „Portal“ in den Handel kommende Display-Lautsprecher sollen Amazons Echo mit Alexa Konkurrenz machen. Der Knackpunkt bei diesen datenintensiven Diensten ist die Hardware sowie die entsprechenden Schnittstellen und Treiber. Bei Verwendung eigener Prozessoren hätte Facebook eine bessere Kontrolle über die gesamte Produktentwicklung.

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