Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Karriere

Geschäftliche Mails nach Feierabend? Bitte nur in angemessenem Ton

(Foto: Gina Sanders/ Fotolia.com)

Der Einfluss von Arbeits-E-Mails nach Feierabend wirkt sich stark auf unser Wohlbefinden aus – meistens negativ. Das zeigt eine aktuelle Studie der University of Texas. 

E-Mails nach Feierabend lesen? Lieber nicht.

Die Studie „Hot Buttons and Time Sinks: The Effects of Electronic Communication during Nonwork Time on Emotions and Work-Nonwork Conflict“ der Texaner Universität in Arlington zeigt, dass viele Menschen sich von geschäftlichen geschäftliche E-Mails lesen.

„Die Studienteilnehmer berichteten, dass es sie ärgert, wenn sie geschäftliche E-Mails oder Kurznachrichten nach Feierabend erhalten, vor allem dann, wenn die Nachrichten negative Inhalte enthielten oder die Mail viel Zeit beansprucht“, so Hauptautor Marcus Butts. Nachrichten mit eindeutig positiven Inhalten lösten jedoch positive Gefühle aus – auch wenn die nicht von langer Dauer sind. Butts hält das für eine der überraschendsten Erkenntnisse der Studie.

Geschäftliche Kommuniktion kennt keinen Feierabend mehr

email angry
Nur noch mal schnell die E-Mails checken? Lieber nicht. (Foto: Gina Sanders/ Fotolia.com)

Die Wissenschaftler haben unter den Teilnehmern der Studie zwei Hauptkategorien ausgemacht. Zum einen die Arbeiter, die versuchen, ihr Arbeitsleben strikt vom Privatleben zu trennen (Segmentors) und zum anderen die, die auf dem Laufenden bleiben wollen – auch in ihrer Freizeit (Integrators). Die Studie zeigte allerdings, dass beide Gruppen Ärger über After-Work-E-Mails empfinden – mit dem Unterschied, dass die Integrators sich nicht in ihrem Privatleben beeinträchtigt fühlen. Besonders für die Gruppe der Segmentors kann eine nicht funktionierende Work-Life-Balance langfristig auch zu gesundheitlichen Problemen führen, wenn der Ärger laufend so groß ist, dass sie unter der Beeinträchtigung ihres Privatlebens leiden.

Wichtig bei After-Work-E-Mails: Nicht nur das Wann, sondern das Wie

Die Idee zu der Studie kam Butts, als er beobachtete, wie das Privatleben seiner Frau von geschäftlichen E-Mails und Nachrichten beeinflusst wurde, sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht. Daraufhin wollte er herausfinden, wie es anderen Berufstätigen geht. Durch Smartphones und die Kultur des „Always on“ kenne die geschäftliche Kommunikation keinen Feierabend mehr und sei allgegenwärtig. „Aber wie alles andere auch kann das gut oder schlecht funktionieren. Die Umsetzung ist ganz Entscheidend für den Erfolg“, sagt Rachel Croson, Dekan des College of Business, in deren Fachbereich die Studie erarbeitet wurde.

Die Studie enthält deswegen auch Informationen für Führungskräfte, nicht nur darüber ob und wann sie ihre Mitarbeiter kontaktieren können, sondern auch vor allem wie. Die vollständige Studie wurde im Academy-of-Management-Journal veröffentlicht.

Gehörst du zu den Segmentors oder zu den Integrators? Schreib uns in den Kommentaren, wie du es mit geschäftlichen E-Mails nach Feierabend hältst.

via bgr.com

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

6 Reaktionen
Jonas

Geschäftliche Mails während der Arbeit und Private Nachrichten (Mails und Chat) außerhalb der Arbeit und evtl. in der Mittagspause.

Antworten
Sabine Nuffer

Ich als Integrator (Social Media Managerin) bin es gewohnt, dass viele Mails in der Mittagspause und in den Abendstunden eintreffen. Aber ich weiß es vorher, sortiere nach Wichtigkeit und lasse mich nicht unter Druck setzen, sondern nutze die Beantwortung als UNP für mein kleines Business. Wo Werbeagenturen erste montags um 9 Uhr wieder antworten, habe ich meinen Kunden noch am Freitag um 21 Uhr glücklich gemacht. Aber wie gesagt: Nur im Rahmen des Machbaren und nicht zu jedem Preis.

Antworten
Sabine Nuffer

Sorry, statt UNP -> USP = unique selling point

Antworten
Marco

Also früher war ich eher ein Integrator.... Allerdings bin ich davon mittlerweile weg... Ich habe jegliche E-Mail-Konten aus dem Smartphone verbannt (auch private Konten).... E-Mails werden jetzt wieder klassisch nur am PC/Laptop gelesen und zwar je nach Tätigkeitsfeld (private Mails zu hause, geschäftliche Mails auf Arbeit).

Antworten
Nico Saborowski

E-Mails mit negativen Inhalt führen zu negativen Gefühlen und positive Mails machen kurze Zeit glücklich - und das gilt nur für Afterwork-Mails?

Antworten
Dominik

Ist doch wirklich ein überraschendes Studienergebnis :p. Viel eher hätte ich die verstärkende Komponente bei Angestellten hevorgehoben. Die Zeit der "Bearbeitung" kriege ich nun nicht bezahlt und dann auch noch sowas.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen