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Fleisch aus dem Weltraum? Dieses Experiment war Teil einer Mission zur ISS

Am 9. April war die erste rein private Raumfahrt-Mission zur ISS gestartet, jetzt kehrt die vierköpfige Besatzung zur Erde zurück. Mit an Bord der Crew-Dragon-Raumkapsel: Equipment, um ein Steak zu züchten.

2 Min. Lesezeit
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Mark Pathy, Larry Connor, Michael López-Alegriá und Eytan Stibbe an Bord der Dragon-Kapsel. (Foto: SpaceX)

Im Zuge der kommerziellen Raumfahrt-Mission „Ax-1“ führt die Besatzung diverse Experimente durch. Auf dem Plan stehen medizinische, physikalische und technische Untersuchungen – und auch die Frage, wie Lebensmittel in der Zukunft produziert werden könnten.

Die Mission Ax-1: Wenn Unternehmer ins All fliegen

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Michael López-Alegría, Larry Connor, Eytan Stibbe und Mark Pathy sind mit einer Raumkapsel von Elon Musks Space X zur ISS geflogen. López-Alegría ist Astronaut, seine drei Begleiter sind Unternehmer und Investoren. Ax-1 ist ein Gemeinschaftsprojekt, für den Flug hatten sich SpaceX, die Nasa und das private Raumfahrtunternehmen Axiom Space zusammengetan.

Das Besondere an der Mission: Zwar hatten bisher schon einzelne Weltraumtouristen die internationale Raumstation besucht, im Zuge von Ax-1 war aber erstmals eine komplett private Crew auf der ISS zu Gast.

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55 Millionen Dollar soll der Ticketpreis pro Kopf laut Medienberichten betragen haben. Axiom Space betont allerdings auch, es handele sich bei der Mission nicht um einen reinen Vergnügungstrip – neben den Teilnehmern hatte die Crew Dragon diverses Forschungsequipment geladen. Und während beispielsweise Larry Connor an den Auswirkungen der Weltraumreise auf bestimmte Herz-Zellen forscht, hat Stibbe eben Ausrüstung für die Fleisch-Zucht mitgenommen.

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„Clean Meat“ aus Israel – jetzt auch im All?

Hinter dem Steak im All steckt die israelische Firma Aleph Farms, an der beispielsweise auch Leonardo DiCaprio Anteile besitzt. Das Unternehmen beschäftigt sich damit, wie Fleisch im Labor hergestellt werden kann.

Dieses kultivierte Fleisch, das auch als „Clean Meat“ bezeichnet wird, könnte irgendwann die Möglichkeit bieten, Massentierhaltung zu reduzieren. Noch ist das allerdings Zukunftsmusik, eine erschwingliche Produktion in größeren Mengen, Lebensmittelzulassungen und die äußert sensible Produktionsumgebung sind Herausforderungen, vor denen Herstellende stehen. Und: Es braucht noch immer Tiere, denen Zellen für die Zucht entnommen werden.

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Warum die Fleisch-Zucht jetzt trotzdem auch im All ausprobiert wird? Die Experimente von Eytan Stibbe sind Teil der Kampagne „Mission Space Food“. Zusammen mit der Firma Astreas, die sich auf Raumfahrtnahrung spezialisiert hat, will Aleph Farms es irgendwann Astronaut:innen ermöglichen, sich auch im All mit Fleisch zu versorgen.

Durch die Produktion an Bord der Raumstation soll beispielsweise Transportplatz eingespart werden. Und wer weiß – vielleicht nehmen ja auch irgendwann Elon Musk und Jeff Bezos die Fleischzucht mit auf ihre Space-Kolonien? Noch ist allerdings nicht klar, ob die tierischen Zellen sich auch unter Weltraum-Bedingungen entsprechend vermehren können.

Kritische Stimmen, die beispielsweise die BBC anführt, sagen zudem: Diese Art der Versorgung sei viel zu unsicher, um sie tatsächlich für die Raumfahrt in Betracht zu ziehen. Außerdem sei die Zucht von Fleisch im All wohl kaum weniger kompliziert, als entsprechende Nahrung einfach schon von der Erde mitzunehmen.

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