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Mit virtuellen Bäumen produktiver arbeiten: Das steckt hinter der App Forest

Forest-App. (Grafik: Forest)

Die hübsche App Forest setzt auf Gamification, um euch zu gelegentlichen Smartphone-Pausen zu bewegen. Das Konzept ist süß und könnte seine Anhänger finden.

Forest soll euch dazu motivieren, weniger oft auf euer Smartphone zu schauen. (Screenshots: Forest)

Forest soll euch dazu motivieren, weniger oft auf euer Smartphone zu schauen. (Screenshots: Forest)

Forest-App: Wie ein virtueller Wald euch produktiver machen soll

Natürlich legen wir alle gelegentlich unser Smartphone beiseite. Aber machen wir das bewusst und können wir dann auch sagen, wie lange wir nicht mehr auf das Display geschaut haben? In den meisten Fällen vermutlich eher nicht. Dabei lenken uns unsere Smartphones in vielen Situationen einfach nur ab. Wer etwas erledigen muss, tut das schneller, wenn er nicht alle paar Minuten auf sein Handy starrt. Und auch die zwischenmenschlichen Kontakte profitieren in der Regel davon, wenn man während eines Gesprächs nicht ständig mit dem Augen am Bildschirm klebt – „Phubbing“ wurde dieses unhöfliche Verhalten gegenüber Freunden und Bekannten einst in einer Marketing-Kampagne getauft.

Trotzdem schaffen es nur die wenigsten von uns, ihr Smartphone bewusst zur Seite zu legen. Jetzt soll uns ausgerechnet eine Smartphone-App dabei helfen, genau das zu tun.

Die App nennt sich Forest und soll ihre Nutzer dazu bringen, ihr Smartphone für jeweils 30 Minuten nicht zu verwenden. Damit wir auch ausreichend dazu motiviert sind, setzen die Macher auf Gamification. Darunter versteht man den Einsatz von spieltypischen Elementen in einem Kontext, der nichts mit Spielen zu tun hat. Im Fall der Forest-App geht es um die aus Videospielen bekannte Belohnung durch praktisch wertlose virtuelle Güter. Wenn ihr es schafft, 30 Minuten keine andere App zu öffnen, dann werdet ihr mit einem Baum belohnt. Der wächst in einem virtuellen Wald, der immer größer wird, je häufiger ihr die von der App vorgegeben Zeitspanne von 30 Minuten ohne Unterbrechung durchsteht. Wer doch zum Handy greift, zerstört das zarte Pflänzchen.

Mein Freund, der Baum: Bei Forest zählen eure Smartphone-Pausen

Auch wenn das Prinzip zunächst etwas albern wirkt, funktioniert es recht gut. Die Grafiken sind hübsch gestaltet und irgendwie wollen wir ja alle etwas gewinnen, auch wenn es nur virtuelle Bäume sind. Wer partout nicht auf bestimmte Apps verzichten kann, der hat die Möglichkeit, bestimmte Anwendungen auf eine Whitelist zu setzen. Die könnt ihr dann starten, ohne das Wachstum eures virtuellen Bäumchens zu gefährden. Allerdings seid ihr auf maximal drei Apps begrenzt. Wer tatsächlich noch mehr Apps freischalten möchte, dürfte aber generell kaum einen Nutzen in Forest finden.

Wenn ihr besonders stolz auf euren Wald seid, könnt ihr ein Bild davon direkt aus der App heraus über Facebook und Twitter teilen. So könntet ihr euch vermutlich auch gegenseitig zu Smartphone-Pausen motivieren und einen Wettbewerb mit Freunden und Kollegen daraus machen. Die Forest-App gibt es für iOS und Android. Die Variante für das iPhone kostet 0,89 Euro. Die Android-Version ist kostenfrei, wird allerdings durch Werbung finanziert.

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5 Kommentare
Judith

Ist ja wirklich eine sehr coole App. Ich halte die Leute immer an ihr Smartphone öfter mal weg zu legen um sich auch mal dem realen Leben zu widmen. Ich sehe dabei nicht nur einen Gewinn an produktiver Arbeitszeit sondern auch einen Gewinn an Zeit ganz ohne Technologie.

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