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In der Krise spielt Gender keine Rolle – mahnt dieser Investor

Rahmyn Kress, HenkelX Ventures. (Foto: Privat)

Frauen in Führung sind unterrepräsentiert, Gründungen oft Männersache. Was lässt sich dagegen tun? Der Investor Rahmyn Kress hat konkrete Vorschläge – macht aber auch eine ungewöhnliche Äußerung.

Im Facebook Space am Potsdamer Platz in Berlin tummeln sich auf engstem Raum 150 Frauen und nur eine Handvoll Männer. Es wird geredet, gelacht, gegessen. Der Raum scheint winzig für die vielen Menschen. Dass das Geschlechterverhältnis hier so ungleich ist, hat seinen Grund: Die Anwesenden sind auf der Eröffnung von Europas größtem Ideen-Hackathon für weibliche Talente – dem Xathon, organisiert von HenkelX Ventures. Während es im Hintergrund plätschert und im Vordergrund munter geplaudert wird, kommt man nicht umhin, die Szene zu bewerten. Was für ein cooles Format. Was für tolle Frauen. Doch gleichzeitig drängt sich die Frage auf, warum es im Jahr 2019 so etwas wie einen Ideen-Hackathon für Frauen braucht. Müssen Frauen immer noch gezielt gefördert werden?

Wer sich verschiedene Statistiken anschaut, merkt schnell: Die Antwort lautet „Ja“. Denn eine Parität der Geschlechter in Führungspositionen und unter Gründerinnen und Gründern gibt es noch lange nicht. Der Deutsche Startup-Monitor 2019 vermeldet 15,7 Prozent weibliche Gründerinnen (immerhin 0,6 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vorjahr), der diesjährige Allbright-Report spricht von einem Frauenanteil von 9,3 Prozent in den Vorständen der deutschen börsennotierten Unternehmen. Das ist immer noch erschreckend gering, ganz offensichtlich. Doch in der Debatte um die Karrierechancen von Frauen spricht man viel zu schnell nur vom Istzustand. Man bemängelt, kritisiert.

Doch welche Lösungen gibt es?

Am Eröffnungstag des Xathon finden noch keine Workshops statt. Dafür sind die Förderinnen und Förderer da, um das Konzept zu erläutern. Welcher Rahmen würde sich besser eignen, sich auf die Suche nach Lösungen zu begeben? Nach Lösungen für den Mangel an Diversität im deutschen Wirtschaftsapparat. Was kann man denn tun, um mehr Frauen in hochrangige Führungspositionen zu bekommen? Wie können mehr Frauen zu Gründerinnen werden?  Welche Maßnahmen ergeben wirklich Sinn? Diese Fragen sind nach wie vor nicht leicht zu beantworten, sonst hätten wir die Ungleichheiten vermutlich gar nicht. Von Quoten sind die meisten Unternehmen – aber auch viele Frauen – schließlich nicht zu überzeugen. 

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