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Gender Commerce: Was steckt hinter dem kaum bekannten Shopping-Trend?

(Foto: Shutterstock)

Bis vor einiger Zeit waren Websites und Shopping-Apps in Design und Aufbau vor allem für Männer konzipiert. Mit Gender Commerce soll sich das ändern. Was sich in den letzten Jahren getan hat und wo die Reise hingeht, verraten Julia Saswito und Marc Schürmann.

Frauen und Männer ticken unterschiedlich. Das ist nichts Neues und gilt auch für ihr Verhalten in der digitalen Welt. Neu ist jedoch, dass sich immer mehr Unternehmen dieser Tatsache bewusst werden und die Gestaltung ihrer Onlineshops, Websites und mobilen Apps vermehrt nach den Bedürfnissen der weiblichen Nutzer ausrichten. Bedenkt man, dass Frauen mehr als die Hälfte aller Online-Einkäufe tätigen, könnte man alles andere getrost als grob fahrlässig bezeichnen.

Große Fortschritte in den letzten Jahren

Überwiegend männliche Entwickler haben überwiegend männliche Websites entworfen. Abstrakte Freisteller, technische Details, Zahlen und nicht enden wollende Produktnamen waren online gang und gäbe. Und tatsächlich dauerte es einen Moment, bis sich herumsprach, dass diese Darstellung die Hälfte der Bevölkerung eher abschreckte als zum Kauf motivierte. Viel hat sich getan in den letzten Jahren.

Verschiedene Studien haben in der Zwischenzeit deutlich gemacht, inwiefern sich das Online-Verhalten von Frauen und Männern unterscheidet und Dienstleister sprachen Empfehlungen aus, warum und wie diese Erkenntnisse ins Design von Websites und Onlineshops einfließen können. So hat man beispielsweise herausgefunden, dass Frauen auf Subjekte, nicht Objekte fixiert sind. Funktioniert bei Männern also das freigestellte Produkt, bevorzugen Frauen die Darstellung im Kontext mit Menschen.

Aus diesem Grund erzählen Marken heute immer häufiger Geschichten und zeigen das Portfolio in Verbindung mit Personen und Alltagssituationen. Und was für Frauen funktioniert, muss ja für Männer nicht schlecht sein: Beide Zielgruppen können so die tatsächliche Größe des Produkts und seine Funktionen oder Vorteile im Bild klar erkennen. Da es oft die Frauen sind, die im Internet erste Recherche zu einem bestimmten Produkt betreiben bevor sie die Details mit ihrem Partner besprechen, beeinflusst diese Strategie letztendlich den gesamten Kaufprozess positiv.

Inspirationen bieten statt Potenzial verschenken

Darüber hinaus sind mittlerweile die für Frauen so wichtigen Erfahrungsberichte, Testimonials und Influencer stärker im Einsatz. Auch die Tatsache, dass Frauen im Netz nach Inspirationen suchen, wird immer häufiger von Shops berücksichtigt. Zur ausgewählten Hose schlägt der Anbieter also beispielsweise noch weitere zum Outfit passende Teile vor.

Diese große Auswahl an unterschiedlichen Produkten hilft Frauen, abzuwiegen, zu vergleichen und schlussendlich die „perfekte Lösung“ zu finden. Für Shopbetreiber bedeutet das, Merklisten und Warenkörbe für lange Zeit zugänglich zu machen und sie als eine Art Reflexionspause zu verstehen. Denn während der Mann gezielt sucht und kauft, überprüfen und justieren Frauen ihre Auswahlkriterien ständig. Wenn Shopbetreiber die vor einigen Tagen auf der Merkliste „geparkten“ Produkte also nicht mehr anzeigen, verschenken sie großes Potenzial. Vielleicht ist die Kundin nach längerer Überlegung ja zu dem Entschluss gekommen, dass sie nun doch die dort gespeicherten Teile möchte.

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3 Kommentare
Martin
Martin

Ist da auch irgendwas nur basierend auf Fakten? Wo sind die Quellen und Studien die zu solch komischen Aussagen kommen?

Schlechte UX ist doch wohl geschlechterneutral. Natürlich funktioniert gutes UX bei Frauen besser als schlechtes. Aber welch Wunder… gutes UX funktioniert auch bei Männern besser als schlechtes. Da gibt es keinerlei Unterschied?

Wo sind also wirklich die Fakten, die sagen dass lange Produktnamen bei Männern gut funktionieren aber bei Frauen nicht? Das ist doch schlicht Blödsinn?

Wo sind die Fakten, dass Storytelling neuerdings bei Männern nicht funktioniert, aber bei Frauen?

Welche Studie hat angeblich bewiesen, dass die CR bei Produkten mit Personen besser ist als ohne? Aber das eben nur bei Männer?

Kompletter Bullshit das Thema? Geht es hier nur darum eine Genderwall hochzuziehen wo keine ist? Es geht doch schlicht darum seine Zielgruppe zu kennen? Wenn man ein Produkt vermarktet und die Zielgruppe ist hauptsächlich weiblich, dann wird doch automatisch das genommen was basierend in Tests am besten abschneidet?

Antworten
Thomas
Thomas

Danke, genau das gleiche habe ich auch gedacht. Ein Versuch wieder Gender-Blödsinn loszutreten…

„Bis vor einiger Zeit waren Websites und Shopping-Apps in Design und Aufbau vor allem für Männer konzipiert“
Fakten für diese Aussage? Wenn ich einen Computer kaufe, dann möchte ich ordentliche Bezeichnungen und technische Details. Beim Parfüm darf es auch gerne nur eine ausschweifende Beschreibung sein; wohin mich das Parfüm mitnimmt.

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