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Ratgeber

Geschäftskonto gesucht? Diese Anbieter locken mit vielen Funktionen für wenig Geld

Geschäftskonten für Selbstständige und Unternehmen im Vergleich. (Foto: Holvi)

Du suchst ein günstiges und schnell zu eröffnendes Geschäftskonto? Diese Anbieter wollen vor allem Selbstständige, Startups und Kleinunternehmen überzeugen.

Selbstständige und Kleinunternehmen kennen das Problem: Zum Start ihre Gründung wird ein Geschäftskonto benötigt, doch der Weg in die nächste Bankfiliale erweist sich dafür zumeist als wenig sinnvoll. Viele Banken gewähren jungen Unternehmern keinen Dispokredit oder verlangen hohe Kontoführungsgebühren. Kosten von bis zu mehreren Hundert Euro jährlich sind keine Seltenheit. Hinzu kommen weitreichende Dokumentationspflichten wie beispielsweise das Ausfüllen von Selbstauskünften.

Geschäftskonto neu gedacht

Um dieses Problem zu lösen, bieten einige Anbieter neue und speziell auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und Kleinunternehmen zugeschnittene Geschäftskonten an. Die Kontoeröffnung erfolgt online, es gibt nur geringe oder gar keine Gebühren und neben einer Software zur Verwaltung der Finanzen, erhalten die Kunden in der Regel auch eine Kreditkarte zum Bezahlen im Internet mit dazu.

Doch welche Anbieter gibt es überhaupt? Welche dieser neuartigen Geschäftskonten eignen sich für Unternehmen mit Sitz in Deutschland? Was sind die Preise? In der nachfolgenden Übersicht beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Diese Geschäftskonten gibt es für Unternehmer

Kontist

Das Geschäftskonto von Kontist. (Bild: Kontist)

Der Berliner Anbieter Kontist verspricht ein von Selbständigen für Selbstständige entwickeltes Geschäftskonto, das Banking, Buchhaltung und Steuerkontrolle unter einem Dach vereint. Die Kontoeröffnung über die hauseigene App ist angeblich papierlos möglich und soll nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nehmen. Danach steht den Kunden ein vollwertiges Geschäftskonto mit einer deutschen IBAN sowie Einlagensicherungsschutz bis 100.000 Euro zur Verfügung.

Der Zugriff auf das Konto erfolgt wahlweise per App oder über die Website. Dort lassen sich beispielsweise Rechnungen bezahlen, Kontostände und Transaktionslisten abrufen oder die angeschlossenen Buchhaltungsfunktionen nutzen. Interessant: Kontist will Selbstständige auch vor Steuerfallen schützen. So berechnet das Konto automatisch die anteilige Einkommen- und Umsatzsteuer auf Einnahmen und Ausgaben und legt Rücklagen auf einem virtuellen Unterkonto beiseite.

Darüber hinaus können Kunden von Kontist nach Eröffnung eines Geschäftskonto optional eine Debit-Kreditkarte beantragen. Jede Ausgabe wird in derselben Sekunde belastet und durch eine Push-Benachrichtigung bestätigt. Die Kosten für die Nutzung der Karte belaufen sich auf jährlich 29 Euro zuzüglich Gebühren für Abhebungen an Bankautomaten in Höhe von zwei Euro. Das Basiskonto von Kontist ist dagegen kostenlos, solange keine Mahnungen oder Rücklastschriften erfolgen. Die vollständige Preisübersicht findet sich auf dieser Seite.

N26 Business

Bisher war das banklizenzierte Fintech N26 vor allem für sein Smartphone-Konto für Verbraucher bekannt. Im Frühjahr 2016 hat N26 aber auch ein mobiles Bankkonto für Selbstständige zur Abwicklung ihrer Finanzgeschäfte gestartet. Die Eröffnung von N26 Business soll nur acht Minuten dauern und kommt standardmäßig mit einer kostenlosen Debit-Mastercard daher. Auf Wunsch kann zusätzlich eine Maestro-Card für private Ausgaben beantragt werden. Barabhebungen werden hier allerdings mit Pauschalkosten von zusätzlich zwei Euro veranschlagt.

Im Mittelpunkt von N26 Business steht aber ohnehin die Benutzeroberfläche: Über die Smartphone-App und eine Browseransicht können Selbstständige ihre Finanzen verwalten, Überweisungen tätigen und alle Ein- und Ausgaben im Blick behalten. N26 bewirbt besonders die Tagging-Funktion: So können zusammenhängende Transaktionen verschlagwortet und automatisch per Klick zu einer Übersicht erstellt werden. Dies soll etwa bei der Steuererklärung helfen, wenn geschäftliche und private Ausgaben voneinander getrennt werden müssen. Die vollständige Preisübersicht findet sich auf dieser Seite.

Für Geschäftsführer von Unternehmen ist N26 Business derzeit übrigens nicht verfügbar. Auch wer schon Kunde des normalen N26-Angebots ist, kann das Geschäftskonto nicht hinzubuchen. Angeblich arbeitet das Unternehmen aber bereits daran, das Geschäftskonto auch anderen Personengruppen zugänglich zu machen.

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Eine Reaktion
BWelzel

Zwei Anmerkungen zum Artikel: Die Features der Anbieter sind nicht wirklich relevant für ein Geschäftskonto, und selbst mein Sparkasse in Köln/Bonn hat nach meiner Meinung eine innovativere Online-Banking App als z.B. N26. Insgesamt bin ich persönlich von den fintech Startups maßlos enttäuscht. Statt Innovation werden exakt die gleichen Produkte wie bei bestehenden Banken in einer "tollen" App präsentiert. Trotz Bankenlizenz würde ich auf keinen dieser Anbieter mein Geld setzen; Erfolg entsteht nicht durch tolle Werbung und eine App mit netten Bildern. Wert erschaffen die Anbieter für mich jedenfalls NICHT und wenn es den meisten anderen Menschen genauso geht werden diese Unternehmen genauso schnell wieder verschwinden wie Sie entstanden sind bzw. vom ersten echten Innovator ersetzen werden.

Wichtig ist aber folgendes:
Nach meiner Meinung ist für ein Geschäftskonto auch nicht entscheidend ob das Konto 2 Euro oder 10 Euro im Monat kostet.

Es zählt für mich nur die Bereitschaft der Bank eine Kreditlinie ein zu räumen, als Partner bei Finanzierungen zur Seite zu stehen um die eigentliche Aufgabe einer Bank zu erfüllen: Die Versorgung von Unternehmen mit Liquidität.

Also: statt nur auf die Kontoführungsgebühren zu schauen sollte die Überlegung eher sein sich zu fragen wo das Unternehmen sich mal hin entwicklen will. Eine Bank vergibt Kredite nur gegen Sicherheiten und Erfahrung. Also gilt es einen Score auf zu bauen um langfristig die Möglichkeit zu bekommen z.B. kurzfristig Liquidität zu erhalten. Mit einer lokalen Sparkasse nebst Kundenberater vor Ort und persönlicher Beziehung geht das; ob ein tolles Online-Angebot sich ähnlich als Partner des Unternehmens versteht?

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