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Getyourguide: Softbank und weitere stecken 433 Millionen Euro in Erlebnis-Startup aus Berlin

Das Führungsteam von Getyourguide. (Foto: Getyourguide)

Das Berliner Startup Getyourguide hat sich in einer von Softbank angeführten Finanzierungsrunde 433 Millionen Euro gesichert. Der Erlebnis-Anbieter steigt damit zum Einhorn auf.

Das in Berlin und Zürich beheimatete Erlebnis-Startup Getyourguide bekommt eine Kapitalspritze von umgerechnet rund 433 Millionen Euro und steigt zum Einhorn auf. Damit ist die Gründermetropole Berlin um ein Startup mit Milliardenbewertung reicher. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Vision Fund des japanischen Tech-Konzerns Softbank. Weitere Geldgeber waren Temasek, Lakestar, Korelya Capital und Heartcore Capital, wie Getyourguide mitteilt. Bestehende Investoren wie Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank bleiben laut dem Startup weiter an Bord.

Über den Einstieg des japanischen Technologiefonds von Softbank hatte deutsche-startups.de schon Ende April berichtet, lag aber bei der Investitionssumme etwas zu hoch. Die vor wenigen Wochen kolportierte Summe von 500 Millionen Euro hätte die Bewertung der 2009 von Johannes Reck und Tao Tao gegründeten Firma auf angeblich 1,6 Milliarden Euro gebracht.

Softbank verhandelt schon länger mit Getyourguide

Über Getyourguide können Reisende diverse Erlebnisse buchen. So bietet die Online-Plattform beispielsweise geführte Harry-Potter-Touren durch London an, in Thailand wiederum lassen sich Bootsfahrten und Elefantensafaris buchen. Seit seiner Gründung hat Getyourguide nach eigenen Angaben rund 25 Millionen solcher Tickets verkauft. Mehr als 450 Mitarbeiter sollen verteilt über 14 Büros weltweit dort arbeiten. Mit Softbank hatte Getyourguide schon länger über ein Investment verhandelt.

Der erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsrunde ist für die Berliner Gründerszene insgesamt ein starkes Signal. Softbank investiert seit Jahren gezielt in vielversprechende Online-Plattformen mit Aussicht auf die Weltmarktführerschaft. In der Vergangenheit beteiligten sich die Japaner beispielsweise am Ridesharing-Dienst Uber, dem Teammessenger Slack und dem Büroanbieter Wework. Auch in die Berliner Gebrauchtwagenplattform Auto1 hat Softbank bereits medienwirksam investiert. Kürzlich kam mit dem Bezahldienstleister Wirecard sogar ein börsennotiertes Unternehmen aus Deutschland hinzu.

Getyourguide noch nicht profitabel

Das Berliner Startup Getyourguide wird die frischen Geldmittel unter anderem dazu verwenden, sein Angebot auszubauen und den Buchungsprozess zu verbessern. Außerdem sollen zusätzliche Marketingkanäle genutzt werden, um weltweit mehr Reisende zu erreichen. Ziel sei es, „die weltweit führende Marke für Reiseerlebnisse zu werden“. Noch ist Getyourguide nicht profitabel. Die letzten Zahlen aus dem Jahr 2016 weisen einen Verlust von 17,2 Millionen Euro aus – bei einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro.

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