Die Gift- und Gegengift-Methode: So werden deine Neujahrsvorsätze zum Erfolg

Ach ja, die guten Vorsätze – wir formulieren sie gern am Anfang des Jahres oder wenn uns einfach mal wieder die Decke auf den Kopf fällt. Der Job soll abwechslungsreicher werden, der eigene Alltag aktiver, die Beziehung zu Freund:innen besser und der anstehende Urlaub besonders erholsam.
Klingt alles gut – aber auch ziemlich vage. Deswegen kommt hier eine Methode, die helfen soll, ins konkrete Formulieren zu kommen.
Die Gift- und Gegengift-Methode: Was wäre das Worst-Case-Szenario?
Wie würde das komplette Gegenteil von deinem Vorsatz aussehen? Diese Frage stellen Managementberaterin Annette Blumenschein und die Industriedesignerin Ingrid Ute Ehlers am Anfang ihrer „Gift- und Gegengift-Methode“.
Aus dem „richtig erholsamen Urlaub” wird in Schritt eins also ein „absolut stressiger Urlaub“. Schritt zwei lädt dann dazu ein, das Worst-Case-Szenario, das hier als „Gift“ bezeichnet wird, fast schon absurd genau auszuformulieren.
Was würde den Urlaub besonders stressig machen? Die Chefin ruft ständig an und ich arbeite quasi die komplette Zeit. Ich lade mir den Tag voll mit To Dos und kann gar nicht richtig entspannen. Ich habe meinen Flug zu knapp gebucht und verpasse deswegen meine Anschlüsse – und so weiter, und so fort.
Das Gegengift: So werden die Schritte zum Ziel konkreter
Wenn das „Gift“ in allen Details steht, ist eine kleine Pause angesagt. Danach geht es ans „Gegengift“. Was wäre das Gegenteil zu den beschriebenen Worst-Case-Szenarien?
Im Beispiel: Meine Übergabe vor dem Urlaub lief gut, ich habe eine klare Stellvertretung definiert und Grenzen gesetzt, was meine Erreichbarkeit im Urlaub betrifft. Ich habe Zeitfenster eingeplant, in denen ich einfach mal nichts unternehme. Ich habe die Reisetage so gestaltet, dass genug Puffer eingeplant ist.
Natürlich gibt es bei den Gegengift-Möglichkeiten ein paar Grenzen – zum Beispiel was die Pufferzeiten auf Reisen angeht, niemand kann alle Eventualitäten einberechnen. Aber im Idealfall hast du am Ende der Übung verschiedene Ansatzpunkte herausgearbeitet, wie du deine große Idee mit verschiedenen kleineren Schritten angehen kannst.