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„One Girl One Cup“ – Femcare-Startup zeigt Tutorials auf Pornhub

Aufklärung und Statement zugleich: The Female Company zeigt explizite Video-Tutorials auf Pornhub. (Foto: The Female Company)

The Female Company macht normalerweise Werbung für Menstruationsprodukte auf Instagram. Weil die neue Kampagne des Startups dort als Pornografie zensiert wird, hat sich das Unternehmen etwas einfallen lassen.


„One Girl One Cup“ – so heißt die Video-Serie des Femcare-Startups The Female Company, mit der es den Gebrauch einer Menstruationstasse erklären will. Allerdings wird explizite Aufklärung über die Menstruation auf Social-Media-Plattformen wie Pornografie behandelt und geblockt. Um sich dagegen zu wehren und trotzdem zeigen zu können, wie Periodenprodukte richtig genutzt werden, musste das Startup kreativ werden – und hat sich für eine andere Plattform entschieden.

The Female Company ist ein Berliner Startup, das Tampons, Binden und nun auch Menstruationstassen vertreibt. Schon seit einer ganzen Weile ist das Unternehmen der Gründerinnen Ann-Sophie Claus und Sinja Stadelmaier darum bemüht, die Menstruation aus der gesellschaftlichen Schmuddelecke herauszuholen. In dem Bemühen, Menschen rund um die Regelblutung aufzuklären und zu beraten, stößt das Team von The Female Company allerdings an seine Grenzen.

Das Startup will vormachen, wie Periodenprodukte richtig genutzt werden

„Wir erhalten nahezu täglich Anfragen zur Benutzung der Menstruationstasse. Einiges können wir beschreiben – aber wenn es um Themen wie die besten Positionen zum Einführen geht, stoßen selbst wir an unsere kommunikativen Grenzen. Das muss man einfach zeigen“, sagt Ann-Sophie Claus, Mitgründerin von The Female Company.

Das Team des Femcare-Startups hat sich deswegen dazu entschlossen, explizite Video-Tutorials zu drehen, in denen eine Frau tatsächlich vormacht, wie man die Produkte des Startups richtig nutzt. Darstellerin der Videos ist Lina Bembe, die sich im Rahmen der Online-Plattform Sex School und in Ted-Talks um Aufklärung rund um Sex, Beziehungen und feministische Pornografie bemüht.

Allerdings kann das Startup seine Community mit diesen Videos nicht wie gewöhnlich über Social Media erreichen; Instagram, aber auch Videoplattformen wie Youtube würden die Clips als pornografische Inhalte zensieren. Um dagegen ein Statement zu setzen und die Videos trotzdem auszuspielen, hat sich The Female Company eine andere Plattform für die Veröffentlichung gesucht: Pornhub.

Wieso ausgerechnet Pornhub?

„Pornhub steht aktuell dafür in der Kritik, unangemessene Inhalte für jede und jeden zugänglich zu machen. Wir finden, es ist Zeit, dass dort endlich guter Content gezeigt wird“, erklärt Claus. Denn was wirklich frei zugänglich sein solle, sei Aufklärung.

Hier könnt ihr den Teaser zu „One Girl One Cup“ sehen:

 

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