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Goldman Sachs macht Diversität zur Bedingung

Goldman-Sachs-CEO David Solomon. (Foto: dpa)

Goldman Sachs wird zukünftig keine Firmen mehr beim Börsengang begleiten, in deren Aufsichtsrat sich nicht mindestens eine Frau oder ein Mitglied einer anderen traditionell unterrepräsentierten Gruppe befindet.

Europäische und US-amerikanische Firmen, deren Aufsichtsrat ausschließlich aus weißen Männern besteht, werden demnächst nicht mehr auf die Dienste der Investmentbank beim Börsenstart zurückgreifen können. „Ich schaue auf die Börsengänge der letzten vier Jahre zurück, und die Performance der Börsengänge, bei denen eine Frau im Vorstand war, ist in den USA deutlich besser als die Performance der Börsengänge, bei denen keine Frau im Vorstand war“, erklärte Firmenchef David Solomon im Rahmen eines Fernsehinterviews mit dem US-Sender CNBC.

„Ab dem 1. Juli werden wir daher in den USA und in Europa ein Unternehmen nur dann an die Börse bringen, wenn es mindestens einen diversen Vorstandskandidaten mit Schwerpunkt auf Frauen gibt“, so Solomon weiter. Ab dem Jahr 2021 verlangt Goldman Sachs, dass mindestens zwei Aufsichtsratsposten entweder von Frauen oder Angehörigen anderer unterrepräsentierter Gruppen besetzt werden müssen. In einem Statement erklärt Goldman Sachs gegenüber der New York Post des Weiteren, dass diese Vorgabe auch auf alle nicht-börsennotierten Unternehmen ausgeweitet werde, an denen die Investmentbank eine Mehrheitsbeteiligung hält. Bei Bedarf werde die Bank Firmen dabei unterstützen, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden.

Goldman Sachs: Firmen mit rein männlichem Aufsichtsrat schneiden schlechter ab

Nach Angaben von Goldman Sachs legen Firmen einen erfolgreicheren Börsenstart hin, wenn ihr Aufsichtsrat nicht nur aus Männern besteht. Laut der Investmentbank stieg der durchschnittliche Aktienkurs von Firmen, bei denen sämtliche Aufsichtsratsposten von männlichen Weißen besetzt war, innerhalb des ersten Jahres um 13 Prozent. Bei Firmen mit durchmischtem Aufsichtsrat lag der durchschnittliche Zuwachs hingegen bei 44 Prozent. Das deckt sich mit früheren Studien, die einen Zusammenhang zwischen überdurchschnittlichem Frauenanteil an der Firmenspitze und der Kursentwicklung gefunden haben.

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Ein Kommentar
David

Was für ein lächerlicher Mumpitz! Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder sollten besser nach Kompetenz und relevanten Fähigkeiten besetzt werden, wie nach Geschlecht. Das ist keine Diversity sondern ideologischer Schwachsinn.

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