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Google Analytics 4 Properties – sollten Nutzer umsteigen?

Google Analytics 4 Properties sind da. Unsere Gastautorin erklärt, wie das neue Google-Analytics-Tracking aussieht, wo die Unterschiede zum „Standard-Analytics“ liegen und ob sich das Upgrade lohnt.

Von Mira Rodrigues
4 Min. Lesezeit
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Google Analytics setzt auf maschinelles Lernen. (Foto: BigTunaOnline / Shutterstock.com)

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Seit einigen Tagen zeigt Google Analytics auf der Reporting-Übersicht folgenden Hinweis an:

(Screenshot: Mira Rodrigues)

Das Tool empfiehlt dem Nutzer, auf die neue Google Analytics 4 Property umzusteigen und die neue Google-Analytics-Oberfläche zu nutzen.

Was verbirgt sich hinter Analytics 4 Properties?

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„The Future of Google Analytics“, wie Google GA4P selbst auch nennt, wurde Mitte Oktober 2020 veröffentlicht und ist eine Weiterentwicklung von Google Analytics for Web and App, das vergangenes Jahr in der Beta-Version auf den Markt kam.

Kurz gesagt handelt es sich bei Analytics 4 Properties also tatsächlich um eine neue Form von Google Analytics, die nicht nur plattformübergreifendes Tracking ermöglicht, sondern auch noch allerhand zusätzliche Features mitbringt und sich sowohl optisch als auch technisch vom gewohnten Universal Analytics unterscheidet.

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Universal Analytics vs. Analytics 4 Properties – wo liegen die Unterschiede?

Der Fokus in den neuen Analytics-Properties geht immer weiter weg vom klassischen Session-Tracking. Anstelle von Sitzungen stehen hier Nutzerverhalten und Ereignisse im Vordergrund – und das zeigt sich nicht nur in den neuen Reports.

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Neuerungen und neue Features sind zum Beispiel:

  • Plattformübergreifendes Tracking: App und Website können in der gleichen Property getrackt werden.
  • Automatisiertes Ereignis-Tracking: Einige Ereignisse, zum Beispiel Scroll-Events, können ohne Code-Anpassungen gemessen werden.
  • Funnel-Reports: Funnel-Reports können selbst zusammengestellt und individuell gefiltert werden und sind nicht mehr nur für E-Commerce-Daten verfügbar.
  • Verbessertes Nutzer-Tracking: Während man in Universal Analytics entweder eigene Nutzer-IDs hinterlegen oder sich auf das Tracking-Cookie verlassen musste, arbeiten die neuen Properties nach dem Wasserfall-Prinzip: Wird keine eigene Nutzer-ID übermittelt, werden automatisch Google-Signals-Daten herangezogen. Sind auch die nicht verfügbar, wird die Geräte- oder die Cookie-ID genutzt.
  • Domainübergreifendes Tracking: Cross-Domain-Tracking ist nicht neu – neu ist aber, dass es komplett ohne Code-Anpassung und direkt im Analytics-Interface konfiguriert werden kann. Super schnell und einfach!

Das sind natürlich längst nicht alle Anpassungen, die das neue Google Analytics zu bieten hat – eine komplette Aufzählung würde nicht nur den Rahmen sprengen, sondern wäre auch sehr schnell wieder veraltet. Google Analytics 4 Properties werden im Moment sehr schnell und aktiv weiterentwickelt, sodass es beinahe wöchentlich Neuigkeiten und Updates gibt.

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Ein paar tiefere Einblicke möchten wir euch dennoch nicht vorenthalten, deswegen nehmen wir euch jetzt mit ins Interface zu einem kleinen Tool-Einblick:

Startseite/Overview

(Screenshot: Mira Rodrigues)

Schon hier fällt auf, dass Google Analytics optisch stark überarbeitet wurde – inhaltlich ist die Startseite aber noch recht ähnlich zur Universal-Analytics-Overview.

Echtzeit-Reports

Interessanter wird es in der Echtzeit-Übersicht. Hier wird nicht nur optisch ansprechend mit einer großen Karte und einem Kachel-Design gearbeitet, es ist auch möglich, direkt zu filtern und zu vergleichen:

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(Screenshot: Mira Rodrigues)

 

(Screenshot: Mira Rodrigues)

Filter und Vergleiche

Die Datenansichts-Filter, die man aus Google Analytics kennt, fallen in den neuen Analytics Properties weg – dafür lassen sich Reports in Echtzeit filtern. Das funktioniert wesentlich einfacher und benutzerfreundlicher als in Universal Analytics und ist nicht permanent – die Gefahr, eine komplette Datenansicht mit einem einfachen Filter zu ruinieren, wurde also gebannt.

Das Filter-Menü sieht folgendermaßen aus:

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(Screenshot: Mira Rodrigues)

Bleibt die abschließende (und wichtigste) Frage:

Sollten Nutzer schon jetzt auf GA4P umsteigen?

Auch wenn bei Google Analytics 4 Properties alles neu und super klingt und man bei all den neuen Features schneller auf den Hype-Train aufgesprungen ist, als man „Google Analytics 4 Property“ sagen kann, ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Ein paar Dinge solltet ihr also vor dem Umstieg beachten:

  • Die Data-Collection, also die Art, wie die Daten gesammelt werden, hat sich im Vergleich zu Universal Analytics verändert. Der Umstieg kann also unter Umständen mit Entwicklungs-Aufwand verbunden sein oder zumindest Tracking-Spezialisten erfordern.
  • Beim Upgrade werden bisherige Daten nicht importiert, die neue Property fängt also bei Null an. Aber keine Sorge: Obwohl „Upgrade“ klingt, als würde die alte Property durch die neue ersetzt werden, wird faktisch einfach eine neue Property aufgesetzt, die neben der alten läuft. Die Daten gehen also nicht verloren.

Der Schlüssel zu deinem Unternehmenserfolg ist, deine Kund:innen zu verstehen. Lerne in unserem Guide, wie du mit Customer Insights erfolgreicher wirst!

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Also: umsteigen, ja oder nein?

Von einem kompletten Umstieg ist derzeit noch abzuraten. Sinnvoller ist es, eine Google Analytics 4 Property aufzusetzen und sie parallel zur gewohnten Universal Analytics Property laufen zu lassen.

So können vor dem endgültigen Umstieg in Ruhe Daten gesammelt werden und Marketing- und BI-Teams können sich ausgiebig mit den neuen Reports und Möglichkeiten beschäftigen. Außerdem können Nutzer so das Beste aus beiden Reporting-Welten kombinieren und genau das nutzen, was das eigene Unternehmen gerade weiterbringt.

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