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Google Consumer Surveys: Eine lohnende Alternative zum klassischen Display-Marketing

(Bild: Screenshot)

Lesezeit: 5 Min.
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Das Kundenumfragetool von Google kann Advertisern helfen, kostengünstig, schnell und einfach Online-Umfragen zu erstellen. Auch Web-Publisher können von Google Consumer Survey profitieren.

Die Google Consumer Survey, auch Google Umfrage genannt, ist das hauseigene Kundenumfragetool des Suchmaschinengiganten. ??Mittels Google Umfragen können Advertiser kostengünstig, einfach und schnell Online-Umfragen erstellen und distribuieren. Für Web-Publisher können Google Umfragen eine lukrative zusätzliche Einnahmequelle zur klassischen Displayvermarktung sein.

Internetnutzer beantworten Fragen, um auf Premium-Content im World Wide Web zugreifen zu können. Im Gegenzug werden Publisher für jede beantwortete Frage beziehungsweise ausgefüllte Umfrage von Google bezahlt.

Im Folgenden thematisiert der Artikel die Google Umfragen als Instrument der Reichweiten-Monetarisierung für Publisher. Wenn ihr Advertiser seid oder euch für direktes Nutzerfeedback (Marktforschung, Produktneueinführung, Online-Shop) interessiert, um daraus resultierend fundierte Unternehmensentscheidungen zu treffen, dann klickt ihr am besten hier.

Google Umfragen für Publisher

Google Umfragen können für Web-Publisher einen signifikanten Zusatzerlös bedeuten. Die Voraussetzungen zur Nutzung sind gering, die technische Implementierung einfach und die zu erzielenden TKPs sehr attraktiv. Hier zeigen wir euch wie das funktioniert:

Um als Publisher Google Umfragen zu nutzen, müssen lediglich drei Schritte ausgeführt werden:

Fast fertig!

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Im Adsense-Konto anmelden

Ihr braucht keine Adsense-Anzeigen auf der eigenen Website zu schalten, ihr benötigt aber euer Adsense-Konto, um Auszahlungen zu erhalten. Google nutzt euren Adsense-Account, um die mittels Google Umfragen generierten Erlöse an euch auszuzahlen.

Ein Google Umfrage-Konto erstellen

Für die Erstellung eines Google Umfrage-Kontos benötigt ihr eure Publisher-Adsense-ID. Diese erhaltet ihr nach Log-In in euer Adsense-Konto über “Einstellungen” ? „Konto“ ? “Kontoinformationen”. Anschließend erfolgt die Anmeldung für die Google Umfragen über diese Seite (verlinken auf: surveys.google.com/publisher/landing).

Anmeldeprozess für Publisher zu den Google Umfragen (Bild: Screenshot)

Jetzt müssen lediglich “Site name” und “Site domain” übermittelt und das “Consumer Surveys publisher agreement” akzeptiert werden, dann leitet euch Google automatisch zum personalisierten Google-Umfrage-Dashboard weiter.

3. Code-Snippet auf der Website einfügen

Das Google-Umfrage-Konto beschränkt sich auf wenige notwendige Informationen:

  • „Code Instructions“: Hier erhaltet ihr den Code zum Einbau auf eurer Seite
  • „Settings“: Hier stehen die allgemeinen Account-Informationen
  • „Report“: Hier seht ihr die mittels Google Umfragen erzielten und auszuzahlenden Erlöse

Ob die Freischaltung nun erfolgreich war, könnt ihr sehen, wenn ihr euch erneut in euer Adsense-Konto einloggt und unter “Einstellungen” ? “Konto” ? “Kontoinformationen” die Google Umfragen als aktives Produkt ausgewiesen werden (vgl. Screenshot):

Aktivierung Google Umfragen im Adsense Konto (Bild: Screenshot)

Wie integriere ich Google Umfragen nun technisch auf meiner Seite?

Euer individuelles Google-Umfragen-Dashboard enthält nun das relevante Code-Snippet, das ihr benötigt, um Google Umfragen auf eurer Seite bereitzustellen. Geht hierbei am besten wie folgt vor:

Klickt innerhalb des Dashboards auf den Tab „Code Instructions”. Fügt das dort angezeigte Skript in den Code auf den Seiten eurer Website ein, auf denen die Umfragen erscheinen sollen. Hierzu kopiert ihr die Google-Survey-ID aus dem Einstellungsbereich des Dashboards und fügt sie im Code hinter dem Parameter „site“ ein – in unserer Abbildung ist der Platzhalter als „WEBSITE-ID“ gekennzeichnet.

Google-Survey-ID einfügen (Bild: Screenshot)

Nachdem ihr den obigen Code eingefügt habt, erstellt mit dem folgenden Code-Snippet einen Wrapper für euren Content, der als Premium-Content deklariert ausgegraut wird, wenn eine Umfrage angezeigt wird.

Wrapper für Premium-Content (Bild: Screenshot)

Tipp: Manche Elemente (Anzeigen, Bilder, Videos) könnten innerhalb des Premium-Contents mit der Google Umfrage in Konflikt stehen und werden deshalb nicht vollständig ausgegraut. Eine Lösung hierfür bietet das folgende Code-Snippet:

Falls Anzeigen, Bilder oder Videos nicht korrekt ausgegraut werden, hilft dieses Code-Snippet (Bild: Screenshot)

Weiterführende Informationen dazu erhaltet ihr hier.

Prüft im Anschluss unbedingt, ob die Umfrage richtig dargestellt wird und ob der gekennzeichnete Premium-Inhalt solange verborgen bleibt, bis der Nutzer die gewünschte Aktion durchführt.

Sobald der Code live ist, beginnt Google damit, für 7 – 10 Tage unbezahlte Test-Umfragen auszuliefern. Ist Google mit dem Content und der Qualität der Umfrage-Ergebnisse zufrieden, wird die Auslieferung bezahlter Umfragen genehmigt. Die daraus resultierenden Einnahmen können im Tab „Report” eingesehen werden. Die Häufigkeit der Ausspielung von Google Umfragen lässt sich im Google-Umfragen-Dashboard unter „Settings“ im Bereich „Access Period“ konfigurieren. Füllt ein Nutzer eine Umfrage aus, so wird diese Information in einem Cookie gespeichert.

Der User erhält für so viele Tage keine weitere Google Umfrage wie es unter „Access Period“ definiert wird. Löscht der Nutzer zwischenzeitlich seine Cookies, könnte er beim erneuten Aufruf der Seite erneut eine Google Umfrage erhalten.

Außerdem wichtig für die Freischaltung bezahlter Google Umfragen, ist die Einhaltung dieser Richtlinien für Google Umfrage-Publisher.

Beispiel einer Google Umfrage auf shz.de bei Aufruf mit dem Tablet (Bild: Screenshot)

Welche inhaltlichen Einsatzmöglichkeiten bieten die Google Umfragen?

Google Umfragen können eine ideale Erweiterung eurer bisherigen Reichweitenmonetarisierungsstrategie darstellen. Der Premium-Content, der nach Ausfüllen der Umfrage freigeschaltet wird, kann dabei vom Publisher individuell festgelegt werden. Ein umfangreich recherchierter Artikel, eine emotionale wie aufwändige Reportage wäre dabei ebenso möglich wie die Freischaltung von Bildergalerien oder Video-Content bei hierfür kompatiblen Playern.

Die gängigste Verwendungsart ist derzeit die sogenannte Surveywall. Hier gelangt der Besucher deiner Website erst zum redaktionellen Artikel, wenn die Umfrage abgeschlossen oder übersprungen beziehungsweise eine Aktion ausgeführt wurde. Aus diesem Grund macht ein Einsatz von Google Umfragen insbesondere für Tageszeitungsverlagen im Rahmen einer Paid-Content-Strategie Sinn.

Beim sogenannten Metered-Modell hat ein Besucher zu einer gewissen Anzahl von Artikeln pro Monat freien Zugang, bevor die Bezahlschranke den Konsum weiterer Inhalte begrenzt. Hier ließe sich z.B. die Paid-Content-Strategie aufweichen, indem vor der Bezahlschranke eine zu definierende Anzahl an Artikeln durch die Interaktion der Teilnahme an einer Google Umfrage für den Nutzer kostenlos freigeschaltet werden.

Welche TKPs lassen sich mit Google Umfragen erzielen?

Mit Google Umfragen lassen sich sehr attraktive TKPs erzielen. Vergleicht man den TKP aus Google Umfragen mit den heutzutage erzielten Erlösen aus der klassischen Displayvermarktung, so lassen sich mit Google Umfragen nicht selten TKPs in Höhe von 25€ und mehr generieren. Nach unseren Erfahrungen füllt im Schnitt jeder vierte User auf einer Seite eine Google Umfrage vollständig aus („Completion Rate“), sodass diese abrechnungsrelevant wird. Die Auszahlung für den Publisher erfolgt monatlich bequem über das jeweilige Adsense-Konto.

Erlöse aus Google Umfragen eines beispielhaften Publishers (Bild: Screenshot)

Was ist beim Einbau SEO-seitig zu beachten?

Michael Möller, SEO Manager bei MSO Digital, weiß: „Für die Suchmaschinenoptimierung sind beim Einbau der Google Umfragen ein paar Hinweise zu beachten – gerade im Hinblick auf die Ankündigung von Google, Seiten mit aufdringlichen mobilen Interstitials mit schlechteren Rankings abzustrafen.

Google zielt mit dem Update vor allem auf Interstitials ab, die den Inhalt unter sich ausgrauen, sodass die dahinter liegende Webseite nicht direkt vom Benutzer gelesen werden kann. Die Google Mobile Interstitial Penalty gilt dabei nur für mobile Endgeräte. Der Rollout wurde am 10.01.2017 offiziell von Google, namentlich John Mueller und Gary Illyes, bestätigt.

Google definiert das Update so: „Um das Benutzererlebnis bei mobilen Suchen zu verbessern, werden ab dem 10. Januar 2017 die Ranks der Seiten, bei denen der Content von den Suchergebnissen aus nicht einfach zugänglich ist, möglicherweise nicht mehr so hoch ausfallen.“

Bei der Implementierung der Google Umfragen solltet ihr für mobile Endgeräte daher beachten, dass die Inhalte für Benutzer, die direkt aus der organischen Google-Suche kommen, nicht direkt angezeigt werden. Durch die Ausspielung der Google Umfrage wäre der Content für den User nicht sofort zugänglich, wodurch die Abstrafung für die jeweilige Seite ausgelöst werden könnte. Für Besucher aus anderen Trafficquellen und Kanälen sowie für den gesamten Desktop-Bereich gilt das Update im Übrigen nicht. Die Penalty gilt nach Aussagen von Google ausschließlich für den Mobile-Bereich.

Demnach solltet ihr also bei der Implementierung der Google Umfragen vor allem darauf achten, dass mittels Referrer und Device Targeting diese nicht eingeblendet werden, wenn ein Benutzer direkt von der Google-Ergebnisseite auf die Website des Publishers wechselt. So vermeidest du unerwünschte Einbrüche der Besucherzahlen aus mobilen, organischen Suchergebnissen.

Passend zum Thema: Kundenbefragungen leicht gemacht mit Google Consumer Survey

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