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Bundeskartellamt: Google muss den News Showcase und die Suche trennen

Im Kartellverfahren rund um den Google News Showcase hat Google Zugeständnisse gemacht. Das Verfahren läuft aber noch weiter.

2 Min.
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Google News. (Foto: rafapress/Shutterstock)

Google darf seinen News Showcase in Deutschland offenbar nicht mehr in Verbindung mit der Suche anzeigen. Das ist Teil der Auflagen, die Google wegen wettbewerblicher Bedenken des Bundeskartellamtes einhalten muss, wie die Verwertungsgesellschaft Corint Media mitteilt.

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Im Showcase stellt Google in Zusammenarbeit mit Medienunternehmen Artikel zusammen und bietet diese ohne Paywall an. Im Gegenzug bezahlt Google die Medien für die Teilnahme an dem Programm.

Sorge um Diskriminierung anderer Angebote

Das Bundeskartellamt hatte das Verfahren rund um den News Showcase nach einer Beschwerde von Corint Media eingeleitet. Anlass war die mögliche Diskriminierung von Verlagen und die Verdrängung anderer Angebote.

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Um diese Sorgen aus dem Weg zu räumen, muss Google den Showcase offenbar komplett von der Google Suche abkoppeln und als einzelnen Dienst anbieten. Außerdem sollen auch andere Verleger am Angebot teilnehmen können, soweit diese das wollen.

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Kerngeschäft ist eingeschränkt

Ob Googles Zugeständnisse reichen, wird sich im weiteren Verlauf des Verfahrens zeigen. Das Bundeskartellamt sammelt jetzt Rückmeldung von Verlegern und Corint Media, um sich eine Meinung zu bilden.

Corint Media begrüßte die Entscheidung. Die Geschäftsführer Christoph Schwennicke und Markus Runde teilten mit: „Der befürchtete Substitutionswettbewerb durch Google, der die verlegerischen Angebote dauerhaft entbehrlich gemacht hätte, ist nun nicht mehr möglich.“ Denn die Suche sei Googles Kerngeschäft. Durch die Trennung des Showcase von der Suche sei das Angebot sowohl für Google als auch für Verleger nicht mehr attraktiv.

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Frage der Vergütung bleibt offen

In jedem Fall müsse das Presseleistungsschutzrecht gewahrt bleiben, sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, laut Pressemitteilung. Diese Frage sei mit durch die Trennung von Suche und Showcase nicht erledigt. Die Behörde behalte die Verhandlungen zur Vergütung des Leistungsschutzrechts im Blick, erklärte Mundt.

Für die Nutzung von Überschriften, Textausschnitten und Vorschaubildern hatte die Corint Media von Google 420 Milionen Euro pro Jahr gefordert. Google hatte die Forderung als haltlos bezeichnet. Das Bundeskartellamt wird diese Frage weiter untersuchen.

Zum Jahreswechsel hatte das Bundeskartellamt Googles eine „überragende marktübergreifende Bedeutung“ attestiert. Damit kann die Behörde das Unternehmen strenger überwachen und regulieren.

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