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Google: So wird am Suchalgorithmus geschraubt

2018 wurden mehr als 3.200 Änderungen am Suchalgorithmus von Google vorgenommen. Jetzt erklärt das Unternehmen den Ablaufplan, nach dem der Algorithmus überarbeitet wird.

Von Johanna Kleibl
2 Min.
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Google-Firmenzentrale in Mountain View. (Foto: Benny Marty/Shutterstock)

Danny Sullivan, Public Liaison for Search, hat am Dienstag einen ausführlichen Blogpost veröffentlicht, in dem er erklärt, wie Google den Algorithmus anpasst. Grundsätzlich werden organische Suchergebnisse allein durch Algorithmen determiniert.

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Abgesehen von ein paar zusätzlichen Elementen wie dem Knowledge-Panel oder bei rechtlichen Verstößen kommt es nicht vor, dass manuell in die Anzeige und das Ranking der Suchergebnisse eingegriffen wird.

Häufig fragten Nutzer, ob es Pläne gebe, ein bestimmtes Problem zu beheben, weil sie dächten, dass ein unpassendes Ergebnis manuell entfernt oder auf der Ergebnisliste neu angeordnet werde, schreibt Sullivan. Doch direkt in die Ergebnisse einzugreifen, sei keine Option für Google. Bei Billionen von Suchanfragen im Jahr könnten einzelne Änderungen direkt in den Suchergebnissen die Suchfunktion insgesamt nicht verbessern. Im Blogpost erklärt er, wie Google stattdessen vorgeht.

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So wird der Algorithmus überarbeitet und getestet

Googles Suchalgorithmen sind komplexe Formeln mit Hunderten Variablen. Vergangenes Jahr wurden mehr als 3.200 Änderungen daran vorgenommen. Bei einigen handelt es sich um die Einführung neuer Features, andere sind reguläre Updates, die die Suchergebnisse aktuell halten sollen oder Korrekturen von Ranking-Problemen.

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Bei allen Änderungen am Algorithmus geht das Team laut Sullivan nach einem bestimmten Ablaufplan vor. Zuerst werden verbesserungswürdige Bereiche identifiziert. Dann wird eine mögliche Änderung des Algorithmus entwickelt und mit einem eigenen Testverfahren überprüft. Zusätzlich werden die Ergebnisse auch von externen Qualitätsprüfern in unterschiedlichen Ländern bewertet, die nach den Googles umfangreichen Guidelines vorgehen. Führt die Änderung dazu, dass eine große Anzahl an Suchergebnissen hilfreicher wird und es gleichzeitig nicht zu signifikanten Verschlechterungen an anderer Stelle kommt, wird die Änderung als positiv bewertet und eingeführt.

Besondere Features, Spam und Rechtsverstöße

So viel zum Algorithmus und zum Ranking bei der organischen Suche. Zur Liste relevanter Links, nach wie vor Herzstück der Suchmaschinen-Ergebnisse, sind im Laufe von Googles fast 22-jähriger Geschichte eine Reihe weiterer Elemente hinzugekommen. Zu diesen zählen das Knowledge-Panel, das eine kurze Definition, Fotos, Videos und verwandte Suchanfragen anzeigt, das Featured Snippet, und die Autovervollständigung beim Tippen. Auch diese werden automatisch generiert, anders als die Ergebnisliste werden diese allerdings auch manuell bearbeitet. Hier ist das Ziel, Usern keine unerwarteten Inhalte aufzudrängen, die schockierend und beleidigend sind. Werden im Panel des Google Knowledge Graph, das Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenträgt, Fehler entdeckt, können diese manuell korrigiert werden. Für Personen und Organisationen gibt es die Möglichkeit, das eigene Panel zu claimen und Änderungen vorzuschlagen.

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So sieht der Algorithmus den digitalen Nomaden. Inzwischen gehören zur Google-Suche sehr viel mehr Elemente als eine Liste blauer Links. (Screenshot: t3n)

Weitere Szenarien, bei denen manuell eingegriffen wird, sind Rechtsverstöße und Spam-Seiten. Die Eingriffe betreffen allerdings die Rankingposition beziehungsweise das Erscheinen einer einzelnen Seiten und nicht eine bestimmte Suchanfrage. Wird eine Website identifiziert, die durch das Raster der automatischen Spam-Erkennung gefallen ist, kann sie im Ranking der Suchergebnisse heruntergestuft werden, der Besitzer wird über den Manual Actions Report informiert. Auch Seiten, die gegen Gesetze verstoßen, können manuell aus den Suchergebnissen entfernt werden. Das ist oft der Fall, wenn es um die Abbildung von Kindesmissbrauch, sensible persönliche Daten und Urheberrechtsverstöße geht.

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