Spam

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Unerwünschte Mails tauchen plötzlich massenhaft auf und verstopfen phasenweise sowohl die privaten als auch die geschäftlichen Mail-Accounts: Spam. Was eigentlich der Name eines billigen Dosenfleisch-Produktes aus den USA ist, stellt seit Jahren ein unliebsames Phänomen des Internets dar.

Lange Zeit war das klassische Szenario für den Endkunden eine E-Mail, in der eine gefälschte Nachricht zur Eingabe etwa der eigenen Zugangsdaten zum Onlinebanking erbat.

Wer aber verschickt ungefragt Tausende von Massen-Mails?

Beim Installieren von unbekannter Software geschieht es ganz schnell und zudem unbemerkt, dass der eigene Computer zum Teil eines Botnetzwerkes wird. Ein Botnetzwerk ist sozusagen eine große Menge an Schläfer-Computern, die dann auf geheimen Befehl hin beispielsweise Spam-Nachrichten versenden – ohne, dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. So bleiben die Hintermänner, die lediglich einen sogenannten Command-and-Control-Server betreiben, für die Empfänger der Spam-Mails völlig unbekannt. Und weil die Mails von so vielen verschiedenen Adressen aus gesendet werden, kann auch nicht einfach eine Sperre für einen bestimmten Absender installiert werden. Umgekehrt können inhaltliche Maßnahmen fälschlicherweise Mails blockieren, was dann etwa geschäftsschädigend sein könnte – ganz abgesehen von den Datenschutz-Aspekten, die greifen, wenn E-Mails inhaltlich selektiert werden sollen.

Spam ist noch mehr: Der eigene Beitrag zu weniger Spam

Eine oft unbeachtete Variante des Spam sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Wer beispielsweise den „Antwort an alle“-Button im eigenen Mail-Programm klickt oder auch drei Mails kurz nacheinander zum gleichen Thema versendet – der produziert ebenfalls Spam. Nicht die illegale, schädliche Art – aber eine ebenfalls ressourcen-blockierende Art. Dieser Spam lässt sich aber einfach durch gewissenhaftes Handeln und den sorgsamen Umgang mit dem Versand von Nachrichten verhindern, denn das gesamte Volumen an Spam nimmt stetig zu, insbesondere auch auf unkonventionellen Wegen. Im Jahr 2016 wurde etwa ein Spam-Hintermann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, der über den Facebook-Nachrichtendienst binnen weniger Monate  27 Millionen Spam-Nachrichten an rund 550.000 Nutzer versendet hat.

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