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Großbritannien will den Weltraum aufräumen: Stellt 4 Millionen Pfund bereit

Im Weltraum sammelt sich immer mehr Schrott. Die britische Raumfahrtbehörde will damit anfangen, defekte Satelliten wieder einzusammeln. Dafür bemühen sich derzeit zwei Unternehmen um einen Vertrag.

2 Min. Lesezeit
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Das Astroscale-Team mit ihrem Prototypen. (Foto: Astroscale)

Die britische Raumfahrtbehörde „UK Space Agency” (UKSA) möchte Schrott aus dem Weltraum entfernen. Dafür stellt die Behörde insgesamt vier Millionen Pfund bereit, die an zwei Startups gehen. Diese haben verschiedene Ansätze, alte und kaputte Satelliten aus dem All zu entfernen.

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Erst einmal möchte die UKSA die eigenen Satelliten aufräumen: „Wir suchen nicht mehr funktionierende, in Großbritannien registrierte Satelliten. Das sind unsere Satelliten. Wir wollen eine Vorreiterrolle übernehmen, indem wir ein verantwortungsvoller Akteur im Weltraum sind und diesen Müll herunterbringen, damit er nichts anderes mehr bedroht,“ sagte Adam Camilletti von der UKSA gegenüber Sky News.

Weiter sagt er, dass das Vereinigte Königreich einer der Ersten sein will, die aktiv Weltraumschrott entfernen wollen. So können sie die Gesetze und Richtlinien verstehen, die für so eine Mission vonnöten sind.

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Die UKSA hat auch die Zukunft im Blick: „Das verschafft uns eine hervorragende Position für künftige Geschäfte. Wenn wir die Ersten sind, die das demonstrieren, werden wir die Anlaufstelle für diese Verträge sein,“ sagt Camilletti weiter.

Zwei Unternehmen mit zwei Ideen

Momentan gibt es zwei Unternehmen, die einen Vertrag für eine der ersten Aufräummissionen einsacken wollen. Ziel ist es, zwei kaputte Satelliten aufzuspüren, einzufangen und zurück zur Erde zu bringen. Die Mission soll 2026 starten.

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Das erste der beiden Unternehmen nennt sich ClearSpace. Laut Sky News hat ClearSpace ein Raumschiff entwickelt, das ein wenig wie ein riesiger Tintenfisch aussieht. Dessen Arme sollen den kaputten Satelliten greifen und in einer „Bärenumarmung” festhalten, damit dieser nicht wieder entweicht.

Das zweite Unternehmen nennt sich Astroscale. Das Hauptquartier befindet sich in Oxfordshire im Vereinigten Königreich, das Forschungs- und Entwicklungszentrum befindet sich in Tokio, Japan.

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Astroscales Aufräumschiff sieht eher selbst aus wie ein Satellit. Dieser soll den defekten Zielsatelliten andocken und anschließend zur Erde befördern. Die Schwierigkeit dabei ist, die sich schnell bewegenden Satelliten zu orten und zu erfassen, um sicher andocken zu können. In einem Youtube-Video zeigt das Unternehmen, wie es funktionieren könnte:

Astroscale testet im All

Astroscale testet seinen Satelliten derweil bereits im All. Ein Prototyp wurde an Bord einer russischen Rakete bereits im letzten Jahr dorthin befördert. Hier simulieren die Forscher, wie das Aufräumschiff Satelliten orten und andocken kann.

Dabei kann der Schrottsammler das Zielobjekt beobachten und dessen Bewegungen nachverfolgen, um sich entsprechend in Position zu bringen, wie oben im Video gezeigt wird.

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