Ratgeber

Alterserscheinungen: So hältst du deine Website in Schuss

Denk beim Thema Fitness auch an deine Website. (Foto: Pixabay)

Die Website ist ganz frisch und riecht noch neu. Aber hast du auch daran gedacht, wie du diesen Zustand aufrecht erhalten willst? Was kannst du tun, um sie zu pflegen?

Wenn das Haupt der Website ergraut und die Haut trotz Liftings schlaff wird

Zu Beginn ist es ein Gefühl frischen Verliebtseins. Die Welt ist schön, die Blumen blühen, die Luft ist angenehm lau. Die eigene Website steht und sie sieht fantastisch aus. Das ist schließlich, worauf es ankommt, oder?

Im Frühling ist das (Entwickler-)Leben leicht. (Foto: Pixabay)

Ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut. Immerhin mache ich seit 1994 was mit Medien. Kleine und große Projekte liegen an meinem Wegesrand. Einige davon betreue ich noch heute, andere habe ich abgegeben oder abgeben müssen. Die schwierigsten Projekte allerdings sind die, die ich übernehmen musste oder – sagen wir – durfte.

Darunter befinden sich ein paar große Projekte, die auf den ersten Blick aussehen, als seien sie in guter Verfassung. Bei genauer Betrachtung stellt sich indes heraus, dass das Gegenteil der Fall ist.

Diese Probleme bedeuten Ärger für deine Website

Ja, ein Projekt kann über die Jahre versotten wie ein alter Kamin oder verkalken wie die Halsarterie eines Rauchers. Das ist ein ebenso schleichender Prozess, der aber zu ebenso drastischen Folgen führen kann.

Um dir zu zeigen, was alles passieren kann, liste ich im folgenden schlicht die Probleme auf, die mir bei Projekten ab einem gewissen Alter besonders häufig begegnen.

Verwaister Content und Datenmüll

Das mit Abstand größte Problem in meiner Praxis besteht in der schieren Größe der Projekte. Organisch gewachsene Websites verfügen über teils irre Verästelungen in der Ordnerstruktur und massiv viele Dateileichen. Das Problem dabei ist, dass du nicht ohne weiteres erkennen kannst, was noch nötig ist und was weg kann.

Im Web erkennt man leider nicht so leicht, was weg kann und was nicht. (Foto: Pixabay)

Für die saubere und unheimlich zeitaufwändige Analyse eben dieser Fragestellung ist indes kaum ein Kunde zahlungsbereit. So lavierst du dich durch Datenmüll und undurchschaubare Strukturen, die du ignorierst und von denen du hoffst, dass du sie auch wirklich ignorieren kannst.

404-Fehler

Wo es zu viele Daten gibt, gibt es meist auch an irgendeiner Stelle zu wenig. Wer soll schließlich die ganzen vormals aktiven Seiten im Auge behalten und bei Bedarf rückstandsfrei entfernen? Machen wir nicht, kostet alles nur Geld.

Auch wenn es keine echten 404s gibt, finden sich immer kaputte interne Links – quasi 404 auf Umwegen. Irgendjemand hat irgendwann entschieden, dass Inhalt XY nicht mehr benötigt wird und hat ihn entfernt. Dabei wurde aber nicht daran gedacht, dass eben dieser Inhalt von den Seiten A, Q und Y aus verlinkt worden war.

In manchen Fällen bestehen kleinere Probleme in Sachen .htaccess und mod-rewrite, in anderen Fällen musst du wirklich manuell ran und Schwachstellen von Hand beseitigen.

Einfach ignorieren ist keine Option, weil sich das Problem zum einen aufs Ranking auswirkt und die Sichtbarkeit der Seite verschlechtert. Zum anderen können Besucher durchaus über solche Fehler stolpern – speziell, wenn sie über eine Google-Suchergebnisseite kommen. Wie vertrauenerweckend das wirkt, kannst du dir ja selber vorstellen.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

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Dein t3n-Team

8 Kommentare
Karsten Peters
Karsten Peters

Recht informativ und regt auch nal zum Nachdenken an.

Aber wenn man über veraltete Websites schreibt, sollte man schon korrekt „WordPress“- Tags setzen können. Oder beim Korrekturlesen (keine Zeit?) korrigieren … :-) …

Aber wer von uns ohne Sünde ist …

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Karsten Peters
Karsten Peters

„mal“ … Wie schon gesagt …

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Christian

Gute Übersicht- Ihr habt nur den Page Speed von Google mit seiner neuen Oberfläche vergessen- hier ist ein Artikel dazu:

http://www.freizeitcafe.info/freizeitcafe-hat-jetzt-speed-vorher-nachher-vergleich-google-testmysite/

Liebe Grüße!

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Fabian
Fabian

„“ im Text ist wohl ein Hinweis für die t3n-Redaktion, oder? :D

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Fabian
Fabian

ich meinte die „nextpage“-Hinweise, wurde irgendwie automatisch in meinem Kommentar entfernt..

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pixel

Eine nützliche Argumentationshilfe. Ich kann die geschilderten Erfahrungen nur bestätigen.
Oft komme ich mir langweilig vor, wenn ich solide Standards für eine Website setzen möchte. Die Kunden wollen lieber spacige Funktionen, die die Website angreifbar machen und die in einem Jahr technisch veraltet und anstrengend zu warten sind (‚Das ist doch jetzt Standard …). Der begabte Neffe macht das schnell, ist dann aber für ein Auslandsjahr in Chile und dann muss man sich in das intuitiv und ohne Rücksicht auf Standards angelegte Projekt hineinfummeln. Natürlich billig und erst nachdem es gehackt wurde.
Schön zu wissen, dass davon auch andere genervt sind.
Und das mit dem Dokumentieren kann ich auch als nützlichen Tipp bestätigen.

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OMar
OMar

Ist das jetzt Programmierer-Humor? Wenn ich bei t3n auf die Autoren-Seite gehe und dort das Icon für google+ bzw. die Homepage anklicke, kommen jeweils Fehlermeldungen… :-)

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Dieter Petereit
Dieter Petereit

Danke für den Hinweis. Für meine Website wurde offenbar heute Nacht eine neue PHP-Version aktiviert…. Was mit dem G+ LInk ist, muss ich erst ermitteln. Aber der Twitter-Link, der geht :)

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