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Hacker’s List: Plattform vermittelt anonym Profi-Hacker – angeblich legal

Eine Plattform im Internet ermöglicht es, dass sich jeder Interessierte einen professionellen Hacker „buchen“ kann – etwa, um ein E-Mail-Konto oder Facebook-Accounts zu knacken. Dabei will Hacker’s List nur legale Aufträge vermitteln.

Lesezeit: 1 Min.
Hacker engagieren leicht gemacht – auf Hacker's List. (Foto: Johan.V. / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Wie finde ich heraus, ob mein Freund oder meine Freundin mich betrügt? Wie komme ich an die Kundenliste meines ärgsten Konkurrenten? Solche und ähnliche Fragen scheinen die Menschen umzutreiben, die sich auf die Suche nach einem professionellen Hacker begeben. Jedenfalls, wenn man sich die Plattform Hacker’s List anschaut, die Hacker für genau solche Gelegenheiten an entsprechende Auftraggeber vermitteln will.

Hacker’s List: Plattform angeblich legal

Die Vermittlung soll anonym vor sich gehen – und alles soll ganz legal ablaufen. Diesen Anspruch heften sich die Website-Betreiber jedenfalls ans Revers. Die Website dürfe nicht für illegale Zwecke missbraucht werden, heißt es in den Bestimmungen. Geld verdienen die Betreiber, indem sie einen Teil der von den Auftraggebern an die Hacker geleisteten Zahlungen für sich behalten. Die Hacker wiederum werden erst bezahlt, wenn der Auftrag erfolgreich erledigt ist.

Hacker über Hacker’s List engagieren. (Foto: Johan.V. / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Seit dem Launch der Plattform Anfang November 2014 sollen rund 500 Hacking-Jobs in Auftrag gegeben worden sein. Die Preise für einen Auftrag reichen von 100 bis zu 5.000 US-Dollar. Die Auftraggeber kommen aus den verschiedensten Ländern, wobei sich der wirkliche Ursprung aufgrund der gegebenen Anonymität nicht genau bestimmen lässt. Bisher haben sich allerdings nur 40 Hacker auf der Seite registriert.

Natürlich können Hacking-Dienste auch innerhalb des gesetzlichen Rahmens in Anspruch genommen werden – etwa, wenn es darum geht, das eigene Netzwerk auf Sicherheit zu prüfen oder die Kontrolle über den verlorengegangenen eigenen Account zurückzuerlangen. Inwieweit das Hacken des E-Mail-Kontos eines Freundes, wie es auf der Plattform nachgefragt wird, legal sein soll, ist allerdings fraglich.

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Zuletzt hatte die Hackertruppe Lizard Squad mit „Lizard Stresser“ einen „Dienst“ im Angebot, bei dem die Hacker gegen Bezahlung DDoS-Attacken durchführen.

via dealbook.nytimes.com

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