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Hörgerät gehackt? Das könnte an Sicherheitslücken im Zephyr OS liegen

Das Embedded-OS Zephyr macht seinen Nutzern potenziell Probleme. (Bild: Pathdoc / Shutterstock)
Lesezeit: 1 Min.
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Die Sicherheitsexperten von Synopsys haben acht Lücken im Bluetooth-Stack des Betriebssystems Zephyr OS für Embedded-Systeme gefunden. Zwei davon sind kritisch. Updates gibt es bereits.

Synopsys-Forscher haben sich die beiden Hauptkomponenten des Zephyr-Bluetooth-Stacks mit den hauseigenen Sicherheits-Tools näher angesehen und dabei Fehler in dessen untersten Schichten gefunden. Die betreffen die Bluetooth-LE-Link-Layer- und L2CAP-Implementierung.

Im schlimmsten Fall ist Datenzugriff möglich

Die Schwachstellen können dazu genutzt werden, das betroffene Gerät einfrieren oder über entsprechend missgestaltete Eingaben zur Ausführung von Schadcode zu veranlassen. In ihrer Kombination könnten Angreifer die Schwachstellen nutzen, um auf Informationen des betroffenen Geräts zuzugreifen.

In der Regel dürfte es wohl vornehmlich zu Situationen kommen, in denen Geräte per manuellem oder automatischen Reset wegen eines Freeze oder eines Deadlock neu starten. Theoretisch könnten Angreifer diesen Neustart etwa nutzen, um ein zuvor eingebrachtes Paket zu aktivieren.

So einfach sind die Schwachstellen auszunutzen

Alle Sicherheitslücken können mit Leichtigkeit innerhalb der Reichweite von Bluetooth LE ausgelöst werden. Weder Authentifizierung noch Verschlüsselung sind erforderlich. Es reicht vollkommen aus, dass sich das anzugreifende Gerät im Advertising-Modus befindet und auf Verbindungen wartet.

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Betroffen sind vor allem die Versionen 1.14, 2.4.0 und 2.5.0. In der Version 2.6.0 sollen die Schwachstellen behoben sein. Die Installation muss durch die Hersteller der Embedded-Systeme erfolgen, gegebenenfalls müssen Sicherheits-Patches eigenständig portiert werden. Nutzer, die befürchten, betroffen zu sein, sollten prüfen, ob es für ihre Geräte ein Firmware-Update gibt.

Das ist Zephyr OS

Zephyr OS ist ein Apache-lizenziertes Echtzeit-Betriebssystem, das von der Linux Foundation und vielen großen Industrieanbietern wie Facebook, Google oder Intel unterstützt wird. Zephyr wird hauptsächlich in eingebetteten und ressourcenbeschränkten Systemen wie etwa Hörgeräten oder Abstandswarnern eingesetzt. Es unterstützt eine Vielzahl von Boards mit unterschiedlichen CPU-Architekturen wie ARM Cortex-M, Intel x86, ARC, NIOS II, Tensilica Xtensa, SPARC V8 und RISC-V 32.

Der native Netzwerk-Stack von Zephyr unterstützt mehrere Protokolle, darunter LwM2M, BSD-Sockets, OpenThread, den kompletten Bluetooth LE-Stack einschließlich Link Layer (LL) und Bluetooth Mesh. In ebendiesem Bluetooth-Stack waren die Schwachstellen entdeckt worden.

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