Kolumne

So gelingen Investments in die Megatrends von morgen

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Technologie ist ein alter Hut – und Wasserstoff längst kein Geheimtipp mehr? Grund genug, sich selbst Gedanken über geeignete Investments zu machen. So investieren Privatanleger in Trends mit langfristig attraktiven Renditechancen.

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Doch auch wenn abgedroschene Börsenweisheiten bei erfahrenen Anlegern bestenfalls nur noch ein gelangweiltes Gähnen auslösen, lohnt es sich oft, diesen Börsenweisheiten neu auf den Grund zu gehen.
Wer den Blick in die Zukunft wagt und dabei in die wahren Großtrends investiert, hat die besten Voraussetzungen für stabile Renditen und Sicherheit. Warum? Wird ein Markt durch derartige Großtrends bestimmt, läuft die Entwicklung in der Regel sehr konstant ab. Beispiele dafür liefern Technologieaktien. Über viele Jahre war absehbar, wohin die Reise gehen wird, wenn immer mehr Geschäftsmodelle digitalisiert werden. Heute nutzen wir wie selbstverständlich unser Smartphone, kaufen im Netz ein und sind – wenn nicht gerade Pandemie herrscht – in der Welt zu Hause. Doch was sind aus heutiger Sicht die Megatrends der Zukunft? Wo lohnt es sich – Stand heute – Geld anzulegen? Wo stehen die Chancen gut, dass die Kurse kontinuierlich und ohne Rückschläge nach oben klettern?

Digitalisierung? Gekommen, um zu bleiben!

Wer auf Trends setzt, muss sich gerade am Anfang einer Entwicklung darüber im Klaren sein, dass Rückschläge eher die Regel als die Ausnahme sind. Je weniger Investoren an einen Trend glauben, desto eher werden Aktien rund um ein bestimmtes Investment-Thema auch zum Spielball kurzfristig orientierter Spekulanten. Auch gibt es immer wieder langfristig denkende Anleger, die ihre Meinung ändern. Wer in die Zukunft investiert, muss dagegen gerade am Anfang eines Trends mit Volatilität rechnen – und sollte sich so aufstellen, dass er diese Schwankungen auch aushalten kann. Eine Entwicklung ohne Rückschläge ist gerade bei neuen Trends nahezu ausgeschlossen.

Wer Rückschläge scheut, muss auf etablierte Trends setzen und dafür Unternehmen mit einer stabilen Marktposition und einer soliden Bilanz identifizieren. Die Digitalisierung ist zwar längst ein abgedroschenes Buzzword, doch bleibt die grundlegende Entwicklung hinter dem Großtrend für viele Branchen prägend. Es ist davon auszugehen, dass wir alle in fünf Jahren noch mehr im Netz einkaufen werden als heute. Das Wachstum spült zwar nicht mehr uneingeschränkt alle Aktien aus der Technologiebranche nach oben; die großen und soliden Titel sowie ausgewählte Newcomer dürften aber auch weiter profitieren.

Knappe Güter als Investment-Dauerbrenner

Die Frage, wo es sich heute lohnt, noch Geld anzulegen, ist daher nicht eindeutig zu beantworten. Es hängt vom individuellen Anspruch des Anlegers ab. Wer solide investieren will und niedrige zweistellige Renditen im Aktiendepot ausreichend findet, wählt etablierte Unternehmen in einem reifen Trend – wie etwa die beschriebenen Technologietitel. Wer von Anfang an bei Trends dabei sein will, der muss entweder weiter in die Zukunft blicken oder aber ins Detail gehen.

Ein Beispiel für Letzteres könnte etwa die E-Auto-Initiative der deutschen Wirtschaft sein. Da China in den vergangenen Jahren viele Rohstoffquellen vereinnahmt hat, gibt es einen Markt für Rohstoffquellen in Nordamerika und Europa, die Rohstoffe womöglich sogar nachhaltig zutage fördern. Die Versorgung mit Lithium oder anderen strategischen Metallen könnte eine Investmentidee sein. Aufgrund der Besonderheiten der Rohstoffmärkte und der verschiedenen Interessen der dort agierenden Akteure ist ein Investment für Privatanleger dort aber immer spekulativ – selbst wenn der Trend zu mehr Autarkie bei der Rohstoffversorgung Fahrt aufnimmt, können Anleger schnell aufs falsche Pferd setzen oder ein hochgelobtes Rohstoffprojekt könnte entgegen aller Vorschusslorbeeren letztlich doch noch scheitern. Um diese Risiken zu minimieren, hilft es, nur mithilfe ausgewiesener Experten zu investieren und auf Vermögensverwalter oder entsprechende Fonds zu setzen.

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Der zweite Ansatz für alle Anleger, die von Anfang an bei den Trends der Zukunft dabei sein wollen, ist es, weit in die Zukunft zu blicken. Schon heute hat ein Viertel der Erdbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. In den kommenden Jahrzehnten wird diese Situation wahrscheinlich immer brenzliger. Zukunftsforscher prophezeien schon heute Kriege, die um Wasservorräte geführt werden. Auch die Verschmutzung wichtiger Flussläufe, wie etwa Nil oder Mekong, könnte in der Zukunft Konflikte hervorrufen. Eine Situation, in der sauberes Wasser auch weltweit zu einem dringenden Thema wird, ist nicht ausgeschlossen – man denke an die hygienischen Risiken, die mit verschmutztem Wasser einhergehen und die Folgen weltweiter Pandemien.

Selbstdenker werden meist belohnt

Auch der Vormarsch der Wissensgesellschaft und die zunehmende Urbanisierung sind Trends, die sich in den kommenden Jahren manifestieren dürften. Dass Städter aus Berlin, Barcelona oder Seattle einen ganz anderen Bezug zu Themen wie Arbeit oder Konsum haben, zeigt sich schon heute. Welches Potenzial sich rund um Sharing Economy oder New Work erst noch entwickelt, wenn Asien einen ähnlichen Wohlstand erreicht hat wie westliche Industrienationen heute, lässt sich nur erahnen. Die Chancen für Anleger, die in Megatrends investieren, sind groß. Wer auf fundierte Quellen setzt und sich selbst Gedanken macht, hat auch als Privatanleger die Chance, die Megatrends der Zukunft zu identifizieren. Bestes Indiz für einen Trend, der noch ganz am Anfang steht, sind niedrige Bewertungen und die fehlende Aufmerksamkeit des Marktes.

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