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Massenhaft iPhones ausgespäht: Apple verklagt Spyware-Anbieter NSO

Apple hat eine Klage gegen den israelischen Hersteller der Spionagesoftware Pegasus, NSO, eingereicht. Wegen massiven Ausspähens von iPhone-Nutzer:innen fordert der kalifornische Tech-Konzern eine „Wiedergutmachung“ in nicht genannter Höhe.

1 Min. Lesezeit
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iPhone-Nutzer:innen über Monate im Visier der NSO-Spyware Pegasus. (Bild: Apple)

Im September hatte Apple über ein Update eine Sicherheitslücke geschlossen, die mindestens über ein halbes Jahr hinweg die Installation der berüchtigten Spionagesoftware Pegasus auf iPhones und iPads ermöglicht hatte. Die Spyware des israelischen Herstellers NSO versetzt deren Nutzer:innen in die Lage, Geräte in Echtzeit auszuspähen, Gespräche mitzuschneiden, Standortdaten auszulesen und heimlich Mikrofone und Kameras zu aktivieren. Die Software ist an Behörden weltweit, darunter wohl auch das BKA, verkauft worden. Jetzt schlägt Apple zurück.

Spyware am iPhone: Apple will Wiedergutmachung

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Nachdem NSO schon Anfang November auf eine Sanktionsliste der USA gesetzt worden war, muss sich die Firma jetzt zusätzlich mit einer privatrechtlichen Klage von Apple auseinandersetzen. In der am Dienstag eingereichten Klage fordert der iPhone-Hersteller eine „Wiedergutmachung“. Worum es sich dabei genau handeln soll, wurde derweil nicht ausgeführt. Apple sieht laut der Klage in der Überwachung von Journalist:innen und Menschenrechtsaktivist:innen einen Verstoß gegen US-Recht.

Der Konzern wolle auch erreichen, dass NSO künftig keine iPhones mehr nutzen dürfe, wie das Handelsblatt schreibt. „Staatlich geförderte Akteure wie die NSO Group geben Millionen von Dollar für ausgeklügelte Überwachungstechnologien aus, ohne dass eine wirksame Rechenschaftspflicht besteht. Das muss sich ändern“, sagte Apples Softwarechef Craig Federighi. Nicht zuletzt dürfte es Apple auch darum gehen, den Nimbus des iPhones als sichere Hardware zu verteidigen.

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NSO: Finanzielle Einbußen durch US-Sanktionen

Inwieweit die Apple-Klage die NSO stört, ist fraglich. Ernsthafte finanzielle Auswirkungen haben jedenfalls die US-Sanktionen. Bloomberg zufolge soll dem Softwarehersteller wegen des dadurch weggefallenen Geschäfts ein Zahlungsausfall bei einem 500 Millionen Dollar schweren Kredit drohen. Die Anleihen sollen von großen Ratingagenturen auf Ramschniveau herabgesetzt haben. NSO erklärte übrigens, dass der Einsatz seiner Spionagesoftware ausschließlich der Bekämpfung von Verbrechen und Terrorismus diene.

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Hape
Hape

Gut so! Ich hoffe, die müssen so viel zahlen, dass sie pleitegehen.

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