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KDE Connect: Beta-Version für Windows erschienen

KDE Connect.

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Ein nützliches Open-Source-Tool verbindet Windows-Desktop und Android-Smartphone miteinander. Die Beta-Version macht bereits einen robusten Eindruck.

KDE Connect ist eine Android-App, mit der sich ein PC vom Smartphone aus fernsteuern lässt und umgekehrt. Das Tool vereinigt die Funktionalität verschiedener Apps wie Pushbullet, Airdroid oder Unified Remote in einer einzigen App. Dabei kommunizieren Smartphone und PC verschlüsselt und direkt über das lokale WLAN miteinander, ohne dass die Daten einen Umweg über eine Cloud nehmen.

Wie der Name schon sagt, stammt es aus dem KDE-Projekt, einer Desktop-Umgebung für Linux, und ist daher außerhalb der Linux-Welt noch kaum bekannt. Das könnte sich mit der aktuellen Beta für Windows ändern, die eine ganze Menge Funktionen mitbringt. KDE Connect zeigt Notifications wie eingehende Nachrichten oder Anrufe auf dem Windows-Desktop an. Auf einige dieser Notifications kann man direkt per Mausklick reagieren, ohne das Telefon in die Hand zu nehmen, etwa um einen Anruf abzulehnen.

KDE Connect im Microsoft-Store. (Screenshot: t3n)

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Windows und Android können sich gegenseitig Dateien und URL schicken, eine Zwischenablage teilen und es ist möglich, von Windows aus auf Teile des Dateisystems des Telefons zuzugreifen, die man dafür explizit freigegeben hat. Ein auf dem Telefon dudelndes Spotify lässt sich per Mausklick von Windows aus ebenso pausieren wie ein unter Windows laufendes Youtube-Video vom Smartphone aus. Dabei kennt KDE Connect gleich mehrere Arten, den Windows-Desktop vom Telefon aus fernzusteuern: als Multimedia-Steuerung für Videoplayer, als Presenter für Powerpoint und Co. sowie eine komplette Maussteuerung auf dem Touchscreen des Telefons.

Auf der Windows-Seite ist es möglich, auf dem Telefon vorhandene SMS zu lesen und zu beantworten. Funksignalstärke und Akku-Stand sind mit einem Klick zu sehen. Und wer das Telefon verlegt hat, kann es zum Klingeln bringen, sofern es sich in Reichweite des lokalen WLAN befindet. Außerdem ist es möglich, ferngesteuert ein Foto zu machen. Sicherheitsbewusste Menschen können dabei auf Windows wie auf Android-Seite einzelne Funktionen jederzeit ein- oder ausschalten.

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Android only

Typisch für eine Beta hat KDE Connect in der Windows-Version noch ein paar Kinderkrankheiten. Die Zwischenablage funktionierte im Test nur in eine Richtung: von Windows aufs Telefon, aber nicht umgekehrt. Das Tray-Icon hat eine unglückliche Farbe und ist auf einer schwarzen Taskbar nur schwer zu erkennen. Und insgesamt macht das Design des GUI einen eher vorläufigen Eindruck. Diese Probleme dürften in den kommenden Versionen behoben werden. Nichtsdestotrotz ist die App weitgehend einsatzfähig und macht gleich mehrere Apps ähnlicher Funktionalität mehr oder weniger überflüssig.

Lediglich mit der tiefen Integration einiger Samsung-Smartphones in den Windows-Desktop kann KDE Connect nicht mithalten. Überdies bleiben alle iOS-Nutzer außen vor. Die Restriktionen des Apple-Betriebssystems sind so streng, dass KDE Connect ohne Hacks allenfalls rudimentär funktionieren würde. Außerdem vertragen sich die Nutzungsbedingungen des App-Stores von Apple nicht mit der freien GPL-Lizenz, weshalb auch langfristig nicht mit einer Variante für iPhones zu rechnen ist. Umgekehrt sieht es besser aus: Ein Client, um Mac OS mit Android-Telefonen zu verbinden, ist in Arbeit.

KDE Connect kann direkt über den  Microsoft-Store installiert werden. Da es sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet, ist es über eine Suche im Store aber noch nicht aufzufinden. Wer es installieren möchte, klickt auf diesen Link, um zur entsprechenden Seite im Microsoft-Store zu gelangen.

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