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Viele Kryptodienstleister könnten Großbritannien verlassen

Unternehmen, die Kryptodienstleistungen in Großbritannien anbieten, müssen von der Finanzbehörde genehmigt werden. Wer die Auflagen nicht erfüllt, dem droht ein baldiges Aus. Das könnte auch das Fintech Revolut treffen.

2 Min. Lesezeit

Auch Revolut könnte betroffen sein: Großbritannien reguliert Kryptodienstleister. (Bild: Octus_Photography/Shutterstock)

Viele Kryptounternehmen könnten gezwungen sein, ihr Geschäft in Großbritannien einzustellen. Dienstleister in der Branche müssen sich um eine Genehmigung seitens der Finanzaufsicht FCA bemühen. Die Frist für die Anträge läuft am 31. März aus. Für eine Genehmigung müssen die Firmen nachweisen, dass sie Geldwäsche bekämpfen.

Vergangenes Jahr räumte die Regulierungsbehörde eine Übergangsfrist ein, sodass auch noch nicht vollständig genehmigte Unternehmen in Großbritannien weiter aktiv bleiben konnten. In diesem vorläufigen Register, das Ende März geschlossen wird, stehen auch das Fintech Revolut und Copper, ein Krypto-Startup, das vom britischen Ex-Finanzminister Philip Hammond beraten wird. Beide Unternehmen könnten bald gezwungen sein, ins Ausland abzuwandern oder ihre Geschäfte einzustellen.

Nicht betroffen sind Unternehmen, die ihre Dienstleistungen über ausländische Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich anbieten. Das sind zum Beispiel Paypal oder Coinbase.

80 Prozent der Anträge abgelehnt oder zurückgezogen

33 Anträge von Kryptofirmen seien bisher genehmigt worden, teilt ein Sprecher der FCA gegenüber dem Nachrichtensender CNBC mit. Über 80 Prozent der bisher bewerteten Unternehmen hätten allerdings ihre Bewerbungen zurückgezogen oder wurden von der Behörde abgelehnt.

Grund dafür sei, dass viele dieser Kryptounternehmen die Standards für die Registrierung nicht eingehalten hätten. Dafür gilt es sicherzustellen, dass die „Firmen nicht dazu benutzt werden, kriminelle Gelder zu transferieren und/oder zu verschleiern“, sagte der Sprecher gegenüber dem Nachrichtensender.

Den abgelehnten Unternehmen steht das Recht zu, die Entscheidung gerichtlich anzufechten. Ein oft langwieriges Verfahren mit mäßigen Erfolgsaussichten: Im Februar klagte die Kryptobörse Gidiplus gegen die Ablehnung ihres Antrages und verlor.

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