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Linux Lite 5.0: Neue Version der Linux-Distribution für Windows-Umsteiger ist da

Linux Lite 5.0 sollte Windows-Nutzern schnell vertraut werden. (Screenshot: Lite Linux)

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Linux Lite 5.0 aka Emerald ist da. Die neueste Version der neuseeländischen Linux-Distro für Einsteiger und Windows-Umsteiger verspricht das größte Update seiner Geschichte zu sein.

Linux Lite ist eine Distribution, die – wie viele andere – auf Ubuntu Linux basiert. In der eben erschienenen Version 5.0 besteht der Unterbau aus dem ebenfalls ganz frischen Ubuntu 20.04 LTS (Long Term Support). Die LTS-Versionen von Ubuntu werden fünf Jahre lang vom Hersteller unterstützt.

Aktuelle Software bildet die Grundlage der Version 5 von Linux Lite

Auch ansonsten setzt Linux Lite 5.0 auf frische Ware, wie den Linux-Kernel 5.4.0-33, Libreoffice 6.4.3.2, Gimp 2.10.18, Thunderbird 68.8.0 und den Firefox 76.0.1. Der Einsatz des aktuellen Linux-Kernel sorgt unter anderem dafür, dass Linux Lite auch unter aktueller AMD-Hardware wie der Renoir-Plattform genutzt werden kann.

Jerry Bezencon, der Hauptentwickler der Distribution, freut sich in seinem offiziellen Ankündigungsbeitrag über die „funktionsreichste und kompletteste Linux-Lite-Version“ ihrer Geschichte und resümiert vollmundig, dies sei „die Version, auf die die Menschen gewartet haben“. Linux Lite 4.0 war vor ziemlich genau zwei Jahren erschienen.

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Software ist schnell nachinstalliert. (Screenshot: Lite Linux)

Xfce-Desktop soll Windows-Umsteigern helfen

Neben Ubuntu setzt Linux Lite auf der freien Desktop-Umgebung Xfce auf, die einen schlanken grafischen Oberbau verspricht und mit dem neuesten Fenstermanager eine deutlich verbesserte Anpassbarkeit an die persönlichen Vorlieben des Nutzers mitbringt. Xfce ist kompatibel zu Gnome und KDE und kann daher auch Programme ausführen, die für die alternativen Desktopumgebungen geschrieben wurden.

Natürlich kann Linux Lite auch mit einer der anderen Desktopumgebungen betrieben werden. Das würde allerdings dem Konzept der Distribution zuwiderlaufen, immerhin ist Linux Lite laut Bezencon ausdrücklich dazu geschaffen worden, potenziellen Interessenten zu zeigen, wie einfach die Bedienung eines Linux-Betriebssystems sein kann. Den Eindruck unübersichtlich großer Linux-Boliden wollte der Entwickler vermeiden.

Etliche Hilfsprogramme unterstützen beim Linux-Einstieg

Um Ein- und Umsteiger bestmöglich zu unterstützen, fügt Linux Lite dem unterliegenden Ubuntu eine Reihe an Tools und Programmpaketen hinzu, die vor allem den Umgang mit dem System erleichtern sollen. Für den blutigen Anfänger empfehlen sich besonders das „Welcome Center“ und das in Version 5.0 stark erweiterte „Help Manual“. Bei den beiden Helferlein handelt es sich zum Ersten um eine Art Onboarding-Tool und zum Zweiten um eine opulent illustrierte Hilfedatei, die der Einsteiger direkt vom Desktop aus starten kann.

Mit dem „Linux Lite Control Center“ liefert die Distro eine zentrale Anlaufstelle für nahezu alle Systemeinstellungen, zudem gibt es mit dem Whisker Menu ein dem Windows-Startmenü ähnelndes Systemmenü, das auf die gleiche Weise bedient wird, wie sein Windows-Pendant. Für das Nachinstallieren von Software hat Linux Lite den eigenen Paketmanager „Lite Software“ an Bord, der einem App-Store ähnelt. Hier finden sich nicht nur populäre Programme wie Chrome, Spotify oder die Spiele-Plattform Steam.

Wer sein System auch unter Linux anpassen, optimieren, allgemein tweaken will, setzt dazu „Lite Tweaks“ ein.

Die ISO fungiert als Installations- und Live-Medium gleichermaßen. (Screenshot: Lite Linux)

Linux Lite rennt selbst auf älterer Hardware und telefoniert nicht nach Hause

Das ist alles soweit fein für Windows-Nutzer. Die wesentlichen Argumente, den Umstieg zu wagen, liegen allerdings in der weitaus besseren Performance auf älterer Hardware und der vollständig unterbleibenden Telemetrie unter Linux Lite.

Wer Linux Lite noch nicht kennt, sollte sich die schlanke Distribution auf jeden Fall einmal ansehen. Das gut 1,4 Gigabyte große ISO lässt sich über einen USB-Stick oder eine DVD installieren, aber auch als Live-System zum Testen nutzen. So könnt ihr risikofrei schauen, ob die Distro euren Geschmack trifft.

Passend dazu: Clear Linux von Intel schlägt Ubuntu und Fedora bei der Performance

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Ein Kommentar
Hape
Hape

2020 wird das Jahr des Linux-Desktops!

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