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Tool-Tipp

Ludus: Eine Powerpoint-Alternative nicht nur für Designer

Mit der neuen Web-App Ludus machen Präsentationen wieder Spaß. Speziell für Designer ist das Tool überaus interessant.

3 Min.
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Mit Ludus haben sowohl die Ersteller von Präsentationen, wie auch deren Betrachter wieder Spaß. Powerpoint adé. (Screenshot: Ludus)

Schicken wir Powerpoint in Rente

Schon das Wort „Präsentation“ erzeugt eine gewisse Schläfrigkeit beim Zuhörer. Wer sich schon seit den Neunzigern im Arbeitsleben bewegt, weiß, wovon die Rede ist. Immerhin wurde damals alles ausschließlich mit Powerpoint präsentiert. Jeder gute, aber vor allem jeder schlechte Redner nutzte den Dinosaurier aus Redmond, um seine mehr oder weniger wackeligen Thesen mit zumeist üblem Design zu untermauern.

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Bis zum heutigen Tage hat sich Powerpoint nur ganz sachte fortentwickelt, und so ist es der digitale Ersatz für den in den Achtzigern üblichen Tageslichtprojektor geblieben. Dabei sind nicht nur die Anforderungen an moderne Präsentationen seither rasant gestiegen, auch die technischen Möglichkeiten haben sich deutlich fortentwickelt. Weder Powerpoint noch Keynote trägt allerdings diesen Trends hinreichend Rechnung.

Ludus definiert die Präsentation neu

Schon aus diesen Gründen ist es durchaus naheliegend, über eine web-basierte Alternative zu den alternden Platzhirschen nachzudenken. Das Projekt Ludus begnügte sich nicht mit dem Nachdenken, sondern brachte eine Lösung an den Start, die neu definiert, was moderne Präsentationslösungen heutzutage können müssen.

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Das Interface kommt Designern vertraut vor. (Screenshot: Ludus)

Dabei beseitigt Ludus nicht nur die konventionellen Probleme einer jeden Desktop-Präsentationssoftware, wie etwa die Schwierigkeiten, die beim Teilen der bisweilen riesigen Dateien entstehen, oder die Kompatibilitätsprobleme bei der Verwendung unterschiedlicher Rechner im Kreise der Adressaten der Präsentation. Ludus bringt vor allem eine Flexibilität ins Spiel, die mit lokal erstellten, proprietären Dateien gar nicht zu erreichen ist.

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Ludus ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, bestehenden Web-Content per Drag & Drop oder Copy & Paste in die Präsentation zu integrieren. So könnt ihr etwa Formulare mit Youtube-Videos kombinieren oder animierte Gifs aus GIPHY einfügen.

Maximale Offenheit nach außen macht Ludus maximal flexibel

Ludus integriert Bilder aus Dropbox, Flickr, GIPHY, Instagram und Unsplash, Schriften aus Google Fonts, Typekit oder eurem eigenen Computer, Piktogramme von Icons8 und The Noun Project sowie Videos von Youtube, Vimeo, Streamable, Wistia und Vid.me. Ebenfalls möglich ist der Einbau von eigenem Content aus InVision, Framer und SketchFab.

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Ludus ist ein offenes System. (Screenshot: Ludus)

Die Macher betrachten diese durchaus lange Liste nur als einen Einstieg. Als Vorbild nennen sie Slack, das durch eine Öffnung hin zum Drittentwicklermarkt mittlerweile für nahezu jeden Zweck eine eigene Lösung anbieten kann.

Nicht nur Elemente zusammenschieben, auch gestalten ist möglich

Anders als andere Präsentations-Tools ist Ludus nicht nur in der Lage, Material aus verschiedenen Quellen seitenorientiert zusammenzufügen. Vielmehr verfügt die Software über eigene Designwerkzeuge, die sie weit über den Normalzustand einer Slideshow-Software hinausheben.

Gerade Designer können sich mithin so richtig austoben und ihre ganz konkreten Gestaltungsideen umsetzen. Wer sich mit Sketch auskennt, wird sich in Ludus gleichsam wie Zuhause fühlen, so Vincent Battaglia, CTO und Mitgründer des Projekts. Mich erinnert die Oberfläche eher an die Produkte aus dem Hause Adobe.

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Einen ersten Eindruck vermittelt dieses Video:

Ludus könnt ihr kostenlos nutzen

Ludus gibt es in einer kostenfreien Variante, die auf einen einzelnen Nutzer limitiert ist und keine Kollaboration erlaubt. Die Zahl der Präsentationen ist allerdings unbegrenzt. Wenn ihr eure Präsentationen zusätzlich mit einem Passwort schützen oder die Oberfläche als White Label nutzen wollt und mehr Speicherplatz benötigt, dann ist der Pro-Account für 99 US-Dollar pro Jahr eure Wahl. Teams mit bis zu zehn Nutzern müssen 499 US-Dollar pro Jahr veranschlagen.

Der Begriff Ludus stammt übrigens aus dem Lateinischen und bezeichnet eine Bildungseinrichtung, die Kinder im alten Rom besuchten, um dort spielerisch zu lernen. Das Tool befindet sich in einer privaten Beta-Phase. Es ist ein Invite erforderlich, um sich anmelden zu können. Nachdem Ludus vor einiger Zeit die Startseite von Product Hunt erobern konnte, ist die Warteschlange allerdings derart lang geworden, dass ihr etwas Geduld mitbringen müsst. Schnelles Ausprobieren ist momentan nicht möglich. Eintragen könnt ihr euch hier.

Fast fertig!

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Kommentare (8)

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Markus

Macht Mal ruhig weiter so. Noch ein paar dieser völlig unreflektierten Artikel und ich auch mir eine andere Quelle.

Jedes Tool ist nur so gut, wie der Bediener. Nur weil es 95% der Referenten nicht schaffen ihr Wissen gescheit aufbereiten ist ein Tool noch lange nicht outdated. Bescheidenes Design lässt sich mit jedem Tool bauen.

Sebastian

Ich geb Dir recht was die Skills der „Designer“ anbelangt aber die Features sind schon nice. Da kann PP nicht mithalten …

olop01

Warum müssen es immer alles cloudbasierte Tools sein? Jede große Firma, die mit sensiblen Daten umgeht, wird um solche Tools einen weiten Bogen machen…

Martina von Useware

Ich finde das Tool ehrlich gesagt ziemlich gut, ich bin gespannt wie es mit responsive Design aussieht, aber besser als Powerpoint ist es bestimmt.

Xax

Leute, kümmert euch erst mal um gescheite Inhalte in euren Präsentationen und dann um die Optik.
Dieses Chichi nervt.

Wieder ein nutzloses Programm mehr…

NOWIS BLOCK

Ja, es gibt sie: Die unausgegorenen Referate, die über schreckliche PPPs vorgeben, Gehatsvoll zu sein. Und es gibt die Leute, die Ahnung von der MAterie haben und doch keine Gestalter sind.

Aber sollte man nur der Sonntagsfahrer wegen aufhören, schicke Autos zu entwickeln?

Die Präsentation ist ein werbendes Mittel. Sie wirbt um Aufmerksamkeit, Konzentration, darum, erinnert zu werden, um Vertrauen, etc. …

Von jedem Büroinsassen wird verlangt Office und damit PP zu beherrschen. Mit diesem Tool kann der Refferent nun dem/der GrafikerIn meine Skizze rüberschicken um sie sinnig zu pimpen, ohne inkompetent zu wirken.

Ich als Publikum sähe gerne mal neues.

Ivan Braun

Niemand PowerPoint offnen — das wid ein Wunsch fuer meherer Designer! Check mahl dieses Antword auf Quora: https://www.quora.com/What-are-some-of-the-best-gifts-for-graphic-designers/answer/Andreas-Brolund-1

Auch, wenn sie mochten, konnen sie Icons8 in andere Programme nutzen. Ich probierte Google Slides und es wirkt gut https://de.icons8.com/app

Entschuldigung fur mein Deutsch, das ist meine schwachste Sprache.

Niko Müller

Kann ich PDF damit erstellen und dem Kunden senden?

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