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M-Commerce: Mit diesen 10 Tipps pimpst du deine Mobile Site

Paydirekt: So macht die Kreditwirtschaft den Händlern das Bezahlverfahren schmackhaft. (Bild: Maxx-Studio / Shutterstock)

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Kaum ein Segment im E-Commerce kann solche Zuwachsraten verbuchen wie der M-Commerce. Mit diesen Tipps holst du das Maximum aus deinem Mobilshop raus – von A wie A/B-Test bis Z wie Zahlungsabwicklung.

2016 wurden bereits rund ein Drittel der E-Commerce-Umsätze via Smartphone oder Tablet erzielt, jeder zweite Shopbesucher kam bereits über Handy oder Tablet zum Informieren und Aussuchen. In einigen Marktsegmenten wie Kosmetik, Modeartikel oder Bücher ist sowohl der Anteil an mobilen Käufern als auch an Kunden, die auf dem Mobilgerät Ware auswählen, noch um einiges höher.

Doch wer als Marketer einen Anteil vom mobilen Kuchen abhaben will, sollte seinen Shop entsprechend anpassen und dem Kunden das optimale Einkaufserlebnis bieten. Mit diesen zehn Tipps holst du mehr aus deiner mobilen Website raus:

1. Präsentiere dem Kunden, was er sucht und sei fehlertolerant

Noch wichtiger als bei der Desktop-Site ist die interne Suche bei mobilen Shops. Denn der Kunde gibt möglicherweise nur schnell einen Begriff oder eine Modellbezeichnung ein und ist schnell auch wieder beim nächsten Anbieter, wenn er nicht die passenden Angebote gezeigt bekommt. Daher sollte die mobile Suche noch intuitiver und fehlertoleranter sein als die klassische Desktop-Suche. Wenn, wie in manchen Shops üblich, der Kunde eher über die Google-Suche ein Produkt findet, dieses aber nicht über die interne Suche auffindbar ist, hat der Shopbetreiber ein ernstes Problem: Denn wer die Ware über Google suchen muss, findet dort schnell auch die Angebote des Mitbewerbs und ist nur einen Klick von der Konkurrenz entfernt.

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2. Schaffe ein performantes, mobiloptimiertes Portal

Die Ladezeiten spielen aufgrund des unterwegs oft schlechten Netzes eine Schlüsselrolle. Daher ist es unbedingt nötig, dass Bilder entsprechend optimiert vorliegen, die Reaktionszeiten des Mobilservers stimmen und Sonderansichten wie 360-Grad-Ansichten oder Bewegtbild-Content auf eine vernünftige Größe runtergerechnet werden. Bekannt ist: Ein Nutzer, der mehrfach nicht das bekommen hat, was er wollte, kommt nicht wieder – das ist auch im stationären Handel nicht anders, weil da der Aufwand noch höher ist.

3. Optimiere das Design und mache Scrollen möglichst überflüssig

Der optimalen Aufteilung des Bildschirms kommt eine entscheidende Rolle zu. Auch wenn viele Smartphones inzwischen eine HD-Auflösung bieten, muss der Platz immer noch effizienter genutzt werden als auf dem großen Notebook- oder Desktopmonitor. Dafür sollten Texte kurz und verständlich sein (und sich im Optimalfall in der längeren Version ausklappen lassen) und die Site auch in der Usability optimiert werden. Wer das Budget hat, sollte hier durchaus über Eye-Tracking-Tests nachdenken.

Kassiere im M-Commerce möglichst unkompliziert. Das senkt die Abbruchrate bei Bestellungen.  (Bild: Volksbanken und Raiffeisenbanken)

4. Ermögliche schnelles und problemloses Bezahlen

Kein Kunde will an der Kasse lange warten. Doch auch in vielen Webshops gibt es so etwas wie eine Warteschlange – wenn der Shopbetreiber umständlich nach Daten fragt, die er bereits kennen könnte, wenn er den Kunden in einem langen Menü das Herkunftsland herunter scrollen lässt oder wenn er auf Server von Drittanbietern verlinkt, die in ihrer Usability so gar nicht zum Rest des Einkaufserlebnisses passen. „Schnell und einfach“ verringert gerade bei Mobile Payment die Abbruchquote. Lass dem Kunden die Wahl, wie er bezahlen möchte: Kunden bevorzugen (gerade im M-Commerce) immer noch Rechnungskauf und Paypal gegenüber Kreditkartenzahlung.

5. Triggere Deinen Kunden, aber langweile und verwirre ihn nicht:

Gerade im M-Commerce kannst du spontane Käufe durch personalisierte Maßnahmen erzeugen. Einfacher hat es da, wer dem Kunden die eigene App auf den Smartphone-Desktop bringt. Doch wie bei vielem geht es hier um die Dosierung: Wer seinen Kunden zu oft antriggert, nervt und landet im schlimmsten Fall im Killfilter. Gezielte, auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmte Ansprache und sorgfältige Auswahl der Themen oder Waren führt zu höheren Response Rates.

6. Schaffe ein Einkaufserlebnis mit guter Stimmung und einer Story

Gerade bei Lifestyle-Artikeln muss der Online-Handel ein Erlebnis bieten, um das Anfassen und Ausprobieren des stationären Handels zu ersetzen. Das ist auf dem kleinen Bildschirm des Smartphones einerseits schwieriger als etwa auf dem Tablet, andererseits aber gerade durch wirkungsvolles Storytelling und den Einsatz von Bewegtbild durchaus möglich. Vergiss nicht: Wenn du das Smartphone oder Tablet erobert hast, hast du es im Idealfall bereits ins Wohnzimmer des Kunden geschafft, nicht nur auf seinen Schreibtisch.

7. Setze gerade bei M-Commerce auf Location Based Services

Einen Kunden, der gerade an Deiner lokalen Filiale vorbei läuft, auf eine Rabattaktion aufmerksam zu machen, kann sich lohnen. Das setzt aber voraus, dass Du nicht auf einzelne Artikel hinweist, sondern beispielsweise auf eine ganze Warengruppe. Auch hier gilt: Eine gute Dosierung bringt dich weiter. Und leichter hast du es, wenn du nicht bloß über den Browser, sondern über die eigene App den Kunden ansprechen kannst.

M-Commerce schafft Vergleichsmöglichkeit: Gerade beim Einkauf im stationären Handel spielt die Mobile Site eine wichtige Rolle. (Foto: Shutterstock)

8. Setze konsequent auf Cross Channel Marketing:

Gerade im Zusammenhang mit deinem möglicherweise vorhandenen Filialgeschäft solltest du das Smartphone als gute Ergänzung sehen. Ermuntere den Kunden, deinen eigenen Mobil-Shop zu nutzen, auch und gerade in der Filiale. Ein Kleidungsstück beispielsweise musst du so in jeder Größe und Farbe nur einmal bereithalten, nicht in jeder Kombination. Biete dem Kunden gegebenenfalls in der Filiale versandkostenfreie Lieferung, wenn er die gewünschte Kombination gleich nach Hause bestellt. Das ist besser, als wenn er sich daheim weiter informiert und gegebenenfalls beim Mitbewerber landet.

9. Nutze soziale Netzwerke bei Earned und Owned Media

Vor allem die für deinen Kunden relevanten sozialen Netzwerke solltest du bei deiner Planung im Auge behalten, sowohl was Earned Media als auch was Paid Media betrifft. Denn über alle Zielgruppen und Alterskohorten hinweg gilt: Social Media wird vor allem auf dem Mobilgerät und (von beruflichen Netzwerken abgesehen) in der Freizeit genutzt. Welche Werbemaßnahmen hier die günstigsten für dich sind, musst du herausfinden. Sicher ist aber: Klassisches SEA ist es nur in einem Teil der Fälle.

Doch auch bei den nicht kostenpflichtigen Inhalten solltest du präsent sein. Denn die besten Chancen, gerade in erklärungsintensiven Umfeldern, haben Spezial-Webshops, die etwa über Youtube Know-How vermitteln: Ein Türenportal, das zeigt, die man eine zufallende Tür justiert, ein Anbieter von Transport-Equipment, der zeigt, wie ein Laie schnell und einfach eine Ladung mit dem Zurrgurt sichert und so weiter.

10. Teste, teste nochmal und teste immer wieder

Es ist erschreckend, wie viele nicht optimale E-Commerce-Websites es gibt, gerade im Mobilumfeld. Dabei könnten schlichte A/B-Tests oft dabei helfen, ein für den Kunden angenehmeres Kauferlebnis mit hoher Conversion Rate zu schaffen. Vernachlässige deshalb nicht das Testen der Site, auch und gerade außerhalb deines schnellen Firmennetzes und auch außerhalb der schnellen LTE-Netze in den Städten. Mit einer langsamen Datenleitung siehst du schnell, warum dein Mobilportal gegebenenfalls nervt. Setze dabei auch Mobilgeräte mit unterschiedlicher Auflösung ein.

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