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Ratgeber

So machst du deine digitale Karriere zukunftssicher

Die Arbeitswelt der Zukunft erfordert digitale Kompetenz, aber Fortbildungen vermitteln Themen von gestern. Wer am Ball bleiben will, stellt sich lieber seinen eigenen Lehrplan zusammen, rät unsere Gastautorin.

Von Stephanie Langers
4 Min.
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(Foto: Shutterstock / PKpix)

Es ist bekannt und hinreichend diskutiert, dass sich viele Berufe rasant ändern und Fachwissen in einer digitalen Welt schnell veraltet ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Marketing, der Buchhaltung, im Personalwesen, der Logistik oder in der IT tätig ist: Was letztes Jahr die neueste Technologie war, ist teilweise heute schon überholt. Wer Karriere machen und die Konkurrenz abhängen will, muss daher digitale Kompetenz mitbringen und ständig dazulernen. Leider vernachlässigen es viele Unternehmen, ihre Mitarbeiter digital fortzubilden. Teilweise, weil sie selbst keinen Plan haben und aus Verlegenheit auch nicht nachfragen. Teilweise, weil sie die Dimension des Wandels schlicht unterschätzen. Anstatt darauf zu warten, dass Arbeitgeber endlich umdenken, solltest du daher selbst aktiv werden und deine digitale Karriere planen!

Digitale Kompetenz ist keine Ansammlung von Fachwissen, sondern Methodik

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Die klassische Erwachsenenbildung hat ihren Fokus auf Fachwissen. Das Ziel ist daher meistens, neue Informationen dazuzulernen. Der Standard-Prozess sieht dementsprechend meistens so aus, dass man in einen Raum gesetzt wird und von jemand anderem etwas erzählt bekommt. (Wir alle kennen Fortbildungsseminare, in denen man Handouts mit Stichpunkten bekommt und eine Powerpoint der nächsten folgt). Sie sind bei Arbeitgebern sehr beliebt, weil man mit ihnen das Thema Mitarbeiterbildung schnell und einfach abhaken kann. Das Problem ist, dass sie in einer digitalen Welt oft keinerlei relevantes Wissen vermitteln und das auch gar nicht können.

Digitale Kompetenz ist nämlich nicht einfach Fachwissen, sondern vorwiegend Methodik. Digitale Kompetenz bedeutet, sich selbst orientieren zu können und ein verlässliches internes „Navigationssystem“ für digitale Themen im eigenen Fachbereich zu besitzen. Wer sind die internationalen Thought-Leaders, welche Technologien werden von führenden Unternehmen genutzt, welche relevanten Skills haben meine Mitarbeiter und ich selbst? Dies bedeutet natürlich nicht, dass Fachwissen irrelevant ist – es bedeutet, dass man selbst ein Gespür für die Bedeutsamkeit von bestimmtem Wissen entwickelt und es sich eigenständig holt. Und das geschieht ununterbrochen und nicht einmal pro Jahr auf einem Seminar.

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Digitale Kompetenz erfordert Eigenverantwortung

Der Corporate-Learning-Moocathon kam gemeinsam mit führenden deutschen Unternehmen zum Ergebnis, dass Mitarbeitende die Verantwortung für Weiterbildung rein beim Arbeitgeber sehen. Das beschränkt unsere digitale Kompetenz, weil niemand außer uns selbst zielführendes und effektives Lernen sicherstellen kann. (Die Sicherstellung digitaler Bildung für jeden Mitarbeiter würde die Kapazität auch jeder noch so engagierten Führungskraft maßlos übersteigen). Wir müssen also aus unserer Konsumentenhaltung ausbrechen und uns eigenverantwortlich um unsere digitale Bildung kümmern. In der Praxis bedeutet das zunächst, ein völlig neues Verständnis vom Lernen zu entwickeln. Man lernt nicht in einem Klassenraum, und erhält hinterher ein schönes Zertifikat. Man lernt nicht während der Arbeit, wenn man dort kaum neue digitale Technologien anwenden muss. Man lernt stattdessen von den Digital Leaders und wird Teil der Community.

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Digitale Kompetenz ist eine soziale Kompetenz

Digitale Kompetenz bedeutet nicht einfach, viel über die Details neuer Technologien zu wissen. Digitale Kompetenz bedeutet, zu wissen, wen man fragen muss und welche Änderungen es vermutlich bald geben wird. Die digitale Welt ist vernetzt und funktioniert über die schnelle Verbreitung von neuen Ideen. Sie ist ein ständiger Diskurs, eine neue Art zu leben und zu arbeiten. Deine Aufgabe ist es, aktives Mitglied des Diskurses zu werden. Hierfür kannst du diesen Praxistipps folgen:

Finde die digitalen Though- Leaders deines Fachbereichs

Jede Berufsgruppe hat ihre digitalen Vorreiter, die neue Technologien entwickeln, verbreiten und den Diskurs bestimmen. Sie halten Keynotes auf internationalen Konferenzen und veröffentlichen die Top-Artikel zu digitalen Themen. Folge ihren Beiträgen und bleib so auf dem Laufenden. Du kannst sie auch direkt kontaktieren – du wirst überrascht sein, wie viel positive Resonanz du auf deine Fragen bekommst!

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Lerne von anderen Fachbereichen deines Unternehmens

Es gibt viele neue digitale Methoden und Tools, die fachbereichsübergreifend relevant sind. Was zum Beispiel Personaler im Employer-Branding nur zaghaft einsetzen, wird im Online-Marketing schon jahrelang genutzt! Schau also mal über den Tellerrand hinaus und frag deine Kollegen.

Such den Austausch mit deinen Peers

Konferenzen und Meetups sind dafür da, dass du deine Gleichgesinnten aus anderen Unternehmen kennenlernst. Frag sie offen, was sie gerade lernen und wie sie arbeiten – dann weißt du auch gleich, wie innovativ dein eigener Arbeitgeber ist. Werde auch aktives Mitglied in der digitalen Community deines Bereichs: Du musst nicht physisch anwesend sein, um dich zu vernetzen und auszutauschen.

Mach Kurse nicht für Zertifikate, sondern für Wissen

Du bist nicht mehr an der Uni, wo du Prüfungen ihrer selbst willen ablegen musst. Wenn du dich weiterbilden willst, such dir Kurse strikt nach Inhalten und dem Format aus. Was konkret willst du lernen und warum? Ist der Kursanbieter bekannt für seine digitale Ausrichtung und aktuelle Themen? Wenn du dir unsicher bist, was geeignet ist, erkundige dich bei deinen Peers!

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