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Hallo, ich bin Toru, der intelligente Lager-Roboter – und das sind meine Schöpfer von Magazino

(Foto: Jochen G. Fuchs)

Lesezeit: 13 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Roboter sind bisher im industriellen Einsatz eher dumm: Nur einprogrammierte Abläufe, kein situationsabhängiges Reaktionsvermögen. Jetzt ändert sich das: Das Startup Magazino hat einen intelligenten Lager-Roboter gebaut, der Menschen ersetzen kann.

In der Nähe einer zwielichtigen Spelunke an einer vielbefahrenen Straße in München steht ein langer Gewerbekomplex – direkt an den Bahnschienen. Eine minimalistisch gehaltene Laden-Arkade an der Außenfront beherbergt kleine, teilweise skurrile Einzelhändler. Die Ladeneinheiten wirken architektonisch deplatziert, obwohl scheinbar als Ladenfläche konzipiert. Im Inneren des Gebäudes geht es durch lange, nüchterne Flure vorbei an staubtrockenen Büros und Unternehmen zu einem Startup, das in dieser Umgebung genauso deplatziert wirkt: dem Logistik-Robotik-Spezialist Magazino, der momentan die Intralogistik, wie der unternehmensinterne Logistikbereich innerhalb eines Logistikzentrum genannt wird, kräftig aufmischt.

Der Eingangsbereich vom Magazino-Office in München. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Der Eingangsbereich vom Magazino-Office in München. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Eine lichtdurchflutete loftartige Büroatmosphäre erwartet mich, als ich am mannshohen, eleganten Firmen-Logo von Magazino im Eingangsbereich des Büros vorbeigehe und meinen Blick über die vom Hausdesigner entworfenen und von Magazino selbst hergestellten Stahl- und Holzmöbel gleiten lasse. Alles, auch die Aufenthaltsecke und die Espressobar-Schrägstrich-Küche, erinnert an skandinavisches Design, Stockholmer Startup-Flair und Silicon-Valley-Stimmung. Nur eine dröhnende Stand-Bohrmaschine auf einer Werkbank, surrende 3D-Drucker und eine Metallwerkstatt in einem Winkel des riesigen Raums verraten, dass hier „nur“ ein Maschinenbau-Startup aus München sitzt. Wobei das eigentlich Understatement ist: Das Startup Magazino versammelt, wie ein klassisches Startup aus dem Digital Business, Entwickler, Designer und Marketer um sich – aber eben auch Robotik-Spezialisten und Maschinenbauer.

Lounge-Area. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Die Lounge-Area bei Magazino. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Die Heimat der Maschinenbauer: Die Werkstatt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Die Heimat der Maschinenbauer und Geburtsort der Roboter: die Werkstatt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Nie wieder aufräumen: Wie aus einem Traum ein innovatives Unternehmen wird

Als Frederik Brantner während seiner Studienzeit eine Kollegin in ihrer Apotheke besucht, fasziniert ihn besonders der neue Kommissionierautomat: Ein Knopfdruck am Computer und der Automat spuckt eine Medikamentenschachtel aus. „Ich dachte, sowas brauche ich für zu Hause auch. Ich schmeiß‘ all meine Sachen, die in meinem Chaos rumliegen, einfach in eine Schublade und der verräumt das automatisch. Und wenn ich etwas brauche, gehe ich einfach über meinen ‚Cover Flow‘ und wähle mein Akkuladegerät und der ist dann schlau genug, mir auch die Akkus dazu auszugeben.“

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Die Idee, die in diesem Sommer 2011 in seinem Kopf entstanden ist, lässt Brantner dann nicht mehr los. Er organisiert ein „Creative-Thinking-Wochenende“ und findet Resonanz unter den Anwesenden: Als Mitgründer stößt der Maschinenbauingenieur Lukas Zanger mit dazu – oder wie es Brantner lachend formuliert: „Der ist nicht schnell genug weggerannt, dann war er halt dabei.“ Ergänzt wird das Gründerteam später schließlich noch durch den Informatiker Nikolas Engelhard – Magazino ist geboren.

Die Magazino-Gründer, von links nach rechts: Nikolas Engelhard, Lukas Zanger und Frederik Brantner.(Foto: Magazino)

Die Magazino-Gründer, von links nach rechts: Nikolas Engelhard, Lukas Zanger und Frederik Brantner.(Foto: Magazino)

Nach ersten Ablehnungen bekommt Magazino Anfang 2013 schließlich das Gründerstipendium „Exist“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ab da geht es Schlag auf Schlag: Eine GmbH wird 2014 gegründet. Nachdem er mehr als einen Monat einfach rumgesessen und gearbeitet hat, bekommt als erster Mitarbeiter Kai, der heutige Leiter der Elektrotechnik, einen Arbeitsvertrag. Es folgt als zweites der Industriedesigner Joachim, der auch die Möbel von Magazin entworfen hat, später der promovierte Roboter und Software-Entwickler Ulrich Klang – alle drei sind noch heute an Bord.

Später bekommt Magazino auch noch die Flügge-Förderung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, eine Seed-Finanzierungsrunde durch zwei Angels und den Hightech-Gründer-Fonds (HTGF) und schließlich legt das Startup den schnellsten Exit für den HTGF auf’s Parkett, den der Fonds jemand erlebt hat: Siemens entscheidet sich, sowohl den Business Angels als auch dem HTGF die Anteile abzukaufen und hält seitdem 49,9 Prozent an dem jungen Robotik-Unternehmen.

Venture-Capital? Pff …

Im Resultat lebt Magazino jetzt in einer Luxussituation, die viele Startups, die sich mit Venture-Capital finanzieren, mit Neid erfüllen könnte. Brantner beschreibt ihr aktuelles finanzielles Polster mit spürbarer Zufriedenheit und Gelassenheit: „Wir haben von Siemens einen sehr großen Rahmen bekommen, sodass wir die nächsten Jahre ohne weitere Folgefinanzierung an dem Produkt arbeiten können. Neben deren technischem Know-how und der Unterstützung in vielen Bereichen war das auch einer von vielen Gründen, die für Siemens gesprochen haben. Ein Venture-Capitalist, für den wir jedes Jahr von einer Runde zur nächsten Runde rennen, der bringt uns nichts: Gerade noch mache ich Series A, dann kommt schon wieder Series B. Und andauernd halte ich die Entwickler auf, das geht nicht. Gerade in der Anfangsphase müssen wir den technologischen Hub schnell hinbekommen.“

Zuerst scheint es, als wolle Magazino tatsächlich Brantners Traum vom intelligenten Zimmer-Roboter, der Kleinteile auf Wunsch ausspuckt, realisieren. Das erste ausgelieferte Produkt namens „Maru“ ist ein klobiger, runder Kasten, der ein wenig wirkt wie eine überdimensionierte Telefonzelle. Maru ist, wie sollte es auch anders sein, ein Apotheken-Automat. Allerdings unterscheidet er sich in einem wesentlichen Punkt von seinen Mit-Automaten: Statt sorgfältig befüllter Produktschächte, in denen jedes Medikament seinen festen Platz hat, liegen bei Maru verschiedene Produkte beieinander. Vereinfacht ausgedrückt lässt sich der Automat befüllen, indem man einen Karton unsortierter Medikamente hineinkippt. Der Automat öffnet nämlich nicht wie ein stupider Süßigkeitenautomat einfach einen Ausgabeschacht, sondern pickt zielgerichtet das richtige Medikament aus seinem „Bauch“.

Der Apotheken-Automat Maru lagert auf rotierenden Flächen gemischte Lagerbstände von Medikamenten ein, der Greifarm pickt das vom Bediener angeforderte Medikament. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Der Apotheken-Automat Maru lagert auf rotierenden Flächen gemischte Lagerbstände von Medikamenten ein, der Greifarm pickt das vom Bediener angeforderte Medikament. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Schließlich wird das Medikament dann im Ausgabeschat ausgegeben. Im Vergleich zu herkömmlichen Apotheken-Automaten war Maru sehr kompakt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Schließlich wird das Medikament dann im Ausgabeschat ausgegeben. Im Vergleich zu herkömmlichen Apotheken-Automaten war Maru sehr kompakt. (Foto: Jochen G. Fuchs)

In die Unendlichkeit, und noch viel weiter: Magazino überschreitet die Grenzen der bisherigen Robotik

Damit hat sich Magazino an ein Problem herangewagt, das im sogenannten Moravec’schen Paradoxon beschrieben wird: „Es ist vergleichsweise einfach, Computer dazu zu bringen, Intelligenz-Tests zu bewältigen oder Schach zu spielen, aber schwierig oder unmöglich, ihnen die Fähigkeiten eines Einjährigen zu verleihen, wenn es um Wahrnehmung oder Mobilität geht.“ Ein Paradoxon, das unter anderem vom kanadischen Transhumanisten und Roboterspezialisten Hans Moravec in den 80er-Jahren formuliert wurde. Magazin verschafft dem Roboter Wahrnehmung und die Möglichkeit, sich selbständig an Veränderungen anzupassen. „Wir durchstoßen bei allem, was wir machen, die Grenzen dessen, was die Automatisierungsindustrie gerade kann“, betont Brantner.

Den Apotheken-Komissionier-Roboter Maru gibt es heute nicht mehr. Zu serviceintensiv und aufwendig wäre der Eintritt in den hart umkämpften Markt gewesen, wie sich für Magazino während der Pilotphase herausstellt. Der letzte Maru-Roboter wird gerade zu einem kreativen Stehmeeting-Bereich in den Münchner Magazino-Räumen umgebaut. Ein Flop war das Projekt trotzdem nicht, die Technologie von Maru wird jetzt bei Toru eingesetzt, dem mobilen Kommissionier-Roboter, der statt Apotheken die Logistikbranche und den Versandhandel aufmischen soll.

So sieht es bei Magazino in München aus
(Foto: Jochen G. Fuchs)

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Robotik in der Intralogistik: Wandelnde Regale und dumme Roboter

Bisherige Industrieroboter, auch in der Logistik, sind für die Wiederholung einfacher, einprogrammierter Arbeits- und Bewegungsabläufe eingerichtet. Abläufe, die sie millionenfach und ausfallsicher hinbekommen – aber wehe, es läuft etwas außerplanmäßig. Verrutscht beispielsweise ein zu befüllender Karton auf einem Förderband, ist der Roboter handlungsunfähig und es kommt zum Stillstand.

Die meisten Roboter, die sich in der Logistik darum kümmern Versandware zu picken und zu kommissionieren – also vom Lagerplatz zu holen und zu einer Bestellung hinzuzufügen –, sind solche unselbstständigen Roboter – Shuttle oder Aufzugsysteme beispielsweise. Zusätzlich bringen Sie in der Regel nur Warengebinde zum Menschen, in einem Regal oder einem Ladungsträger- Einzelne Objekte greifen können Roboter, wie sie beispielsweise bei Amazon in den USA und in Polen zum Einsatz kommen, nicht. Den flexibel im Lager einsetzbaren Menschen ersetzen die Roboter so nicht.

„Das verschiebt sich gerade mit enormer Geschwindigkeit, es gibt da gerade einen Umbruch in der Robotik, auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, das zu können, was der Mensch kann“, erzählt Brantner und fügt hinzu: „Toru agiert ähnlich wie ein Mensch. Er soll genau das Gleiche machen wie der Mensch und im Parallelbetrieb laufen. Das ist ganz wichtig, so muss sich der Händler nicht entscheiden, ob er sein Lager automatisiert oder nicht – sondern kann flexibel entscheiden, einen einzelnen Roboter für bestimmte Aufgaben einzusetzen. So kann der Roboter das tun, was er gut kann und was für den Menschen beschwerlich ist, und der Mensch übernimmt, was der Roboter nicht kann.“ Toru kann genau das, was ein menschlicher Mitarbeiter auch kann: gezielt einzelne Lagerstückgut greifen und transportieren.

Toru, der intelligente Kommissionier-Roboter

Toru greift ein Buch: Greifarm mit Kamera im Einsatz. (Foto: Magazino)

Toru greift ein Buch: Greifarm mit Kamera im Einsatz. (Foto: Magazino)

Magazino bietet genau so einen serienreifen Kommissionierungsroboter an, der in der Lage ist, die Tätigkeit des „Pickens“, also das stückgenaue Greifen, Aufnehmen und Transportieren eines Lagergutes zu absolvieren. Toru agiert dabei autonom und kann mittels Computer-Vision-Algorithmen über eine integrierte Kamera selbstständig durch den freien Raum eines Warehouse navigieren und Pick-Aufträge von einem angeschlossenen Warenwirtschaftssystem erfüllen. Toru verfügt über ein Regel-Set, das ihm situationsabhängig Entscheidungen ermöglicht – und so über eine regelrechte Verhaltensplanung. Zu Beginn seines Einsatzes fährt Toru den ihm zugewiesenen Lagerbereich ab und erstellt einen 2D-Raumplan mit der Position des Lagerguts, der mit der Warenwirtschaft abgeglichen wird.

Toru im Regalgang. (Foto: Magazino)

Toru im Regalgang. (Foto: Magazino)

Der Roboter ist in der Lage, einzelne, quaderförmige Objekte gezielt in einem Regal oder Lagerbehälter in einem Regal zu greifen. Das aktuelle Pilot-Modell transportiert den gepickten Artikel dann zur Kommissionierung, das auslieferungsfertige Roboter-Modell für den Pilotkunden Sigloch wird mit einem integrierten Kommissionierungsregal ausgestattet sein, dass dem Roboter das Picken mehrerer Objekte nacheinander ermöglicht. Im Vergleich zum Menschen ist Toru – zumindest noch – langsamer: Bei einer Losgröße eins, ein einzelnes Lagergut pro Pick, wie es im B2C-Versandhandel Standard ist, erreicht ein Mensch durchschnittlich 120 Picks pro Stunde, Toru kommt auf 80 Picks, soll aber bis Mai auf 120 aufschließen. Neben der laut Brantner noch steuerbaren Geschwindigkeit des Greifens ist auch die Fortbewegungsgeschwindigkeit von Toru, die aktuell auf einen Meter pro Sekunde beschränkt ist, für die Limitierung der Pickgeschwindigkeit verantwortlich. Um ein gefahrloses gleichzeitiges Arbeiten von Mensch und Maschine zu ermöglichen, ist Toru mit vielen Sicherungsmechanismen und Verhaltensregeln versehen, zu denen auch die Geschwindigkeitsbeschränkung gehört – gesetzliche und berufsgenossenschaftliche Vorgaben sollen dabei berücksichtigt worden sein.

Aus diesem Grund ist Toru bei Sigloch, der die Buchhandelsgrossisten beliefert, auch nur für 20 bis 30 Prozent der Arbeitskraft im Einsatz: Toru pickt Fachbücher und wissenschaftliche Literatur, die im Gegensatz zum restlichen Sortiment nur einzeln bestellt werden. Der damit erreichte Automatisierungsgrad von 20 bis 30 Prozent ließe sich zwar auf 100 Prozent steigern, aus wirtschaftlichen Gründen ist das beim Pilotkunden aber nicht geplant. Etwa 20 bis 30 Prozent eines durchschnittlichen Amazon-Versandlagers mit gemischten Lagergütern könnten laut Brantner aktuell automatisiert werden, die restlichen – nicht quaderförmigen oder schwergewichtigen – Teile des Sortiments kann Torus Greifmechanismus noch nicht packen. In einem Warehouse eines Versandhändlers, der ausschließlich quaderförmige Lagergüter verarbeitet, wie ein B2C-Buchhändler oder ein Schuhhändler, könnte der Pickprozess aber schon heute zu 100 Prozent automatisiert werden.

Statt teurer Investitionen in Anlagegüter: Roboter als Hardware-as-a-Service

Die Vorteile der Automatisierung und besonders die Vorteile der Roboter im Logistikzentrum liegen auf der Hand, wie Brantner beschreibt: „Ich bekomme das einzelne Objekt und nicht nur einen ganzen Ladungsträger. Die Abhängigkeit vom Personal wird dadurch reduziert. Dadurch kann ich dann auch radikal andere Geschäftsmodelle fahren, kann völlig anders picken lassen: nachts beispielsweise. Oder ich kann nur pro Pick bezahlen.“

Entscheidet sich ein Onlinehändler für eine maschinelle Automatisierung im Lager, ist das immer eine Alles-oder-nichts-Entscheidung, ein bisschen automatisieren geht nicht. Wenn der Händler eine Beförderungsanlage kaufen will, wird er sich vollständig auf die Automatisierung des betroffenen Prozessschritts einlassen müssen – mit entsprechender Investitionshöhe. Ein autonomer, mobiler Roboter wie Toru erlaubt mehr Flexibilität, so Brantner: „Wir haben einen ganz anderen Markteinstieg als andere Automatisierer. Wir können dem Kunden vorschlagen: ‚Fang doch erst mal mit einem Roboter an – und wenn du zufrieden bist, nimm den nächsten Roboter dazu und bezahl einfach pro Pick‘. Wir müssen nicht mit einem Multi-Millionen-Projekt in einem großen Konzern einsteigen, sondern können erst mal einen Roboter einsetzen und mit der Leistung überzeugen.“

Entscheidende Kosten-Faktoren für den Versandhändler, der sich einen Roboter anschaffen will, sind: Pickkosten, Pickfehler, Schnelligkeit und Flexibilität. Die Pickkosten eines Roboters errechnen sich nach der Formel „Preis/Leistung“: Welcher Preis pro Pick dabei rauskommt, hängt davon ab, ob der Roboter ein-, zwei- oder dreischichtig eingesetzt wird – und ob er sich beispielsweise in zwei oder drei Jahren amortisieren muss.

Magazino will aber auch mit einem flexiblen Abrechnungsmodell arbeiten: Statt jeden Roboter kaufen zu müssen, stellt das Startup Versandhändlern oder Logistikdienstleistern die Hardware zur Verfügung und rechnet die Nutzung pro Pick ab. So können Händler schnell skalieren, ohne große Investitionssummen aufbringen zu müssen.

Mensch und Maschine: Sicherheit, Arbeitsplätze und gesellschaftliche Auswirkungen

Noch können Roboter den Menschen nicht ersetzen, auch Toru nicht. Für die nächsten Jahren werden Roboter und Mensch deshalb noch in Co-Existenz miteinander im Lager arbeiten. Das wirft viele Fragen auf: Ist das sicher für den Menschen? Sind früher oder später keine Arbeitsplätze mehr für Menschen im Logistikzentrum vorhanden?

„Einer der größten Arbeitsbereiche ist die Arbeitssicherheit des Roboters. Bei einer Schranke am Parkplatz, die mir auf den Kopf knallen kann, mutet man dem Menschen mehr zu. Für einen Roboter, der autonom durch ein Lager fährt und Menschen begegnet, gibt es hingegen unzählige Regeln, die stellenweise sehr alt sind. Bei der Geschwindigkeit, mit der sich der Roboter momentan bewegen darf, und den tausenden Regeln ist es nahezu unwahrscheinlich, dass er einen Menschen verletzen kann.“ Brantner schüttelt leicht verneinend den Kopf, während er spricht.

Und die Arbeitsplätze? Auf die Frage, welches Einsparpotential jetzt bei Magazinos erstem Pilotkunden auftritt, antwortet Brantner: „Dort werden wir zunächst zwei Roboter einsetzen, diese übernehmen viele Picks und rechnen sich daher sehr schnell.“ Konkret bietet sich hier die Schlussfolgerung an, dass beispielsweise ein Toru-Roboter einen Picker vollständig ersetzen könnte. Umgerechnet auf Arbeitsplätze würde das dann beispielsweise bedeuten: In einem Lager mit 2.000 Mitarbeiter würden bei einer Automatisierung von 20 Prozent 400 Picker eingespart. Auf die Frage, ob die erhöhte Produktivität durch die Automatisierung Arbeitsplätze vernichten wird, meint Brantner: „Mit den Robotern stärken wir die Produktivität der Lager und damit auch die dortigen Arbeitsplätze. Denn entscheidend für hohe Beschäftigungszahlen ist die Wettbewerbsfähigkeit: Nur Standorte, die mit dem technischen Fortschritt gehen, können im internationalen Wettbewerb bestehen. Die Roboter sollen auf lange Sicht nach und nach mehr Aufgaben übernehmen. Menschenleere Lagerhallen wird es aber vorerst nicht geben. Die Produktion von Autos ist durch Robotik effizienter geworden ist und daher konnte die Produktion in Deutschland verbleiben. Und es sind sehr, sehr viele neue Arbeitsplätze im Maschinenbau entstanden, wo wir mittlerweile Weltmarktführer sind. Es gibt Studien, die sagen dass die Robotik mehr Arbeitsplätze schafft als sie vernichtet. Es gibt aber auch Studien, die sagen, das geht so schnell, dass wir dem als Gesellschaft nicht hinterherkommen.“ Die Frage, ob durch Roboter langfristig direkt im Logistikzentrum Arbeitsplätze entstehen, verneint Brantner: Ein Roboter würde einmal im Jahr eine Wartung benötigen. Bevor ein Unternehmen dafür eine Arbeitskraft abstellt, müssten schon ganze Roboterschwärme zum Einsatz kommen.

Die Gesellschaft muss sich also so oder so auf Veränderungen einstellen, die durch die erhöhte Produktivität entstehen. Wie wir als Gesellschaft darauf reagieren wollen, ist noch unklar, Brantner verrät dazu zumindest seine persönlich, private Meinung: „Wenn wir die Produktivität noch mehr steigern, in allen Bereichen, mit Robotik, stellt sich die Frage: Entsteht dann Wohlstand nicht nur durch die Arbeit, sondern durch eine extreme Ansammlung von Kapital? Muss man dann mit einem bedingungslosen Grundeinkommen reagieren?“

Brantner schließt nachdenklich ab: „Es ist eine Glaubensfrage. Ich glaube, dass technischer Fortschritt positiv ist, dass wir damit sehr viele Probleme lösen können – vom Klimawandel bis zu vielem anderen. Und Toru übernimmt für Menschen unergonomische  und körperlich anstrengende Aufgaben wie weite Laufstrecken und Greifen aus niedrigen und hohen Regalfächern. Das bedeutet eine große Entlastung für die Mitarbeiter.“

Wie es weiter geht mit Toru und Magazino

Von der Zukunft der Gesellschaft zurück zur Zukunft von Magazino. Die Frage nach langfristigen Planungen wischt Brantner lachend vom Tisch: „Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, wie es heute aussieht, hätte ich nicht gedacht, dass wir acht Mal so groß sind wie vor einem Jahr. Wir haben in den letzten Monaten zwei Mal das Büro erweitert und quasi jede Woche zwei, drei Leute eingestellt. Ich plane bis jetzt nur bis März, weiter wage ich es nicht – die Entwicklungen sind bei uns einfach zu schnell.“

(Foto: Jochen G. Fuchs)

Beim momentanten Wachstum muss sich auch Magazino-Gründer Frederik Brantner manchmal einen Überblick verschaffen. (rechts, stehend mit den Händen an den Hüften)(Foto: Jochen G. Fuchs)

Ausliefern kann Magazino auf jeden Fall schon ab Februar, spätestens ab März. Es wird zwar noch viel gefeilt, das Prototyping geht aber schnell und wird per 3D-Druck und mit den hauseigenen Maschinenbauern inhouse durchgeführt. Die Aufträge gehen jetzt aber schon an externe Fertiger in ganz Deutschland. Realistisch betrachtet können 20 bis 30 Roboter im Jahr ausgeliefert werden. Zwar würde Brantner, wie er schelmisch grinsend gesteht, auch Bestellungen mit 300 Robotern annehmen, schränkt aber ein: „Wir können uns unsere Kunden im Moment aussuchen. Idealerweise, dass dieser in einem zweischichtigen Betrieb arbeitet und über ein Lager mit vielen quaderförmigen Objekten verfügt. Und optimal wären wenige Kunden mit vielen Robotern.“ Trotz der Tatsache, dass die Roboter auslieferungsfertig sind, ist nämlich noch viel Projektarbeit nötig: Beispielsweise Justierungen der Computer-Vision oder Optimierungen der Arbeitsabläufe des Roboters. Integrationen des Roboters Toru in den laufenden Betrieb von Logistikzentren sind noch mit wenig Alltags-Praxis unterfüttert.

Der Kommissionier-Roboter Toru im Flur vor dem Magazino-Office. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Der Kommissionier-Roboter Toru im Flur vor dem Magazino-Office bei einem Probelauf. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Wieviel ein Versandhändler von seinem Betrieb zukünftig theoretisch automatisieren kann, erklärt Brantner wie folgt: „Das ist abhängig vom Artikelspektrum des Händlers. Ganze Kühlschränke null, einzelne Schrauben null. Bei quaderförmigen Objekten mit Abmessungen von maximal 24 x 34 x 15 Zentimeter zu 100 Prozent.“ Die Einschränkung auf quaderförmige Objekte soll aber Mitte des Jahres fallen: „Dann können wir auch eingeschweißte Objekte, T-Shirts und Ähnliches greifen – allerdings nur sortenrein. Aus einer Kiste mit gemischten Textilien etwas herauszupicken, klappt noch nicht. Poröses, luftdurchlässiges Material geht auch noch nicht.“ In späteren Versionen soll das System selbstlernfähig sein. Findet ein Roboter ein unbekanntes Objekt und kann es zuordnen, teilt er die Erkenntnis im Schwarm – einfache „Lernfunktionalitäten“ sind jetzt schon vorhanden: Die 2D-Raumkarte, die der erste Roboter in einem Logistikzentrum erstellt, wird auf alle weiteren Roboter übertragen.

Magazino kennt zwar den großen, von deutscher Hand dominierten Logistik-Roboter-Markt, nennt aber nach eigener Einschätzung den aktuell einzigen Wettbewerber, der im selben Feld der „perzeptiven Robotik“, der wahrnehmungsgesteuerten Robotik, tätig sein soll: Fetchrobotics. Auf die Nachfrage, ob die etablierte, milliardenschwerde Industrie denn nicht das eigene Feld aufrollen könnte, antwortet Brantner: „Die neue Robotik geht nur mit neuen Software-Entwicklungsansätzen. Der Standard in der Robotik-Forschung heißt Robot Operating System, aber nicht in der Industrie. Da wird bisher der SPS-Standard zur Automatisierung genutzt. Damit ist ein Problem, wie Toru es löst, fast nicht lösbar. SPS-Steuerungen können nur programmierte Abläufe abspulen, nicht situationsabhängig reagieren. Eine SPS-Steuerung könnte man zwar mit Computer-Vision verbinden, aber das wäre, als wollte man ein selbstfahrendes Auto mit starren Roboterarmen auf dem Fahrersitz und einer Kamera durch die Windschutzscheibe steuern. Um das zu tun, was die perzeptive Robotik tut, braucht es eine neue Generation Softwareingenieure frisch von der Uni, die den neuen Ansatz beherrschen.“

Ob der Vorsprung von Magazino gegenüber den etablierten Playern halten oder noch ausgebaut wird, ist schwer einzuschätzen: Zumindest Marktführer Kuba scheint mit der neuen Tochterfirma Swisslog auch schon im Bereich der perzeptiven Robotik zu „wildern“. Brantners finale Einschätzung: „In zehn bis 15 Jahren ist Pick-by-Robot Standard.“

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Ein Kommentar
Rise of the Robots
Rise of the Robots

Seit meinem ct‘-Abo wurde über Tesa-Rom, Siemens-Packroboter (24×7 Eis und Schnee, Heiss und Kalt, Immer und überall am Arbeiten), Siemens-Face-Detection/3D-Face/Body/Produkt/im-prinzip-alles-Scanner (elegant einfach) und natürlich Vandalisten-Sichere laser-projezierte Terminals (Heutzutage „Gesten-Steuerung“ genannt) von Siemens berichtet…
Wir erinnern auch an WebWasher, das Siemens-Spin-Off.

Die Löwen wollen doch meist auch Sperr-Minoritäten (aber der Wandel auf Kredite die mit Patenten und Kunden-Daten zuerst abzuzahlen sind ist natürlich offen in der Startup-Berichterstattung sichtbar).
Was exakt geht damit ?
– Den Ausbau so steuern damit die Firmen-Kunden der Mutter-Firma ihre vom Steuerzahler bezahlten und immer immer immer immer wieder geretteten Arbeitsplätze nicht abbauen müssen und die Disruption um 10-20 Jahre verhindert wird ? Gründer-Rücktritte in Startups wegen Einflussnahme und Umorientierung des Geschäftes zugunsten der Investoren gabs ja inzwischen schon wie hier berichtet wurde.
– Büros in Barcelona, London und natürlich New York aufbauen lassen wie es Neue Markt Firmen vor dem Crash teilweise taten ? Aufträge für Motoren usw. an die Mutterfirma geben obwohl Asiaten vielleicht billiger und qualitativ brauchbar produzieren würden ? Im Bundestag gibts leider keine Sperr-Minorität… Oder bei Immobilien-Eigentümer-Gemeinschaften wo man vielleicht durch hohe Investments oder sogenannte „Luxus-Sanierungen“ kleine Miteigentümer vielleicht sogar zum Verkauf zwingen kann.
Wer Sperrminorität hat sollte bei Insolvenz in gleicher Höhe der maximal Bewertung seines jeweiligen Investments haften müssen: Fragt mal Insolvenzverwalter (das sind gar nicht so viele! und die Insolvenzmeldungen nehmen ja zu) wieso das vielleicht sinnvoll wäre…

Bei Arbeitsplätzen gibts Arbeitsschutz, Berufsgenossenschaft und Gewerbe-Aufsicht. Daher sind die meisten Unfälle ja wohl auch zu Hause.
Allerdings gibts z.b. bei Libri oft schon ewig innovative Lösungen wie beispielsweise die wohl riesigen „wahlfreies Lager“-Regale und die zugehörigen Roboter…

Die Apotheken haben das, wie der TV-Zuschauer weiss, weil schon manche deren Großlieferanten 80% der Menge automatisiert abwickeln und nur den Rest von Menschen komissionieren(? holen, suchen, verpacken, abhaken) lassen. Gute Regale wissen dank RFID wo die Ware ist und leuchten dann. Für Metro oder Real usw. würde ich auch gerne LED-basierte (LEDs werden immer heller) Leitsysteme für die kleinen Kunden in der App realisieren. Die LEDs sind dann unten am Boden oder den Regalen. Wie in machen Ländern bei Wahlen nimmt man Farben und Bilder um unterschiedliche Kunden unterschiedlich zu leiten.
Diese LEDs mit vielen vielen Farben zeigen wie preisgünstig das inzwischen geht. Bluetooth-Mash-Netze regeln den Rest. Schade das Ikea das vielleicht noch nicht hat…. In den Zukunfts-Filmen fliegen die Robo-Autos ja auch gezielt wo sie hin wollen. Dasselbe (zu Fuß mit Einkaufswagen) ginge für Walmart, Elektro-Großmarkt, Ikea, Baumarkt usw. und natürlich Business-Großhändler. Oder auch im Einkaufs-Zentrum. Aber in Fortschrittsfeindlichen Ländern muss man natürlich auf In-Door-GPS warten obwohl das heute schon mit in-the-Pocket-Standard-Handies und den hier so oft gelobten Bluetooth-Baken ginge…

Sogar im Discounter könnten die Regale beim vorbeilaufen piepsen weil man im Handy eingestellt hat das man das haben will und das Regal mitkriegt das man einen Artikel aus diesem Regal auf dem Handy (ggf. auch von Familienmitgliedern nach dem Los-Fahren) eingebucht hatte. Bei den kleinen Supermärkten könnte man auch vieles vorher dem Stamm-Kunden komissionieren und er muss nur noch die Frischwaren aus dem Gemüseregal auswählen…

Wer ein Land kennt wo man sowas ohne hohe Nebenkosten (Subventionen und Finanzierungen brauche ich natürlich angesichts der Verfügbarkeit der Produkte nicht und es zu 80% reine Programmierung wäre) realisieren kann kann es ja mal nennen.

Arabien/Nordafrika galt nach dem arabischen Frühling mal als progressiv. Ist leider wohl nix mehr draus geworden. Die Türkei sucht oder suchte wohl auch Firmen für Bildungs-Laptops die dort produziert werden sollten…
Viele andere Länder kommen leider auch nicht in Frage.

Asien ist noch progressiv und fortschritts-freundlich.

Und wegen der Home-Automaten: Es gabs nach dem Krieg für USA mehrere Wohn-Konzepte. Eines waren kleinere Wohnungen (inzwischen slotted Living, Millenials Home,… o.ä. konzeptionell genannt) wo die Kleidung per Automaten wie in der Wäscherei (siehe US-Serien) geliefert wurde und dann vorne direkt zum rausnehmen hing und heutzutage wie Fälschungen auf dem Urlaubs-Land-Markt oder Firmen-Kleidung in der Großwäscherei per RFID problemfrei erkannt und geroutet werden kann damit jedes Hotel, Arztpraxis und andere Kunde genau seine Kleidungs-Stücke oder Bettwäschen sauber zurückbekommt. Stattdessen haben sich die aus den zig US-Familien-Serien recht einheitlichen Haus-Konzepte durchgesetzt und z.b. in diesem Zusammenhang auch den Rasen vor dem Haus usw. verbreitet…
In Asien ist der Wohnraum oft knapp. Also setzt es sich hoffentlich bald durch. Allerdings wären Screenblanker oder Lockscreens ganz nett wo Eigentums-Fotos durchgeschaltet werden weil man sonst vergisst was noch alles verfügbar ist oder das in der Kühltruhe noch Speiseeis oder Pizza ganz hinten drin liegt oder was man noch an kälte-geeigneter Kleidung hat bzw. kaputt ging und man nachbestellen sollte. Oder halt durchsichtige Schränke und Schubladen… auch in Küche und Keller. Auch im Büro… Aufbewahrungsboxen sind oft ja schon transparent damit man von der Seite sieht was drin ist…
Wenn mans irgendwo einlagert vergessen es viele zu schnell. Die Auto-Nachbestellung von Waschmittel gibts ja auch weil viele Leute gar nicht wissen und regelmäßig nachgucken wollen wie viel Toner oder Spülmittel noch drin ist und das Handy es leider nicht anzeigt obwohl die Drucker-Treiber der Drucker-Industrie das vielleicht sogar haargenau wissen.

Und wegen der Schrauben: In Fabriken usw. haben z.B. Bohrer oft nur Laufzeiten von 8 Minuten (man bohrt aber halt nicht ständig! und werden aus Automaten geholt bei Bedarf und dann der Fabrik in Rechnung gestellt.
Und Würth und Großhändler haben vielleicht auch Interesse daran. Man MUSS ja nicht auf QR-Auslesen/EAN verzichten sondern kann die Teile ja auch Wahlfrei verteilen und dynamisch herausholen wenn der kleine Elektriker usw. seine Liste am Automaten oder im Handy eingegeben und seine alte Rechnung bezahlt hatte und ihm die Sachen wie ein Zigaretten-Automat (übrigens auch schon ewig tägliche Roboter bzw. Automaten) für die heutigen/morgigen Kunden ausspuckt und er sie am Handy ausliest und den Empfang bestätigt…
Auch die Automaten am Flughafen für Ladeteile, USB-Ladekabel usw. kennt ja jeder. Sowas wäre also auch eine Zielgruppe aber halt auch vor dem stationären Shop nachts im dunkeln wenn geschlossen ist.

Als Online-Besteller hasse ich es wenn ich Waren heute bestelle und bezahle aber erst übermorgen versendet wird ! :-((( Man spart sich also 3schicht-Betrieb und erledigt die offenen Aufträge nachts per Roboter und die Mitarbeiter haben morgens bei Schichtbeginn dann die fertigen Pakete für die LKW.
Und das ich meine Größe (Länge Breite) on demand bei den Kleider-Discountern (Gerne auch vorher bezahlt) online im Handy selektieren und im Laden abholen kann, sollte auch klar sein und wäre eine Mission für Magazino…
Und das man Pakete online dort abholt auch… Freie Grundstücke gibts auf dem Land scharenweise. Hermes, DPD usw. beliefern wohl keine DHL-Paket-Stationen und die sind auch oft weit auseinander. Online bezahlte Lebensmittel-Bestellungen kann man vor dem Plattenbau mit vielen gleichzeitigen Bestellungen auch in den Roboter schieben und der Kunde kriegt eine Message/SMS/… und holt es per Handy aus dem Automaten.
Auch dafür wären Ausgabe-Automaten sinnig.

Und auch schön zu sehen das frische Diplomanden bevorzugt werden…

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