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Math42: Nitsche-Brüder verkaufen ihre App für Millionen

Raphael und Maxim Nitsche. (Foto: Math42)

In der „Höhle der Löwen“ wollten die Gründer von Math42 einst zwei Millionen Euro einsammeln. Jetzt haben die Nitsche-Brüder ihre Lern-App verkauft.

Es war damals die größte Summe, die je ein Startup in der „Höhle der Löwen“ verlangt hatte: Als die Brüder Maxim und Raphael Nitsche 2015 in der Vox-Sendung auftraten, forderten sie zwei Millionen Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrer Mathe-App Math42. Mit einem Investment klappte es zwar nicht. Doch der Auftritt löste einen Hype um die damals gerade erst 19 und 20 Jahre alten Gründer und ihre Idee aus.

Millionen für Math42

Kurz nach der Sendung konnten sie die Klett-Familie von einem Investment überzeugen. Der Schulbuchverlag investierte eine sechsstellige Summe in das Unternehmen hinter der App und erhielt dafür 6,25 Prozent der Unternehmensanteile. Den Rest hielt weiterhin die Familie Nitsche mit ihrer Firma Cogeon.

 „Mathe ist ein großer Schmerz für heutige Schüler.“

Jetzt haben Maxim und Raphael Nitsche ihre App verkauft. Wie das Schulbuch-Unternehmen Chegg am Mittwoch bekanntgab, akquirierte es Math42 für 12,5 Millionen Euro. „Mathe ist ein großer Schmerz für heutige Schüler“, lässt sich Nathan Schultz, Chief-Learning-Officer bei Chegg, in einer Mitteilung zitieren. Mit der Technologie der Mathe-App der Nitsche-Brüder könne man Schülern besser helfen, da die Tools selbsterklärend, personalisiert und stets verfügbar seien.

Math42-Gründer könnten weiteres Geld erhalten

Durch die Übernahme könne die Technologie „Millionen von Schülern“ unterstützen, Mathe besser zu verstehen, sagt der Vater der beiden Brüder, Thomas Nitsche, der Pressemitteilung zufolge. „Wir haben unser Unternehmen gegründet, um der Welt dabei zu helfen, Matheprobleme zu lösen.“ Chegg soll diese Mission fortführen. Die Familie und der Klettverlag könnten noch einmal bis zu 7,5 Millionen Euro und bis zu 3,2 Millionen Euro in Sonderposten erhalten.

Math42 ist eine Mathe-App, mit der Schüler Aufgaben lösen können. Das Angebot erklärt dem Nutzer die Schritte, mit denen er ein Problem angehen kann. Derzeit sollen mehr als zwei Millionen Schüler das Angebot nutzen. Die Idee kam den Nitsche-Brüdern, während sie selbst Nachhilfe gaben.

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