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Fundstück

Mysteriöser Metall-Monolith in Utah sorgt für Goldgräberstimmung auf Google Earth

Die Sicherheitsbehörden von Utah haben mitten in der Wüste einen mysteriösen Metall-Monolithen gefunden, der verdächtig an Stanley Kubricks  „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnert. Der Standort ließ sich dank Google Earth nicht lange geheim halten.

3 Min.
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Mysteriöser Metall-Monolith: Wer hat den da hingestellt? (Foto: DPS)

Eigentlich wollte die Helikopter-Crew des Department of Public Safety (DPS) des US-Staates Utah nur Schafe zählen – genau genommen die wildlebenden Dickhornschafe, die sich in den Gebirgsregionen des westlichen Nordamerikas heimisch fühlen. Als der Hubschrauber ein besonders abgelegenes und unwegsames Gebirge überflog, fiel den Crew-Mitgliedern etwas weit weniger Wolliges als ein Dickhornschaf ins Auge. Ein die Sonne reflektierender metallischer Gegenstand schien sich in einer Region zu befinden, in der außer Gestein (und ein paar Dickhornschafen) nichts zu erwarten war.

Sicherheitsbehörde rät von Besuch des Monolithen ab

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Nach der Landung fanden die DPS-Mitarbeiter ein über drei Meter hohes Stück polierten Metalls in Rechteckform, das fest im Wüstenboden verankert und aufrecht nach oben ausgerichtet war. Bei näherer Betrachtung kam das Team zu der Einschätzung, es könne sich am ehesten um ein Objekt aus Stahl handeln. Allerdings ließen sich keine „offensichtlichen Hinweise zum Ursprung“ des Monolithen finden. Klar war nur – irgendjemand musste den Stahlkoloss dort hingestellt haben.

Ist ein sehr gerades, sehr poliertes Stück Stahl aus einem Ufo gefallen und steckt nun im Wüstenboden Utahs? Erlaubt wäre das nicht! (Foto: DPS)

Weil der Fund offensichtlich kurios ist und das DPS keinen Grund für eine Geheimhaltung sah, veröffentlichte die Behörde am Montag einige Fotos des Fundes auf Instagram und auf der Behörden-Website. Dabei verzichtete das DPS allerdings darauf, den genauen Standort des Monolithen zu nennen.

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Die Begründung dürfte indes das Interesse der Öffentlichkeit eher noch angefacht haben. Das DPS ließ nämlich verlauten, dass die Position des Monolithen deshalb nicht benannt werde, weil die Gegend wirklich sehr abgelegen sei und Personen, die einen Ausflug dorthin wagen, mit großer Wahrscheinlichkeit auch stranden würden und letztlich gerettet werden müssten.

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Viel los ist nicht in dieser Gegend Utahs. (Foto: DPS)

Mysteriöser Metall-Monolith entfacht Goldgräberstimmung

Nach diesem Statement dauerte es nur wenige Stunden, bis sich Menschen in einem Reddit-Forum der Aufgabe verschrieben, den Monolithen zumindest virtuell ausfindig zu machen. Einen Tag nach der DPS-Meldung konnte Vollzug gemeldet werden. Wer will, findet die Koordinaten der Stahlsäule im entsprechenden Forum.

Der schnelle Erfolg zeigt erneut, dass in Zeiten der weltweiten Vernetzung nichts lange geheim bleiben kann. Im Fall des mysteriösen Monolithen aus Utah war es vor allem das Material aus Google Earth, das die Suchenden auf die richtige Fährte geführt hatte.

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So fand ein ambitionierter Geolokator den Standort

Letztlich zeichnete ein Reddit-Nutzer mit einem nicht zitierfähigen Namen für den Fund verantwortlich. Der war zunächst optisch an die Sache herangegangen. Er wusste aus der DPS-Meldung, dass der Monolith in einer bergigen und abgelegenen Gegend Utahs zu finden sein musste. Das war schon einmal ein sehr deutlicher Hinweis.

Zudem konnte er anhand der veröffentlichten Fotos die Gebirgsstruktur erkennen. Aus der rot-weißen Zeichnung schloss er, dass es sich um eine tiefer gelegene Gebirgsebene handeln musste. Die runden Formen ließen darauf schließen, dass es dort verhältnismäßig viel Erosion gibt, vielleicht sogar zeitweise Wasser durch das Tal fließen könnte.

Zudem besorgte er sich die Flugdaten des Helikopters und konnte so dessen Weg bis zu einem Punkt nachvollziehen, an dem der Hubschrauber zu niedrig flog, um noch vom Radar erfasst zu werden. Nun bezog er mögliche Landeplätze in seine Suche ein und hatte letztlich innerhalb einer guten Stunde den Standort ausgemacht.

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Säule steht schon mindestens 4 Jahre am Standort

Der App-Entwickler Bruno Philipe nutzte dann 3D-Material aus Apple Maps, um eine kurze Videodarstellung des mutmaßlichen Standorts zeigen zu können.

Leider war das infrage kommende Tal zum Aufnahmezeitpunkt stark verschattet, sodass die von Hand gesetzte Nadelkennzeichnung der einzige sichtbare Hinweis auf den Standort des Monolithen ist.

Nach den Ermittlungen der Maps-Enthusiasten datiert die Stahl-Säule aus den Jahren 2015 oder 2016 und steht somit schon mindestens vier Jahre an dieser Stelle. Bislang hat sich noch niemand zur Aufstellung des nicht ganz billigen Stahlklotzes bekannt. Das DPS weist jedenfalls darauf hin, dass diese Art der Nutzung öffentlichen Landes streng verboten ist – auch für Bewohner anderer Planeten.

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Apropos andere Planeten – schon in Stanley Kubricks Oscar-prämiertem Meisterwerk „2001: Odyssee im Weltraum“ spielt ein ganz ähnlicher Monolith eine wesentliche Rolle. Der ist dem in Utah gefundenen optisch ziemlich ähnlich, dabei aber vollkommen schwarz. Er taucht in verschiedenen Szenen des Films auf und führt bei jenen, die ihn berühren zu Bewusstseinsveränderungen, die den jeweils nächsten Evolutionssprung der Menschheit einleiten. Sein Ursprung ist zweifellos außerirdisch.

In der ersten Szene des Films steht der Monolith mitten in einer abgelegenen Gebirgslandschaft…

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